Baumfreund.Bodenlabor

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Staatlich geprüfter Fachagrarwirt für Baumpflege und Baumsanierung (GFA)
European Tree Technician (ETT) / (European Arboricultural Council)
Board Ceritified Master of Arborist (BCMA) / ISA (International Society of Aboriculture)

27/10/2023

Aspirin, welch ein Welterfolg der Pharmazie!

Schmerzen? Unseren Vorfahren blieb damals nichts anderes, als sich Linderung aus der Natur zu beschaffen. Und genau eine dieser Pflanzen war der Ausgangspunkt zur Synthese des Aspirins, das heute noch den Namen dieser Blume in sich birgt:

Das Mädesüß…

…kein süßes Mädchen!

Die Ursprünge und Herleitungen unserer deutschen Pflanzennamen sind oftmals vordergründig nur schwer nachvollziehbar. Was mag etwa unser allseits bekanntes Mädesüß mit dem süßen Liebreiz eines Mädchens zu tun haben? In diesem Falle gar nichts! Vielmehr ist hier ein alter skandinavischer Name der Pflanze (nordisch: meduwurti) über das niederdeutsche medesoet im Deutschen zu Mädesüß verballhornt worden.
Eigentlich bedeutet der nordische Name zu deutsch Metwurz, haben doch die alten Nordmänner die stark duftenden Blüten ihrem Honigwein (Met) zugesetzt, um diesem einen angenehmen Geschmack zu verleihen. In England kam man auf diesem Wege zur ähnlich klingenden Abwandlung Meadowsweet (wörtlich: Wiesensüß) für unsere schöne Blume.

Blätter wie Ulmen…

Unser Mädesüß ist ein europäisch-asiatisches Florenelement, im Mittelmeerraum allerdings zu antiken Zeiten nicht verbreitet, weshalb es in den antiken Schriften keine Erwähnung findet. In unserer Region kommt die an Bodennässe gebundene Pflanze recht häufig in Auwäldern, an Ufern und in feuchten Wiesen vor. Ihr weiterer Name Rüsterstaude bezieht sich vermutlich auf die Ähnlichkeit der Zähnung ihrer Blattfiedern mit derjenigen von Ulmenblättern (Ulme = Rüster). Jedenfalls nimmt ihre wissenschaftliche Bezeichnung Filipendula ulmaria auf diesen deutschen Namen Bezug.
Der Ursprung des Gattungsnamens Filipendula basiert allerdings auf einer anderen Art, nämlich der Knolligen Rüsterstaude oder Erdeichel (Filipendula hexapetala), wegen deren an langen Wurzelfäden hängenden Knollen (an Fäden hängend: lateinisch: filipendula).
Wichtig (vgl. unten): Vor Jahren kannte die Wissenschaft unserer Blume noch unter dem Synonym: Spiraea ulmaria.

Ein Frauenkraut…

Der süße Duft der Blüten war unseren Vorfahren neben dem Aromatisieren von Met, Bier und Wein auch zum Einreiben ihrer Bienenstöcke von Nutzen, damit die Bienen ihr neues Zuhause leichter annehmen sollten. Alte Namen, wie Allerweltheel (Allerweltsheil) oder Föiwerkraut (Fieberkraut), belegen, dass das Mädesüß bereits seit langer Zeit als Heilpflanze genutzt wird. Insbesondere bei den so genannten Frauenleiden fanden die Blüten ihre Anwendung, vom Volksmund festgehalten durch alte Namensgebungen wie Frauwenkrud oder Bärmutterstrauss.

Aspirin, der Name der Blume…

Wenn sie auch heute nur noch eine recht unbedeutende Rolle in Schul- und Volksmedizin bei grippalen und rheumatischen Beschwerden spielt, so war sie doch der Ausgangspunkt für die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte eines weltberühmten Arzneistoffes. Im Jahre 1839 wurde aus den Blütenknospen des Mädesüßes die Salicylsäure isoliert, benannt nach dem Salicin, einem ähnlichen Inhaltsstoff aus der Rinde einiger Weidenarten (botanische Gattung: Salix). In dem Wissen um die schmerzlindernde Wirkung des Mädesüßes und der Weidenrinde erkannte man diese Substanz schließlich als deren eigentlichen Wirkstoff.
Allerdings hatte die Salicylsäure einige unangenehme Nebenwirkungen. Eine kleine chemische Abwandlung dieses Stoffes im Hause der deutschen Chemiefirma Bayer ergab die Acetyl-Salicylsäure, welche sich als pharmakologisch noch wirksamer und mit weniger Nebenwirkungen behaftet erwies. 1899 brachte Bayer dieses Produkt als neues Schmerzmittel unter der Bezeichnung „Aspirin“ heraus, ein Markenname, der weltweite Beachtung erlangen sollte. Seine Zusammensetzung aus dem „A“ des Wirkstoffs Acetylsalicylsäure und „Spirin“ von Spiraea, soll an diesen alten botanischen Namen der Ausgangspflanze, unser Mädesüß, erinnern.

Fotos und Text: Wolfgang Stein, Saarbrücken

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05/01/2022

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18/08/2021

Die Rechtsumkehrung "in dubio pro reo" wodurch Menschen nun in der Beweispflicht sind nicht krank zu sein, erinnert an die Inquisition. Konnte eine Hexe nicht beweisen keine Hexe zu sein, landete sie auf dem Scheiterhaufen…

Manchmal vergesse ich, dass Gaia mein Zuhause ist. Es sind die Tage, wo die menschenverursachten Zerstörungen sich wie e...
16/07/2021

Manchmal vergesse ich, dass Gaia mein Zuhause ist. Es sind die Tage, wo die menschenverursachten Zerstörungen sich wie eine riesige dunkle Wolke um mich legen. Ist das nicht alles einfach zu verrückt hier?
Dann frage ich mich, ob ich vielleicht auf dem falschen Planeten gelandet bin. Ohnmacht lähmt mich. Wie ein Virus schleicht Fremdheit durch den Körper. Als ob ich vom Leben getrennt wäre. Lohnt sich der Einsatz für eine bessere Welt? Aus dieser gefühlten Getrenntheit heraus: Nein! Die Fakten sind zu strub. Orientiere ich mich an ihnen und der systemtreuen Gefangenschaft der Entscheidungsträger wird mir schwindlig. Und es macht mich zu tiefst traurig.
Wenn menschengemachte Kriege und Zerstörungen in meinem Sein Überhand nehmen, kippt manchmal der Schalter und ich vergesse, dass Gaia, dieser riesige uralte Organismus Erde, mein Zuhause ist. Gaia trägt Milliarden von Jahren der Evolution, Eiszeiten, Schwefelstürme und Sauerstoffexplosionen in sich. Das Leben übertrifft sich immer wieder in seinen farbenträchtigen Formen - eine Künstlerin, die aus dem vorhandenen Material ein neues Meisterstück erschafft. Dieses Leben ist unsere Herkunft und trägt so viel mehr Intelligenz und kreative Kraft in sich als sinnlose Kriege zu inszenieren und die Natur zu zerstören.
Spüre ich diese Traurigkeit, weiss ich, es ist an der Zeit mich Gaia zu öffnen und in diese uralte Verbindung mit dem Leben einzutauchen. Dann lösen sich Konzepte und Getriebenheit auf - menschengemachte Konstrukte, die sich langfristig nicht werden halten können.
Wenn ich auf auf dem Waldboden sitze und mich diesem weiten Wesen hingebe, fühlt es sich an, als ob sich in mir die Zellen neu ausrichten. Mein System lotet sich ein. Dann tauchen Antworten auf Fragen auf, die ich Tage mit mir getragen habe. Zusammenhänge werden klar. Der Rhythmus für ein Projekt wird wieder spürbar. Gaia ist meine Mentorin. Und sie sagt mir andere Dinge als die Zeitungen.
Wie würde die Welt aussehen, wenn Millionen von Menschen aus dieser tiefen Verbindung mit Gaia heraus leben? Welche Projekte entstehen aus der bewussten Zusammenarbeit mit ihr? Was sind die Lösungen, die wir entdecken, wenn wir, Gaia durch uns sprechen lassen?

Unser rationaler Verstand ist nicht das Werkzeug, um diese Fragen zu beantworten. Für eine solche Erkundung ist ein energetischer und emotionaler Ansatz erforderlich. Und wir können wieder lernen, was für indigene Stämme so normal zu sein scheint.

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Future Shaping stands for the ongoing dance of creating life-serving possibilities. A Future Shaper knows that actions, thoughts and feelings shape the field of human possibility – and accepts this challenge of the ongoing weaving of co-creating with Life. Developing projects in alignment with Nat...

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