09/06/2026
Wissen Sie, was eine Schublade wirklich haltbar macht? Nicht der Griff, nicht die Front – sondern eine kleine Fräsung, die man von außen nie sieht: die Nut, in die der Boden eingeschoben wird.
Gerade schneiden wir die Böden für eine neue Schubladenreihe zu – weißbeschichtete Spanplatten, passgenau an der Formatkreissäge auf Maß gebracht. Erster Schritt auf dem Weg zu einer Schublade, die auch nach 30.000 Öffnungszyklen noch sauber läuft.
Denn was danach kommt, entscheidet über alles: Wie tief fräsen wir die Nut? Wie viel Spiel lassen wir? Lagern wir den Boden schwimmend – also frei beweglich in der Nut, nur hinten verschraubt – damit er in der Küche oder im Bad arbeiten kann, ohne zu reißen?
Das klingt kleinteilig. Ist es auch. Aber eine Nut, die zu eng ist, lässt den Boden klemmen. Eine zu weite Nut macht Geräusche. Und ein Boden, der nicht tauschen lässt, bedeutet bei einem Wasserschaden: gleich der ganze Schrank.
Wir planen diese Verbindung bei jedem Projekt neu – je nachdem, was die Schublade später tragen soll. Eine Topfschublade mit 40 kg Inhalt braucht etwas anderes als eine Wäscheschublade. Das ist der Unterschied zwischen einem Möbel, das hält, und einem, das irgendwann einfach nachlässt.
Haben Sie Fragen zu einem Schrank, einer Küche oder einem anderen Möbelprojekt? Schreiben Sie uns einfach – wir sind in Hatten und freuen uns auf Ihr Vorhaben. 🪵