01/04/2023
Egal, ob mit oder ohne Verbrennermotor: der LKW hat Zukunft und sichert die Versorgung Österreichs. "Wir sind davon überzeugt, dass klimaneutraler oder sogar CO2-freier Gütertransport in Zukunft möglich sein wird. Mit einfachen Maßnahmen können wir aber schon heute damit beginnen, CO2 zu reduzieren", sagt Markus Fischer, Obmann des Fachverbands Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich. 🚚
Mit folgenden Maßnahmen könnten bereits heute CO2-Einsparungen erzielt werden:
- Abschaffung des Nacht-60ers für LKW: Motoren, die heute in Verwendung sind, verbrennen bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 80 km/h wesentlich effizienter als bei 60 km/h. Mit einer Abschaffung des Nacht-60ers würden CO2-Emissionen deutlich gesenkt.
- Einsatz von Lang-LKW: Ein Lang-LKW ist kein Gigaliner, sondern ein LKW, der sich an das bestehende, zulässige Gesamtgewicht hält. Die Vorteile liegen auf der Hand und kommen vor allem bei großvolumigen Waren zum Tragen. So werden bei gleicher Kapazität nur noch zwei statt drei Zugmaschinen benötigt. Dabei wird eine Treibstoffersparnis von bis zu 25 Prozent erreicht.
- Erhöhung des höchstzulässigen Gesamtgewichts bei schweren Aufbauten: Ein Drittel aller Fahrzeuge hat etwa Ladekräne oder Kippvorrichtungen. Durch eine moderate und technisch unproblematische Gewichtserhöhung um zehn Prozent könnten Lastkraftfahrzeuge effizienter genutzt werden, was erhebliche CO2-Einsparungen bewirkt.
- Einführung von 5-Achs-(Solo)-Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von 40 Tonnen: Derzeit sind es lediglich 32 Tonnen, eine Erhöhung würde ebenfalls signifikante Einsparungen bringen.
- Bundesweite Koordinierung von Fahrverboten: Mit dieser Maßnahme ließen sich viele unnötig gefahrene Kilometer - sogenannte Umwegverkehre - vermeiden.