28/04/2026
Der Versuch mit diesem Welt- Geschehen umzugehen.
Ein Text, der nicht gefallen will. Aber meiner inneren Wahrheit entspricht.
Und vielleicht auch deiner.
𝐈𝐜𝐡 𝐛𝐢𝐧 𝐰ü𝐭𝐞𝐧𝐝, 𝐰𝐞𝐢𝐥 𝐢𝐜𝐡 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐯𝐞𝐫𝐬𝐭𝐚𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐛𝐢𝐧.
𝐔𝐧𝐝 𝐬𝐚𝐠𝐞 𝐍𝐄𝐈𝐍 𝐳𝐮 𝐝𝐞𝐦, 𝐰𝐚𝐬 𝐟𝐚𝐥𝐬𝐜𝐡 𝐥ä𝐮𝐟𝐭.
𝕀𝕔𝕙 𝕓𝕚𝕟 𝕨ü𝕥𝕖𝕟𝕕.
Ich fühle diese brennende Wut in mir, die absolut ned leise ist, sondern in mir oft tobt wie ein Sturm.
Diese Wut kann ich kaum kontrollieren oder dosieren, nicht runterschlucken.
Sie muss raus. Ausgesprochen werden! Sie muss laut werden!
Die Wut in mir stört. Sie ist unbequem.
Sie sucht keinen Raum, in dem sie sein kann, um sich aufzulösen.
Sie nimmt diesen ein, sie möchte gehört werden.
Meine Wut braucht keine Atemübungen. Keine Meditationsmusik. Kein trommeln oder singen.
All dies, was mich sonst reguliert, was mich hält. Auffängt.
Vielleicht spüre ich diese Wut auch so sehr,
weil sie in mir schon immer brodelte.
Viele Jahre lang.
Nicht raus durfte.
Ich musste leise sein. Mich anpassen.
Wie so viele von uns.
Aber damit ist schon lange Schluss.
Weil es mich krank machte.
Ich bin wütend auf diese Welt, die ständig Kommentare abgibt,
analysiert, beschwichtigt- und dabei vergisst zu handeln.
Ich bin wütend auf Systeme, die Ungleichheiten nicht nur zulassen,
sondern erst recht dafür sorgen.
Auf Strukturen, die unecht sind, aber so lange bestehen,
bis man sie normal nennt.
Ich bin wütend, weil ich Frau bin.
Weil Gleichberechtigung noch immer Thema ist,
obwohl es eigentlich Voraussetzung sein sollte.
Weil unser Körper Teil von Politik ist,
unsere Sicherheit nicht gegeben ist,
unsere Stimmen erst dann gehört werden,
wenn wir laut schreien! Unglaublich laut!
Ich bin wütend auf Kriege, auf die Selbstverständlichkeit,
mit der sie Teil unseres Alltags geworden sind.
Auf Nachrichten- Berichte, die kommen und gehen,
während Menschen in diesen Gebieten bleiben müssen. Inmitten von Zerstörung, Angst und Verluste.
Frauen, Familien, Kinder, Männer. Unschuldige!
Kriege, die von Männern iniziiert werden,
um noch mehr Macht, Geld und Wahnsinn zu ernten.
Ich bin wütend auf eine Wirtschaft,
die alles teurer werden lässt, die alles instrumentalisiert.
Auf ein System, dass immer mehr Druck und Angst erzeugt.
Ich bin wütend darauf, wie schnell Verantwortung abgeschoben wird.
Wie wir mit Chaos lernen müssen umzugehen,
wie jeder Einzelne hier funktionieren muss,
während das große System unangetastet bleibt.
Wir müssen lernen all dies auszuhalten.
Ruhig zu bleiben, informiert, runterschluckend.
Leise.
Aber ich war schon immer laut.
Ich habe gelernt, meine innere Wahrheit zu sprechen.
Meine Wut freizulassen.
Bevor sie mich krank macht.
Weil sie verändern möchte.
Aber sie kann nicht alles verändern.
Ich kann nicht alles verändern. Weichen stellen.
So ist sie aber auch nicht sinnlos.
Sie will sagen: Ich bin nicht einverstanden.
Ich sehe, was passiert.
Ich fühle, was passiert.
Ich finde mich nicht damit ab.
Ich sage Nein zu dem, was falsch läuft.
Nein zu dem, was mich klein hält.
Nein zu einer Welt, die sich immer wieder entschuldigt,
aber nicht ändert.
Ich fühle.
Und halte dagegen.
Mit Worten.
Mit Taten.
Mit meiner Haltung.
Und so wünsche ich mir immer mehr Menschen,
die bei sich bleiben.
Bei ihren Werten.
Bei dem, was ihnen wichtig ist.
Zeigen, was sie fühlen.
Sagen, was sie denken.
Dass mehr Wahrheit im Alltag ist,
um nicht in der Masse taub zu werden.
Mehr Leben!
Mehr Leidenschaft!
Mehr Ehrlichkeit!
So braucht es immer ein Hinterfragen.
Ein Luft holen.
Ein für sich da sein in diesem großen Lärm.
Und auch wenn ich in diesem Durcheinander nichts bewirken kann-
So kann ich doch selbstwirksam sein.
Bei mir.
In meinem Leben.
Das verändern, was ich tatsächlich verändern kann.
Für mich sorgen. Für meine Familie.
Damit diese kleine Welt schöner und freundlicher wird,
damit hier beginnt,
was im Außen oft fehlt.
Vielleicht rette ich nicht die Welt,
aber ich kann verhindern, dass sie in mir verloren geht.
𝘈𝘶𝘴𝘻𝘶𝘨 𝘢𝘶𝘴 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘞𝘶𝘵- 𝘞𝘰𝘳𝘵𝘦𝘯 (𝘔ä𝘳𝘻- 𝘈𝘱𝘳𝘪𝘭 𝟤𝟢𝟤𝟨)