08/06/2026
Heute ist Welthirntumortag - 08. Juni
Ich war 10 Jahre alt, als meine Omi an einem Hirntumor erkrankte.
Es war meine erste bewusste Begegnung mit Krankheit.
Mit Pflege.
Und mit dem Gedanken, dass Menschen, die wir lieben, nicht für immer bei uns bleiben.
Meine Omi wurde über viele Monate zuhause gepflegt.
Damals habe ich vieles noch nicht vollständig verstanden.
Ich erinnere mich noch an Gespräche, inhaltlich.
An Situationen. An gemeinsame Momente.
Aber auch an ihre Traurigkeit und Angst und den Verlust vieler Fähigkeiten, durch das Fortschreiten der Erkrankung.
Und daran, wie sehr eine Krankheit das Leben einer ganzen Familie verändern kann.
Aber leider kann ich mich nicht mehr an ihre Stimme erinnern.
Heute, viele Jahre später, denke ich oft daran zurück.
Nicht an die Diagnose.
Sondern an den Menschen.
An meine Omi.
Und überlege, worin ich ihr ähnlich bin. Was ich gern noch von ihr gelernt oder erfahren hätte.
Der Welthirntumortag erinnert uns daran, wie wichtig Aufklärung, Forschung und Unterstützung für Betroffene und ihre Familien sind.
Für mich erinnert er aber auch daran, wie wertvoll unsere Erinnerungen sind.
Denn irgendwann bleiben uns von den Menschen, die wir lieben, vor allem ihre Geschichten im Gedächtnis.
.oder - dank blyven - selbst gesprochen und bewahrt.
❤️ Heute denke ich an meine Omi und an alle Familien, die gerade mit dieser Erkrankung leben.
+++
Today is World Brain Tumor Day — June 8.
I was 10 years old when my grandma was diagnosed with a brain tumor.
It was my first conscious encounter with illness.
With care.
And with the realization that the people we love will not be with us forever.
My grandma was cared for at home for many months.
Back then, there was so much I did not fully understand.
I still remember conversations.
I remember situations.
Shared moments.
But I also remember her sadness and fear, and the loss of many abilities as the disease progressed.
And I remember how deeply an illness can change the life of an entire family.
But sadly, I can no longer remember her voice.
Today, many years later, I often think back to that time.
Not to the diagnosis.
But to the person.
To my grandma.
A