18/08/2020
Was früher ein Schaltschrank (Bild links) geregelt hat, erledigt heute ein Gateway (Bild rechts). Oft hören wir jedoch den Einwand, mehrere parallele Systeme mit Gateways seien zu vermeiden.
Dahinter steckt der Wunsch, eine Lösung für alle Anwendungen zu haben mit dem Argument, Skalenvorteile zu nutzen.
Diese Sichtweise ist einerseits richtig, denn unsere Gateways können bis zu 32 Geräte aufschalten, in den meisten Liegenschaften sind es jedoch weit unter zehn. Ein Anbieter, der beispielsweise Aufzüge online bringt, könnte demnach unsere Gateways nutzen oder anders herum.
Andererseits vernachlässigt diese Sichtweise, dass ein modernes Gateway nicht nur kleiner als ein Schaltschrank ist, sondern auch deutlich billiger, einfacher und schneller zu installieren. So war in der Vergangenheit oft die Installation der GLT teurer als die Kesselanlage. Insofern sind die Kosten mehrer Gateways günstiger als die Alternative einer herkömmlichen GLT.
Auch können Skaleneffekte der Hardware durch den Betrieb der Software überkompensiert werden: Nutzt man das Angebot eines proprietären Anbieters, ist es typischerweise mit Mehrkosten verbunden.
Flexibilität ist also ein Wert an sich, solange sich kein überlegendes System am Markt durchgesetzt hat.