30/03/2026
⚡️ KW 13 Marktupdate: Gaspreis hat sich seit Kriegsbeginn nahezu verdoppelt
Drei Wochen nach der Sperrung der Straße von Hormus hat sich die Lage an den Energiemärkten nochmals deutlich verschärft:
👉 Der europäische Gaspreis hat sich seit Beginn des Konflikts nahezu verdoppelt und erreichte am 20. März mit 59,3 EUR/MWh den höchsten Stand seit über drei Jahren.
🔥 Haupttreiber des Preisanstiegs: iranische Raketenangriffe beschädigten die Ras Laffan-Industrieanlage in Katar schwer. Rund 17 % der katarischen LNG-Exportkapazität fallen damit voraussichtlich für 3 bis 5 Jahre aus.
⚠️ Der Angriff wirkte sich auch auf die TTF-Gas-Frontjahre aus: 2027 stieg allein dadurch um 18 %, die Frontjahre 2028 und 2029 um 16 bzw. 6 %. Auch die Strompreise schnellten am vergangenen Donnerstag mit der Eskalation nach oben.
📊 Auffällig: Die Preisanstiege konzentrieren sich auf das Frontjahr 2027. Die Jahre 2028 und 2029 sind deutlich weniger betroffen. Ein Signal, dass die Märkte nicht von einer jahrelangen Eskalation in dieser Intensität ausgehen.
Welche Folgen hat die Sperrung der Meerenge für Deutschland?
📉 Die deutschen Gasspeicher liegen laut Bundesnetzagentur bei nur rund 22 %, etwa 10 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Das Bundeswirtschaftsministerium entscheidet bis mitte April, ob Maßnahmen nötig sind, um die Füllstände für nächsten Winter zu sichern.
👉 Zudem: Der ZEW-Konjunkturindex ist im März von 58,3 auf -0,5 Punkte eingebrochen. Das ist der größte Rückgang seit Februar 2022.
Was heißt das für KMU?
💡 Wer jetzt Energieverträge abschließen muss, trifft auf ein deutlich teureres Marktumfeld. Eine professionelle Beschaffungsstrategie macht den Unterschied.
🤝 wattline hat zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 Tausende Erdgasverträge für seine Mitglieder abgeschlossen, bevor die Preise eskalierten.
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