31/05/2026
📚 𝗪𝗶𝗲𝗱𝗲𝗿𝗲𝗻𝘁𝗱𝗲𝗰𝗸𝘁!
Vom eigentlich vergriffenen Buch „Geschlossene Gesellschaft?“ sind einige originalverpackte Exemplare aufgetaucht – eine seltene Gelegenheit für alle, die sich dafür interessieren, wie sich die große Weltgeschichte auf eine Region auswirkt.
𝗪𝗼𝗿𝘂𝗺 𝗴𝗲𝗵𝘁’𝘀?
Im Ersten Weltkrieg entstand bei Knittelfeld ein großes Lager, in dem rund 33.000 russische Kriegsgefangene interniert waren. Nach dem Kriegseintritt Italiens im Jahr 1915 wurde der Großteil der Gefangenen in andere Lager verlegt, die weiter von der Front entfernt lagen. Das Knittelfelder Lager wurde in ein Militärspital umgewandelt, das Platz für etwa 5.000 Kranke und Verwundete bot.
Nach Kriegsende wurden einige Gebäude als Notunterkünfte bzw. Wohnungen genutzt. Der neu entstandene Stadtteil erhielt den Namen Knittelfeld-Neustadt – ein Viertel, das eine besondere Prägung entwickelte. Ab den 1960er-Jahren wurden die Baracken schrittweise abgerissen, um die freiwerdenden Flächen zu parzellieren und neuen Wohnraum zu schaffen.
„Geschlossene Gesellschaft?“ ist eine Spurensuche nach der wechselvollen Geschichte dieses Ortes. Das Buch wurde im Zuge der gleichnamigen Ausstellung im Pumpenhaus des ehemaligen Lagers herausgegeben.
𝗚𝗲𝘀𝗰𝗵𝗹𝗼𝘀𝘀𝗲𝗻𝗲 𝗚𝗲𝘀𝗲𝗹𝗹𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁?
Leykam, Graz 2009
Herausgegeben von Gerhard Dienes und Gundi Jungmeier
Mit einem Vorwort von Emil Brix
Beiträge von Gerhard M. DIENES, Michael SCHIESTL, Kerstin BALOG, Ralf ROTHER, Anita PRETTENTHALER-ZIEGERHOFER, Stefan BRENNER, Martin REICHSTAM, Derek WEBER, Karin THIERRICHTER, Bettina JERNEJ, Alexandra WIESER, Peter TEIBENBACHER, Heinz WALDHUBER, Hans RINOFNER, Friedrich BOUVIER, Heimo HOFGARTNER, Alexander BERGHOLD, Peter EICHBERGER, Gundi JUNGMEIER, Martin KHULL-KHOLWALD, Christine THANNER, Antje ZÖLLER, Christina GOLLOB und Nicole SOMMER
Covergestaltung und Satz: Christian Wiedner
ISBN: 978-3-7011-7652-6
239 Seiten, 87 historische Abbildungen
Originalverpackt
Preis: 18 Euro (zzgl. 5 Euro Versandkosten)
Bei Interesse bitte eine Nachricht als PN oder an [email protected].