Renate Rindke

Renate Rindke 💰Online Marketing ⁉️Für Hausfrau und Mutter⁉️

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12/08/2026

Manchmal musste das Familienleben bei uns eben genauso flexibel sein wie die Schifffahrt. 🚢

Unsere Tochter wurde Ende August geboren und für uns stand fest, dass wir sie taufen lassen wollten.

Nur einen passenden Termin zu finden, war gar nicht so einfach. Schließlich konnten wir mit dem Schiff nicht wochenlang warten.

Da hatte unser Pfarrer kurzerhand eine Idee. 😄

Anfang September fand in Datteln wieder das Kanalfest statt. Dort gab es traditionell auch einen ökumenischen Gottesdienst.

„Warum taufen wir sie nicht einfach dort? Dann ist sie getauft, bevor ihr wieder losfahrt.“

Wir mussten nicht lange überlegen und sagten Ja. ❤️

Zufällig war noch eine andere Schifferfamilie da, die wir kannten. Als wir von der geplanten Taufe erzählten, kam die Frage:

„Könnte unser Kind nicht gleich mitgetauft werden?“

Für den Pfarrer überhaupt kein Problem.

Und so wurden aus einer Taufe kurzerhand zwei Schifferkinder, die beim Kanalfest in Datteln gemeinsam getauft wurden. ⛪🚢

Der alte Zeitungsausschnitt erinnert mich heute noch an diesen besonderen Tag.

Und unsere Kinder scheinen sowieso ein Händchen für außergewöhnliche Taufen gehabt zu haben. 😄
Unser Sohn wurde nämlich auch nicht an irgendeinem gewöhnlichen Sonntag getauft, sondern am 24. Dezember in der Schifferkirche. 🎄❤️

Wenn ich heute daran zurückdenke, finde ich: Es musste nicht immer alles perfekt geplant sein.

Manchmal entstanden gerade aus den spontanen Lösungen die schönsten Erinnerungen.

Habt ihr in eurer Familie auch eine Taufe, Hochzeit oder Feier erlebt, die ein bisschen anders war als gewöhnlich? ❤️

11/08/2026

Wenn man so viele Jahre mit einem Schiff verbunden ist, dann ist es irgendwann eben mehr als nur ein Schiff.

Auch bei uns gehörte die Rübezahl einfach zum Leben dazu. ❤️

Und irgendwann hatten wir sogar unsere eigenen Sachen: Tassen, T-Shirts und Sweatshirts mit unserem Rübezahl-Logo.

Das Besondere daran?

Meine Tochter hatte sie für uns gestaltet. 🥰

Und darauf war – und bin – ich wirklich stolz.

Ich mochte unser Logo immer sehr. Es war schlicht, aber trotzdem unverkennbar unsere Rübezahl. 🚢

Die Tasse auf dem Foto stand natürlich auch nicht nur zur Dekoration herum. 😄
Kaffee gehörte an Bord schließlich genauso dazu wie das Wasser unter dem Kiel. ☕🚢

Heute sind diese Sachen für mich schöne Erinnerungsstücke. Denn manchmal hängt an einer einfachen Tasse oder einem alten Sweatshirt viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht.

Es sind Erinnerungen an eine Zeit, an Menschen und an ganz viele Geschichten. ❤️

Und wenn dann auch noch die eigene Tochter ein Stück davon gestaltet hat, ist es gleich doppelt besonders.

Habt ihr auch so ein Erinnerungsstück, das für andere vielleicht ganz gewöhnlich aussieht – für euch aber unbezahlbar ist?

10/08/2026

🚢 Manchmal geht es einfach mittendurch

Es gibt Dinge in der Binnenschifffahrt, die hatte selbst ich noch nicht erlebt. 😄

Einer meiner Mitarbeiter meinte damals zu mir, ich müsse unbedingt einmal dabei sein, wenn wir auf der Lek durch eines der geöffneten Sperrtore fahren.

Normalerweise geht es dort durch die Schleuse – aber wenn das Wehr geöffnet ist, heißt es plötzlich: einfach mittendurch. 🚢

Natürlich wollte ich mir das nicht entgehen lassen.

Und ich muss sagen: Ich fand es richtig spannend.
Wenn man sonst gewohnt ist zu schleusen, ist es schon ein besonderes Gefühl, mit dem Schiff direkt durch so ein gewaltiges Wehr zu fahren.

Diese Sperrtore sind übrigens nicht nur beeindruckend, sondern haben eine wichtige Aufgabe: Mit ihnen wird der Wasserstand reguliert und das Wasser je nach Situation verteilt.

Und gerade jetzt zeigt sich wieder, wie wichtig das ist. Durch die anhaltende Trockenheit und die niedrigen Wasserstände muss genau gesteuert werden, wohin das vorhandene Süßwasser fließt. Bei Hagestein wird derzeit beispielsweise gezielt Wasser durchgelassen, damit das Süßwasser dem eindringenden Salzwasser aus Richtung Meer entgegenwirkt.

Wenn ich heute die Bilder sehe, denke ich aber vor allem:

Gut, dass mein Mitarbeiter damals gesagt hat: „Das musst du dir mal ansehen.“ ❤️

Denn manches kann man sich erklären lassen –
aber selbst erleben ist doch etwas ganz anderes. 🚢

Wer von euch ist schon einmal mit dem Schiff direkt durch ein geöffnetes Wehr gefahren?

09/08/2026

☀️ Einen schönen Sonntag euch allen! ☕🍎

Manchmal sind es die kleinen Geschichten, an die man sich besonders gerne erinnert.

Einer meiner Mitarbeiter wollte ein paar freie Tage machen. Ich dachte, er wäre schon weg, und fuhr morgens zur Rübezahl.

Aber er war noch da – und hatte gerade einen Apfelkuchen für seine Frau gebacken. 🍎

Er meinte zu mir:
„Komm Renate, eine Tasse Kaffee können wir noch zusammen trinken. Möchtest du ein Stück Apfelkuchen?“

Ich antwortete:
„Aber nur, wenn deine Frau nicht schimpft.“ 😄

„Nein, nein“, sagte er – und irgendwann fragte er mich:

„Renate, wie machst du eigentlich deinen Apfelkuchen?“

Meine Antwort kam ziemlich schnell:

„Am liebsten fertig.“ 😂

Es dauerte einen kleinen Moment, bis er verstanden hatte, was ich meinte.

Und dann haben wir beide herzlich gelacht. ❤️

Wenn ich heute meine alten Sonnenbilder von der Rübezahl anschaue, sind es genau solche Momente, die wieder hochkommen.
Eine Tasse Kaffee, ein Stück Kuchen und gemeinsam lachen – manchmal braucht es gar nicht mehr für einen schönen Moment. ☀️🚢

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderschönen Sonntag. ❤️

Und wie macht ihr euren Apfelkuchen – selbst gebacken oder auch am liebsten fertig? 😄🍎

08/08/2026

Manchmal begegnet einem auf dem Wasser etwas, das man so schnell nicht vergisst. 😄🚢

Wer von euch kennt noch die lila Milka-Kuh? 🐄💜

Wir haben dieses ungewöhnliche Boot einmal in Münster getroffen. Und mal ehrlich: So eine riesige lila Kuh auf einem Schiff konnte man wirklich nicht übersehen. 😄

Die Menschen an Bord waren unglaublich nett – und das Beste:
Wir bekamen sogar Schokolade geschenkt. 🍫
Natürlich Milka-Schokolade. Was auch sonst? 😉

Ich fand dieses Boot damals einfach cool. Es war etwas Besonderes und sorgte sofort für gute Laune.

Umso trauriger war die Nachricht, dass das Boot im Januar 2017 im Hamburger Hafen gesunken ist.

Aber die Erinnerung bleibt. 💜
An eine riesige lila Kuh, eine Begegnung in Münster und ein bisschen Schokolade unter Binnenschiffern. 🚢🍫

Wer von euch erinnert sich auch noch an die Milka-Kuh? Vielleicht hat sie ja noch jemand irgendwo auf dem Wasser getroffen?

07/08/2026

Wir hatten es gerade noch durch den gesperrten Kanal geschafft – und dann tatsächlich einmal Glück im Unglück:
Der Kran am Kraftwerk ging kaputt und wir kamen ins Liegegeld.

Die Zeit konnten wir gut gebrauchen, denn neben den Lecks im Laderaum hatten wir auch noch ein Leck im Maschinenraum.

Vier Wochen vergingen vom Zufrieren der Kanäle bis zu dem Moment, an dem wir endlich wieder fahren konnten.

Auf der Werft wurde die Rübezahl auf die Helling gezogen. Bei der Untersuchung sagte ein Mitarbeiter zu mir:

„Frau Rindke, seien Sie froh, wenn Sie mit dem Schiff noch einmal fünf Jahre bekommen.“

Tja... 😄
Danach haben wir noch zweimal die SUK bestanden – und die Rübezahl fährt heute noch.

Doch vorher kam noch ein letzter Schreck: Das Schiff war bereits wieder im Wasser, als mein Mitarbeiter feststellte, dass das Leck im Maschinenraum immer noch nicht dicht war.

Zum Glück hatten wir einen echten Schiffer alter Schule an Bord. Mit Erfahrung, Ideen und Improvisation bekamen wir auch dieses Problem in den Griff.

Wenn ich heute auf diese Wochen zurückblicke, denke ich vor allem daran, wie viele Entscheidungen wir in kürzester Zeit treffen mussten.

Denn manchmal trifft man eine Entscheidung mit dem Wissen, das man in diesem Moment hat. Ändert sich die Situation, muss man eben neu entscheiden.

Vielleicht sage ich deshalb bis heute:

„Es gibt nichts Flexibleres als einen Binnenschiffer.“ 😄🚢

❤️ Das Leben stellt uns immer wieder vor Entscheidungen.
Fällt es dir leicht, deine Entscheidung zu ändern, wenn plötzlich alles anders kommt als geplant?

06/08/2026

Das Wetter wurde leider nicht besser.

Aus den Jahren zuvor wusste ich, dass die schlimmsten Eisprobleme meistens östlich von Münster oder auf den anderen Kanälen auftraten.

Genau darauf hoffte ich auch diesmal.

Kaum waren wir wieder in Nordrhein-Westfalen, bekamen wir eine Kurzreise mit Kohle zu einem Kraftwerk.

Wir luden und fuhren los.

Am nächsten Morgen kam die Ernüchterung.

Auf dem Gangbord stand Wasser.

Das bedeutete:

Wir hatten uns wahrscheinlich ein oder mehrere Lecks eingefahren.

Da ohnehin unsere SUK (Schiffsuntersuchung) anstand, rief ich mehrere Werften an.

Doch überall bekam ich dieselbe Antwort:

Im Moment haben wir keine Kapazitäten.

Also setzten mein Mitarbeiter und ich uns wieder zusammen.

Unsere Überlegung war:

Wenn wir noch eine Reise bekommen, fahren wir noch eine.

Leider wurde das Wetter auch in Nordrhein-Westfalen immer schlechter.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir zwischen zwei Schleusen unterwegs waren.

Der Schleusenmeister fragte mich:

„Wie sieht es draußen im Kanal aus?“

Ich musste ehrlich antworten:

„Nicht gut.“

Von Schleuse zu Schleuse konnte man sehen, wie das Eis immer dicker wurde.

Zum Glück konnten wir schnell laden und uns auf den Rückweg machen.

Doch auch an den Schleusen veränderte sich das Bild.

Die Eisschicht an den Schleusenmauern wurde immer stärker.

Nachdem wir die letzte Schleuse passiert hatten, fragte mich mein Mitarbeiter:

„Sollen wir heute Nacht durchfahren?“

Irgendetwas sagte ihm wohl, dass wir keine Zeit mehr verlieren durften.

Ich antwortete:

„Ja... wenn du das schaffst, dann machen wir das.“

Am nächsten Morgen, gegen 10 Uhr, kam die Nachricht:

Der Kanal wurde gesperrt.

Wir hatten es gerade noch geschafft.

Doch auch damit war diese Geschichte noch lange nicht zu Ende...

Fortsetzung folgt...

❤️ Das Leben stellt uns immer wieder vor Entscheidungen. Dies war eine davon.

Hast du schon einmal gespürt, dass du schnell handeln musst – obwohl du noch gar nicht wusstest, was als Nächstes passieren würde? ❤️
❤️
❤️
❤️
🚢

05/08/2026

Als wir in Hamburg ankamen, wurde der Kran sehr schnell gelöscht.

Wie bereits angekündigt, wurden alle Anschlussladungen storniert.

Mittlerweile war klar:

Bei den angekündigten 15 Grad Minus würden viele Schiffe ihre Ziele gar nicht mehr erreichen.

Wieder mussten wir beraten.

Mein Mitarbeiter war der Meinung, dass wir besser in Hamburg liegen bleiben und abwarten sollten.

Auch die Befrachtungsfirma sagte uns:

„Wenn ihr jetzt nach Nordrhein-Westfalen zurückfahrt, dann auf eigene Kosten.“

Ich verstand diese Bedenken.

Aber ich hatte bereits mehrere Winter auf dem Wasser erlebt.

Ich wusste, wie schnell Gewässer zufrieren können.

Also traf ich eine Entscheidung.

Ich wollte die Rübezahl leer zurück nach Nordrhein-Westfalen bringen.

Mir war bewusst, dass das Risiken mit sich brachte.

Ein leeres Schiff im Eis konnte sich Lecks holen.

Aber ich hoffte, dass die Kanäle in Nordrhein-Westfalen offen bleiben würden und wir dort vielleicht noch die eine oder andere Ladung fahren könnten.

In diesem Moment fühlte sich diese Entscheidung für mich richtig an.

Ich dachte:

Jetzt haben wir das Gröbste hinter uns.

Doch ich hatte mich geirrt.

Die eigentliche Herausforderung sollte erst noch kommen...

Fortsetzung folgt...

❤️ Das Leben stellt uns immer wieder vor Entscheidungen. Dies war eine davon.

Hast du auch schon einmal eine Entscheidung getroffen, obwohl niemand wusste, ob sie richtig oder falsch sein würde? ❤️
❤️
❤️
❤️
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04/08/2026

Wir haben lange überlegt.

Mein Mitarbeiter brachte seine langjährige Erfahrung mit, ich meine damals noch vergleichsweise kurze Erfahrung als selbstständige Schiffsführerin.

Am Ende kamen wir gemeinsam zu dem Schluss:

Wir lassen erst einmal alles so, wie es geplant war.

Schließlich war es schon fast Februar.

Wir hofften, dass sich das Wetter wieder ändern würde.

Also fuhren wir nach Berlin und löschten unsere Ladung.

Anschließend luden wir den Kran für Hamburg.

Zum Glück hatte unser Mitarbeiter noch das Havelpatent. Dadurch konnten wir über die Havel zur Elbe fahren.

Später erzählte er mir etwas, das ich nie vergessen habe.

Wenn seine Informationen stimmten, war sogar ein Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes mit an Bord beziehungsweise begleitete die Fahrt, um die Situation zu beurteilen.

Und noch etwas sagte er:

Wir sollen eines der letzten Binnenschiffe gewesen sein, das die Havel vor der Sperrung noch befahren hat.

Kurz danach wurde die Havel für die Binnenschifffahrt gesperrt.

Das Wetter wurde nicht besser.

Noch bevor wir Hamburg erreichten, rief die Befrachtungsfirma an.

„Wenn das Wetter so bleibt, wird wahrscheinlich keine Kohle mehr nach Berlin verladen.“

Und wieder standen wir vor einer Entscheidung.

Alles, was wenige Tage zuvor so perfekt geplant schien, geriet plötzlich ins Wanken.

Fortsetzung folgt ...

❤️ Das Leben stellt uns immer wieder vor Entscheidungen. Dies war eine davon.

Hast du auch schon erlebt, dass sich ein gut durchdachter Plan von heute auf morgen komplett verändert hat? ❤️
❤️
❤️
❤️
🚢

03/08/2026

❄️ Keiner rechnete mehr mit Eis...

Ich weiß noch genau, wie wir diese Reise angenommen haben.

Zuerst sollten wir nach Berlin fahren. Anschließend wartete schon die nächste Reise auf uns – ein Kran nach Hamburg. Und danach sollten wir Kohle von Hamburg zurück nach Berlin bringen.

Es hörte sich fast perfekt an.

Ende Januar schauten wir – wie immer – ganz genau auf den Wetterbericht.

Zu dieser Jahreszeit bestand immer die Möglichkeit, dass Eis die Schifffahrt beeinträchtigt.

Aber die Wettervorhersage war unauffällig.

Alles war im grünen Bereich.

Also luden wir die Ware und machten uns auf den Weg.

Am nächsten Abend hatten wir in Münster Feierabend gemacht.

Dann klingelte das Telefon.

Es war die Befrachtungsfirma.

„Frau Rindke, im Osten sind plötzlich 15 Grad minus gemeldet worden. Was machen wir jetzt?“
Denn wie wir als Binnenschiffer wissen , bei 15 Grad Minus sind die Gewässer schnell zu gerforen
Ich rief sofort unseren Mitarbeiter an.

Jetzt musste eine Entscheidung getroffen werden.

Fahren wir die Anschlussreise nach Hamburg noch – oder lassen wir sie lieber ausfallen?

Damals ahnte ich noch nicht, dass diese Reise ganz anders enden würde als geplant...

Fortsetzung folgt... ❤️ Das Leben stellt uns immer wieder vor Entscheidungen. Dies war eine davon.

Kennst du das Gefühl, wenn du eine Entscheidung treffen musst, ohne zu wissen, wohin sie dich führen wird? weitergehen


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