Hoeren-Reden Tim Rosenthal

Hoeren-Reden Tim Rosenthal Hi ich bin Tim, Freier Redner und Coach für Lebensübergänge. Ich glaube, dass Menschen die Lösungen bereits in sich tragen.

Ich schaffe Räume für Klarheit, ehrliche Entscheidungen und einen Weg, der wirklich zu ihnen passt.

31/08/2026

Speicher dir das ab, wenn du Menschen wirklich helfen willst, ohne ihnen einen Ratschlag zu geben.

Der häufigste Fehler beim Helfen ist die schnelle Lösung. Jemand erzählt dir von seinem Problem, und du hast sofort den Rat parat. Gut gemeint. Aber es hilft selten.

Ich sehe das oft bei Paaren. Einer will einfach von seinem Tag erzählen und sich verstanden fühlen. Der andere kommt sofort mit einer Lösung. Und plötzlich fühlt sich der erste dumm, nicht gehört, und hat das Gefühl, das Gespräch soll nur schnell vorbei sein. Dabei wollte er nie eine Lösung. Er wollte gehört werden.

Der Wechsel ist klein und verändert alles. Statt einer Antwort stell eine Frage. Was war heute das Schwerste für dich? Was hättest du dir in dem Moment gewünscht?

Eine gute Frage zeigt echtes Interesse. Und sie traut dem anderen zu, seine eigene Antwort zu finden. Genau die trägt dann. Ein Rat von außen hält selten lange. Eine Einsicht, die von dir selbst kommt, schon.

Teile das mit jemandem, der immer sofort Lösungen gibt. Und speicher es dir für dein nächstes Gespräch.

Wem gibst du zu schnell Ratschläge, obwohl er nur reden will? Schreib es in die Kommentare.

30/08/2026

Warst du schon mal richtig wütend auf dich selbst? Ich war es lange.

Ich habe nicht verstanden, warum ich nicht mehr funktioniere, obwohl vorher immer alles ging. Und diese Wut hat sich gegen die einzige Person gerichtet, die gerade am wenigsten dagegen konnte. Gegen mich.

Denn Wut erzeugt Energie, und die muss irgendwohin. Wenn du sie nicht verstehst und nicht lenkst, richtet sie sich gegen dich selbst.
Aber Wut will erst gehört werden. Sie zeigt dir eine Ungerechtigkeit. Bei mir waren es zwei. Die Ungerechtigkeit, dass ich nicht mehr funktioniert habe. Und die Ungerechtigkeit, dass ich viel zu lange funktioniert habe. Es war eine Zeit mit zu viel Verantwortung, zu vielen Entscheidungen und einem Umfeld, das nicht mitzog, und Corona hat alles noch schwerer gemacht. Ich wollte immer stark sein und alles richtig machen, damit es für die anderen gut ist, und genau damit habe ich viel zu lange durchgehalten.

Irgendwann habe ich die Energie umgedreht. Weg von mir, hin zu etwas, das mich weiterbringt. Ich habe mir gezeigt, dass ich dieses System verlassen kann, mit einer Ausbildung und wenn es sein muss auf eigenen Beinen.
Das war meine Gerechtigkeit und der Ausgleich, dass ich wieder funktioniere unter meinen eigenen Werten und Regeln.

Heute bin ich zertifizierter Coach mit einer anerkannten Abschlussprüfung bei einem Berufsverband, in ständiger Fortbildung. Nicht jemand, der einfach eine schwere Phase überstanden hat, sondern jemand, der sich über Jahre damit auseinandergesetzt hat.

Deine Wut ist nicht dein Feind. Sie ist Energie, die eine Richtung sucht.

Kennst du Wut auf dich selbst? Und wohin lenkst du sie? Schreib es mir in die Kommentare.

Und wenn du jemanden kennst, der sich selbst gerade am härtesten verurteilt, leite es weiter.

Und speicher es dir für den nächsten Moment, in dem die Wut wieder nach innen kippt.

26/08/2026

Manchmal hilft kein Ratschlag, sondern jemand, der wirklich zuhört. So war es auch in meiner schwersten Zeit, da haben mich vor allem Menschen getragen.

Meine Frau war meine größte Stütze. Sie hat mir geholfen, überhaupt Hilfe anzunehmen. Ohne sie wäre nichts davon gegangen.

Und da waren ein paar wenige, deren Anrufe ich angenommen habe, während ich fast alle anderen liegen ließ. HG, mein Ausbilder, und seine Frau Doro. HG hat mir nie gesagt, was ich tun soll. Er hat gefragt. Was verlierst du eigentlich, wenn du das aufgibst? Welche Angst steckt darunter? Fragen, die unbequem waren und die trotzdem gutgetan haben. Und Doro war einfach da und hat immer wieder nachgefragt, wie es mir geht.

Seine Fragen haben mir nicht die Lösung gegeben. Sie haben mir geholfen, mein eigenes Muster zu sehen. Woher mein Druck kam, warum ich nicht loslassen konnte. Nicht, um mir die Schuld zu geben, sondern um zu verstehen. Und was ich verstehe, kann ich verändern.

Die Coaching Ausbildung, die ich in der Zeit weitergemacht habe, hat mir geholfen, mich selbst viel besser zu verstehen. Und genau daraus wurde meine Haltung. Erst wirklich hören, verstehen, was los ist, und dann die richtige Frage. Mehr hören, weniger reden. Hören minus Reden. Aus dem, was mir damals geholfen hat, wurde das, was ich heute für andere tue.

Ein guter Rat rutscht schnell an einem Menschen ab. Eine gute Frage bleibt und arbeitet weiter.

Wann hat dir zuletzt eine Frage mehr geholfen als ein Ratschlag? Schreib es mir in die Kommentare.

Und wenn du jemanden kennst, der gerade mit gut gemeinten Ratschlägen überschüttet wird und eigentlich etwas anderes braucht, leite es weiter.

23/08/2026

Kennst du diese Überforderung, wenn selbst die kleinste Entscheidung zu viel wird? Ich schon.

Es gab eine Zeit, da saß ich vor einem Brötchen und konnte mich einfach nicht entscheiden. Wie ich es schmiere, was drauf soll. So etwas Kleines, und es war eine Entscheidung zu viel.

Nicht, weil ich faul war. Nicht, weil ich mich gehen ließ. Sondern weil alles zu viel geworden war. Zu viele Entscheidungen, zu viel Verantwortung, zu viel auf einmal.

Ich erzähle dir das aus einem Grund. Es gibt Momente, die so schwer sind, dass ein gutes Gespräch nicht reicht und dass Coaching allein nicht genug ist. Und heute weiß ich als Coach genau, wobei ich helfen kann und wobei nicht.

Was mir in der Zeit trotzdem geholfen hat, waren nicht Lösungen. Es waren Fragen und ein anderer Blick auf mich. Das hat nichts geheilt, aber es hat mir geholfen zu verstehen, was gerade mit mir los ist.

Wenn bei dir gerade selbst das Kleinste zu viel ist: Das ist kein Versagen. Das ist ein Signal. Und du musst das nicht allein sortieren.

Wann war bei dir zuletzt etwas Kleines plötzlich zu viel? Schreib es mir gern in die Kommentare.

Und wenn du jemanden kennst, bei dem gerade alles zu viel ist, leite es weiter. Vielleicht tut ihm der Gedanke gut, dass das kein Versagen ist.

Und speicher es dir für den Tag, an dem dich wieder das Kleinste überfordert.

19/08/2026

Hattest du schon mal Magenschmerzen, bevor du überhaupt bei der Arbeit warst? Dann kennst du dieses Signal.

Zähne zusammenbeißen und durch. Den Spruch kennt jeder. Ich habe ihn wörtlich gelebt, monatelang. Der Kiefer fest, dann der Nacken, dann die Schultern, bis mein Rücken so verspannt war, dass ich beim Atmen eine Enge in der Brust gespürt habe. Mein Körper hat längst erzählt, was ich mir im Kopf noch nicht eingestehen wollte.

Es wurde immer mehr verlangt. Mein Wochenende, meine Bereitschaft, und Dinge, hinter denen ich nicht stand. Irgendwann sollte ich auch noch den Sonntag arbeiten. Ich hatte an dem Tag etwas, das mir wichtig war, und habe Nein gesagt. Die Antwort war: dann lässt du deine Kollegen im Stich.

Heute weiß ich, warum dieser Satz so gezogen hat. Er traf genau die Stelle in mir, die immer für alle da sein will. Damals war mir das noch nicht klar.

In dem Moment ist etwas in mir ruhig geworden. Ich habe gesagt, ich kann das nicht mehr, ich kündige. Für mich war das kein Verlust. Es war ein Befreiungsschlag. Der Magen wurde ruhig, die Schultern sind runter, ich konnte wieder atmen.

Dein Körper schickt das Signal, bevor dein Kopf die Entscheidung trifft. Dieses „das ist nicht mehr meins“ ist keine Schwäche. Es ist eine Information.

Wo sagt dein Körper gerade Nein, obwohl dein Kopf noch mitmacht? Schreib es mir in die Kommentare.

Und wenn du jemanden kennst, der sich gerade durch etwas durchbeißt, das ihm nicht guttut, leite es weiter.

16/08/2026

Dreimal habe ich beruflich ganz neu angefangen. Und erst beim dritten Mal bin ich wirklich angekommen.

KFZ Mechatroniker. Theologie und Gemeinde. Coach. Von außen sind das drei Berufe, die nichts miteinander zu tun haben. Für mich sind sie ein roter Faden.

In der Werkstatt habe ich mehr gelernt als Technik. Ich habe gelernt, hinzuschauen, bis ich verstehe, wo ein Fehler wirklich liegt, nicht nur da, wo er sich zeigt. Ich habe jeden Hinweis innerlich aufgehängt und die Zusammenhänge gesucht. Damals wusste ich noch nicht, dass ich genau das eines Tages mit Menschen tun würde.

Dann habe ich einen sicheren Job aufgegeben und für ein Theologiestudium bezahlt. Danach Jahre in einer Gemeinde, vor allem mit jungen Menschen. Weil mich immer mehr interessiert hat, was in Menschen vorgeht, und immer weniger, was im Motor steckt.

Und dann Coaching. Erst hier läuft alles zusammen: das genaue Hinschauen, das Denken in Zusammenhängen und meine Werte, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Menschen zu helfen.

Nicht jeder Wechsel war leicht. Manchen bin ich mit Mut und mit Lust gegangen. Bei manchem wusste ich einfach: Wenn ich bleibe, verliere ich mich. In dieselbe Zeit fällt mein größter Übergang, ich bin Vater geworden.

Das war kein gerader Weg. In den nächsten Wochen erzähle ich dir, wie es wirklich war. Auch der Teil, der wehgetan hat.

Wie oft hast du in deinem Leben schon ganz neu angefangen? Schreib es mir in die Kommentare.

Und wenn du jemanden kennst, der gerade vor einem Neuanfang steht und zögert, schick ihm das hier. Manchmal ist es der eine Anstoß, der Mut macht.

12/08/2026

Sechs innere Muster, ein Mensch: du. Und sie gehören alle zusammen.

Diese Reihe war kein entweder oder. Die Modelle bauen aufeinander auf. Die drei Stimmen in dir prägen dein Denken, Fühlen und Handeln. Daraus entstehen deine Antreiber, und zu jedem gehört ein Erlauber. Deine Gefühle bewegen den Elefanten. Deine alten Muster zeigen sich im Dramadreieck. Im Gespräch liegt das Eigentliche unter dem Eisberg. Und am Ende steht ein Wert, den du im Wertequadrat in Balance bringst.

Jedes Modell ist eine Tür zum selben Raum. Zu dir.

Die Frage ist nicht, welches das beste ist. Die Frage ist, welches bei dir gerade am meisten ausgelöst hat.

Wenn jemand aus deinem Umfeld sich in einem dieser Muster wiedererkennen würde, schick ihm die Reihe.

Und schreib mir in die Kommentare, welches Modell deins ist. Ich lese und antworte.

Teil 9 und Abschluss meiner Reihe über die Muster, die uns von innen steuern.

09/08/2026

Deine größte Stärke wird zur Schwäche, sobald du sie übertreibst. Genau dafür gibt es das Wertequadrat.

Jeder gute Wert braucht einen Gegenwert, sonst kippt er in die Übertreibung. Nimm Ehrlichkeit. Ein guter Wert. Aber Ehrlichkeit ohne Taktgefühl wird Rücksichtslosigkeit. Und Taktgefühl ohne Ehrlichkeit wird Heuchelei. Erst beide zusammen halten sich in Balance: ehrlich und taktvoll.

Und so findest du deinen Gegenwert: Schau dir an, was du auf keinen Fall werden willst. Genau deshalb hältst du deinen Wert ja so hoch. In diesem Ungewollten steckt ein Hinweis, denn das Positive am Gegenteil ist dein Gegenwert.

Das Schöne daran: Du musst deinen Wert nicht ändern und nicht kleiner machen. Du musst ihn nur ausbalancieren, nicht zu viel auf einer Seite. Deine Schwäche ist nämlich oft nur deine Stärke ohne Gegengewicht.

Wenn dir jemand einfällt, der sich für seine vermeintliche Schwäche zu hart verurteilt: Schick es ihm.

Und speicher es dir, dann frag dich, welcher deiner Werte gerade einen Gegenwert braucht.

Teil 8 meiner Reihe über die Muster, die uns von innen steuern.

05/08/2026

Warum reden wir oft über das Falsche? Weil in jedem Gespräch das Eigentliche unter Wasser liegt.

Stell dir einen Eisberg vor. Über Wasser nur die Spitze, der größere Teil liegt unsichtbar darunter. Über Wasser ist die Sachebene, das, was gesagt wird, der Anlass. An der Wasserlinie sitzen die Gefühle, ein Teil sichtbar, vieles nicht. Und ganz unten liegen die Bedürfnisse, das, worum es wirklich geht.

Deshalb achte ich als Coach so stark auf Gefühle. Sie sind die Tür unter die Oberfläche.

Ein einfaches Beispiel: Jemand sagt, ich finde das neue Auto doof. Das ist die Sachebene. Darunter steckt vielleicht die Angst, mit dem neuen Auto nicht klarzukommen, etwas kaputtzumachen, Ärger zu bekommen. Das Bedürfnis darunter heißt Sicherheit. Wer nur über das Auto streitet, kommt nie weiter. Wer fragt, was darunter liegt, findet das Thema hinter dem Thema.

Die Frage ist selten: Worüber reden wir? Die Frage ist: Was steckt darunter?

Wenn du jemanden kennst, der gerade an der Oberfläche eines Konflikts festhängt: Schick es ihm.

Und speicher es dir für dein nächstes Gespräch, das nicht weiterkommt.

Teil 7 meiner Reihe über die Muster, die uns von innen steuern.

02/08/2026

Warum eskaliert ein Streit immer auf die gleiche Weise? Weil ihr unbewusst dasselbe Spiel spielt.

Im Dramadreieck gibt es drei Rollen: den Verfolger, den Retter und das Opfer. Das läuft unbewusst, und meistens ist es eine Rolle, die du schon als Kind hattest, in deiner Familie oder in deiner Clique.

Jetzt der Haken: Du steigst fast nie in der Rolle ein, die du eigentlich willst. Du kommst zum Beispiel als Retter rein, lädst dir zu viel auf und stehst am Ende als Opfer da. Ich wollte doch nur helfen, und jetzt macht ihr mich fertig. Der eigentliche Gewinn, der Moment, auf den das ganze Spiel hinausläuft, kommt erst beim Rollenwechsel. Da bekommst du endlich die Rolle, die du die ganze Zeit wolltest.

Warum tun wir das? Weil es sich vertraut anfühlt. Es beweist dir, dass die Welt noch ist wie früher, und das fühlt sich sicher an. Eine Scheinsicherheit, aber eine starke. Deshalb suchen wir uns unbewusst auch genau die passenden Mitspieler.

Das Wichtigste: Es gibt keinen Ausstieg als Held. Der einzige echte Ausstieg ist, früh zu erkennen, was läuft, und auszusteigen, ohne die Rolle zu wechseln. Erwachsen, mit einer ehrlichen Frage, die dem anderen die Tür öffnet, statt das Spiel weiterzudrehen.

Wenn dir gerade zwei Menschen einfallen, die genau dieses Spiel spielen: Schick es ihnen.

Und speicher es dir für den nächsten Streit, der sich anfühlt wie immer.

Teil 6 meiner Reihe über die Muster, die uns von innen steuern.

Adresse

WeheStr. 5
Kierspe
58566

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 19:00
Dienstag 09:00 - 19:00
Mittwoch 09:00 - 19:00
Donnerstag 09:00 - 19:00
Freitag 09:00 - 19:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

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