Ulrike Freimuth: Integrative Traumaarbeit

Ulrike Freimuth: Integrative Traumaarbeit Traumabegleitung: Anteile-Arbeit, Nervensystemregulation, Ressourcen etablieren, Verbundenheit fühlen.

31/08/2026

Regulation ist kein Trick. Sie braucht die richtigen Bedingungen.

Nervensystem-Regulation wird oft auf Übungen reduziert. Atmen, Pendeln, Erden. Wichtig, aber nicht der erste Schritt.

Der Körper reguliert sich zuerst über das, was im Außen sicher ist: ein Zuhause, in dem wir uns wirklich sicher fühlen. Ein berufliches Umfeld, in dem Abgrenzung möglich ist. Menschen um uns, die uns wohlgesonnen sind. Eine Beziehung ohne Retraumatisierung.

Erst wenn diese äußere Sicherheit da ist, können innere Übungen wirklich greifen, im Zusammenspiel mit Anteilearbeit, Containment und Co-Regulation.

Was gehört für dich zu guter Co-Regulation? Schreib’s gerne in die Kommentare.

Es gibt einen Unterschied zwischen einer schönen Erfahrung haben und sich von ihr wirklich nähren lassen. Der eine Momen...
20/08/2026

Es gibt einen Unterschied zwischen einer schönen Erfahrung haben und sich von ihr wirklich nähren lassen. Der eine Moment ist da. Der andere braucht etwas, das viele Menschen mit früher Bindungsverletzung nie richtig gelernt haben.

Wer in einem System aufgewachsen ist, in dem Sicherheit an Leistung gekoppelt war, entwickelt eine sehr wache innere Strategie: funktionieren, liefern, nicht auffallen mit dem eigenen Bedürfnis. Diese Strategie war einmal überlebensnotwendig. Das Problem ist, sie schaltet sich oft nicht ab, auch dann nicht, wenn längst Freude erlaubt wäre.

Bindungsforscherinnen beschreiben das als ein Nervensystem, das auf Anspannung trainiert ist, nicht auf Genuss. Selbst schöne Momente werden dann unbewusst wieder zu einer Aufgabe umgebaut, etwas, das man richtig machen oder nutzen muss, statt etwas, das einfach nährt.

Im Alltag zeigt sich das oft unauffällig. Ein schöner Urlaub, der sich trotzdem leer anfühlt. Ein Kompliment, das man höflich abwehrt. Eine freie Stunde, die sofort mit einer Aufgabe gefüllt wird, aus einer Unruhe heraus, die schwer zu benennen ist.

Der erste Schritt ist selten, mehr Freude zu erzwingen. Er ist eher, ehrlich hinzuschauen, was sich meldet, wenn Freude tatsächlich da ist. Welcher Anteil sich einschaltet, welche alte Stimme, welches Gefühl von Unsicherheit oder Fremdheit.

Wenn dich das trägt, mehr davon findest du hier im Profil.

17/08/2026
Es gibt eine Rollenverteilung, die in der Literatur zu narzisstischen Familiensystemen selten beschrieben wird, weil sie...
06/08/2026

Es gibt eine Rollenverteilung, die in der Literatur zu narzisstischen Familiensystemen selten beschrieben wird, weil sie zwischen zwei bekannte Muster fällt. Das Sündenbockkind trägt für gewöhnlich die Abwertung. Das Goldkind trägt die Erwartung, dafür aber auch die Zuwendung. Beide Rollen haben, so schmerzhaft sie sind, eine gewisse innere Logik: Wer glänzt, wird belohnt. Wer stört, wird bestraft.

Manche Kinder erleben eine dritte Variante. Sie tragen die Anforderungen des Goldkindes, Leistung, Funktionieren, keine Fehler, ohne je dessen Belohnung zu bekommen. Gleichzeitig tragen sie die Härte, die sonst dem Sündenbock gilt, oft, weil sie zur Projektionsfläche für Gefühle werden, die eigentlich einer anderen Person gelten. Kein Verhalten führt zuverlässig zu Sicherheit. Nicht Anpassung, nicht Leistung, nicht Rückzug.

Bindungsforscherinnen sprechen in solchen Fällen von einer besonders belastenden Form früher Bindungserfahrung, weil das Nervensystem eines Kindes kein verlässliches Muster erkennen kann, das Schutz verspricht. Es bleibt in einem Zustand ständiger Wachsamkeit, weil die Regeln sich nicht vorhersagen lassen. Diese Wachsamkeit verschwindet im Erwachsenenalter selten von allein. Sie zeigt sich oft als chronische Erschöpfung, als das Gefühl, nie genug getan zu haben, oder als eine tiefe Unsicherheit, wann man sich wirklich sicher fühlen darf.

Was in der Heilung dabei hilft, ist selten noch mehr Verstehen. Es ist eher die langsame, oft körperliche Erfahrung, dass Sicherheit auch ohne Leistung möglich ist. Dass man gesehen werden kann, ohne zu glänzen.

Ich schreibe hier wieder regelmäßiger über die Mutterwunde und die vielen Formen, die sie annehmen kann. Folge mir, wenn dich das anspricht.

21/06/2026

🌿Sehr lange habe ich gebraucht, um zu verstehen, warum ich mich oft fremd gefühlt habe in meinem eigenen Leben.Warum ich...
19/06/2026

🌿Sehr lange habe ich gebraucht, um zu verstehen, warum ich mich oft fremd gefühlt habe in meinem eigenen Leben.

Warum ich viel gegeben habe. Top Leistungen gebracht, funktioniert habe. Mich entweder überangepasst oder gekämpft habe.

Und trotzdem so oft das Gefühl hatte, nie wirklich anzukommen. Nicht bei mir. Nicht im Leben.

Es hat mit meiner Mutter zu tun. Mit der Art, wie ich geliebt wurde, wie ich verletzt wurde – und mit dem, was zwischen den Zeilen fehlte.

Erkannt habe ich das Thema schon früh. Aber die Sehnsucht nach Mutterliebe – und die Ahnung, wie schmerzhaft die Heilung werden würde – haben mich lange davon abgehalten, wirklich hinzuschauen.

Immer wieder ist es auf meinem Weg aufgetaucht. Und mit den Jahren konnte ich jedes Mal ein Stück tiefer eintauchen – tiefer hinschauen, tiefer durchfühlen. Es war ein Prozess, der mit meiner eigenen Fähigkeit wuchs, diese Gefühle überhaupt halten zu können.

Heute, nach fast dreißig Jahren, kann ich sagen: ich habe das Thema wirklich geöffnet. Durchfühlt. Und ein Stück weit geheilt.

Heute weiß ich auch: ich bin nicht allein damit. Sehr viele Frauen tragen diesen Schmerz – unbenannt, unsichtbar, aber spürbar in jedem Lebensbereich.

Genau darum geht es in dem, was ich gerade aufbaue.

Ich freue mich, euch in den nächsten Wochen mitzunehmen. 🌿

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05/06/2026

💕 Das war vor einer Woche am Lac de Vouglan im französischen Jura auf einem wunderschönen Campingplatz. Konnte dort zur Ruhe kommen und wirklich regenerieren und damit auch ein Stück weit heilen und integrieren, was in den letzten Monaten alles passiert ist.
Alles Liebe von Ulrike 💕🤗🍀

31/05/2026

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69121

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