20/07/2025
Sunday Morning Coffee: 5 𝐏𝐫𝐚𝐱𝐢𝐬-𝐇𝐚𝐜𝐤𝐬, 𝐝𝐢𝐞 𝐢𝐜𝐡 𝐢𝐧 𝐦𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐁𝐖𝐋-𝐒𝐭𝐮𝐝𝐢𝐮𝐦 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐠𝐞𝐥𝐞𝐫𝐧𝐭 𝐡𝐚𝐛𝐞
Kürzlich fragte mich eine junge BWL-Absolventin, was im Business wichtig sei, man aber nicht an der Uni lernen würde.
Gute Frage – ich war in Eile und mir fielen ad hoc eher globalere Themen ein, ich wollte aber pointierte, handfeste Beispiele bringen.
Exit-Strategie: „Hey, ok, Ich schreibe einen Beitrag dazu, versprochen!“.
Versprochen – gehalten: Also, let’s go. Das sind 5 Learnings aus der Praxis, die damals in meinem BWL-Studium meiner Erinnerung nicht als erfolgskritisch vermittelt oder reflektiert wurden:
1. 𝐕𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞 𝐝𝐢𝐞 𝐰𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐌𝐚𝐜𝐡𝐭𝐬𝐭𝐫𝐮𝐤𝐭𝐮𝐫𝐞𝐧
Organigramme in Organisationen zeigen Hierarchien – aber nicht, wer wirklich entscheidet. Wer Projekte voranbringen will, muss informelle Netzwerke lesen und nutzen können. Eine Erkenntnis, die man nicht früh genug machen kann.
2. 𝐋𝐞𝐫𝐧𝐞, 𝐀𝐦𝐛𝐢𝐠𝐮𝐢𝐭ä𝐭 𝐚𝐮𝐬𝐳𝐮𝐡𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧
In der Praxis gibt es selten schwarz oder weiß – sondern viele Grautöne. Entscheidungen triffst du oft mit 70 % Information. Wer auf Sicherheit wartet, wird überholt. Damals im Studium war das kein Thema – dabei begleitet einen Ambiguität das ganze Leben.
3. 𝐒𝐭𝐫𝐚𝐭𝐞𝐠𝐢𝐞 𝐡𝐞𝐢ß𝐭 𝐚𝐮𝐜𝐡: 𝐍𝐞𝐢𝐧 𝐬𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐤ö𝐧𝐧𝐞𝐧
Nicht jede Chance ist ein Fortschritt. Erfolgreiche Führung bedeutet, bewusst Optionen auszuschlagen – und Ressourcen konsequent auf das Richtige zu lenken. Nein sagen (begründet, nicht willkürlich) wurde einem zu meiner Zeit weder an der Uni noch in der Schule gelehrt.
4. 𝐂𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫𝐞 𝐞𝐚𝐭𝐬 𝐒𝐭𝐫𝐮𝐜𝐭𝐮𝐫𝐞. 𝐈𝐦𝐦𝐞𝐫!
Jeder kennt den Peter Drucker zugeordneten Sager „Culture eats Strategy for Breakfast“. Für Strukturen gilt das ebenso: Strukturen lassen sich bauen – aber Kultur entscheidet, ob sie auch wirklich tragen. Wer Wandel gestalten will, muss verstehen, was Menschen antreibt (oder blockiert). Strukturen alleine anzuschaffen reicht nicht aus, im Studium damals wurde viel zu sehr vermittelt, dass Hierarchie entscheidet.
5. 𝐃𝐚𝐬 𝐰𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐬𝐭𝐞 𝐊𝐚𝐩𝐢𝐭𝐚𝐥: 𝐕𝐞𝐫𝐭𝐫𝐚𝐮𝐞𝐧
Fachwissen öffnet Türen, aber Vertrauen hält sie offen. In einer Zeit von Unsicherheit und Wandel wird die Fähigkeit, Vertrauen zu schaffen, zur absoluten Kernkompetenz. Zumindest in meiner Studienzeit vor 30 Jahren wurde Fachwissen deutlich vor soft skills gereiht. Die Praxis zeigt es anders.
Wie seht ihr das? Was habt ihr in der Praxis gelernt, was auf der Uni kein Thema war?
Und: Das Thema in einer Keynote oder einem Workshop mit dem Team behandeln? Schreibt mir bitte einfach eine DM! Vielen Dank!