07/10/2024
Unser Beitrag für den Wettbewerb Weiterentwicklung Martin Luther Platz in Linz.
Der Platz im Platz
Der entsiegelte Platzbereich artikuliert eine von sechs Bäumen beschirmte Bühne. Die beiden Gastgartenbereiche sind prominent positioniert, lassen jedoch jeweils eine Flanierzone vor den Schaufenstern frei. Die Feuerwehrzufahrtszone in der Mitte dient als dritte Bewegungsachse. Außer dem Materialwechsel zwischen Makadam und dem gepflasterten Flanierrahmen gibt es keinerlei Seitenabgrenzung der Gastgärten – frei und locker sind sie in den Platz eingestreut, Fuß an Fuß mit Sitzbänken für jene, die konsumfrei im Schatten sitzen.
Der Kirchplatz
Im Zusammenspiel mit der bereits bestehenden Baumgruppe wird durch ansatzweise geometrisierte Baumsetzungen ein auf das Kirchenportal hin orientierter Platzbereich geschaffen. Es entsteht eine offene Platzmitte, die sich als Kulisse für Hochzeitsfotos, feierliche Prozessionen und Konfirmationsaufstellung anbietet, aber auch für das Pflasterspektakel und als Bewegungsraum für Kinder. Als Kontrast wird gegenüber dem Kirchenportal ein Fontänenbrunnen positioniert, der zu kindlichem Spiel und zur Ausgelassenheit einlädt.
Die Pergola definiert den Kirchgarten
Durch die Ausbildung einer umlaufenden Pergola erhält der Raum südlich des Kirchenschiffs seine eigene Stimmung. Als gartenartig gefasster Bereich ist der Raum Teil des Parks und bildet zugleich eine ruhige, konzentrierte Stimmung aus, die ein wenig an einen Kreuzgang erinnert. Der Bereich kann durch einfache Tore abgeschlossen werden. Der mit Glyzinien, Kletterrosen und wildem Wein bewachsene Pergola-Rahmen erzeugt spezielle Sitzbereiche: Leicht erhöht über dem Park, im Sommer beschattet. Sitzplätze vor der Kirchenfassade laden im Winter zum Sonnenbad ein. Der durch die Pergola gerahmte Bereich bietet die Möglichkeit für die Aufstellung von Tischen bei Festen.