01/03/2026
Ich habe geglaubt, ich bleibe mein ganzes Leben Single. Turns out: not true.
Aber es hat 24 Jahre gedauert. 24 Jahre Online Dating, Gaslighting, Ghosting, Männer mit narzisstischen Zügen. Ich bin im Auto nach Hause gefahren und habe geheult, vergewaltigungsähnliche Erfahrungen, Tiefpunkte ohne Worte.
Mein erstes Online-Date hatte ich mit 13 Jahren. Dann hat eine lange Suche begonnen, die ich irgendwann aufgegeben habe. Ich hab gedacht: Ich bin beziehungsunfähig. Kaputt.
Was ich nicht gewusst hab: Ich konnte nur nicht sagen, was ich brauche. "Bitte gib mir Luft zum Atmen." "Das tut mir weh." Ich konnte mich nicht verletzlich zeigen – privat und beruflich. Eine "Bindungsstörung" durch Prägungen der Kindheit und Teenagerzeit.
Mit 37 Jahren hat ER mich dann gefunden. Und es hat sich ruhig angefühlt. "Langweilig", dachte ich. Ich war es gewohnt, dass Beziehung aufregend ist – aber nicht auf gute Weise.
Der Wendepunkt: Im Seminar erzählt eine Teilnehmerin, von ihrer Psychotherapeutin hat sie gelernt, eine sichere Beziehung fühlt sich langweilig an, wenn man es nicht gewohnt ist. Auf dem Heimweg haben sich meine Gedanken neu ausgerichtet. Vielleicht stimmt's: Die Ruhe ist nicht langweilig. Die Ruhe ist Heilung.
Jetzt ist es nicht mehr aufregend, ob er mich liebt - es ist aufregend, welche Pläne wir schmieden. Eine ganz andere Ebene.
Das alles wäre nicht möglich ohne jahrelange Arbeit: Mit vielen Berater*innen, aber vor allem Stella, mit Bärbel Wardetzkis Buch "Weiblicher Narzissmus". Mit Menschen, die mir helfen, meine Muster zu sehen und zu durchbrechen.
Wenn du gerade im Schmerz steckst, wenn du glaubst, du bist beziehungsunfähig: gib nicht auf. Du bist nicht kaputt. Du trägst Altlasten mit dir. Prägungen, die du nicht sehen kannst. Aber du kannst sie erkennen und durchbrechen. Du kannst neue Muster aufbauen.
Und dann öffnet sich das Tor zur Liebe.
Meine Reise hat 24 Jahre gedauert. Möge deine kürzer sein.
Wenn du willst, begleite ich dich gern ein Stück.