Als gelernte Restaurantfachfrau in der Steigenberger Hotel Group war Housekeeping bereits Teil meiner Ausbildung. 2011 kehrte ich als Restaurantleitung der Gastronomie den Rücken und begann eine Karriere in der Qualitätssicherung, bis ich das Team der Qualitätskontrolle als Teamleitung übernahm.
2019 wurde unsere Tochter geboren und die Elternzeit wurde 2022 durch die Geburt unserer Zwillinge ver
längert. In dieser Zeit machte ich mich selbstständig - zuerst nur als proWIN-Beraterin, um die Möglichkeit zu haben, während der Elternzeit etwas dazuzuverdienen. Neben Hausanbau, neugeborenen Zwillingen und einem Kleinkind ereilte meinen Mann ein Schlaganfall - Gott sei Dank nur ein leichter. Dennoch bedeutete das Schwierigkeiten, die erstmal geschultert werden mussten.
2023 wurde dann der jüngste schwerkrank und es folgte ein mehrmonatiger Krankenhausaufenthalt, medikamentöse Therapie und Betreuung. An eine Rückkehr in meinen ursprünglichen Job war erstmal nicht zu denken. 2023 hat uns als Familie, aber auch jedem von uns als Einzelpersonen sehr viel abverlangt - physisch, psychisch und emotional. Ich bin dankbar für die Hilfe, die ich in dieser Zeit erhalten hatte, auch wenn ich teilweise sehr dafür kämpfen musste. Und 2024 wurde zu dem Jahr, in dem es raus aus dem Überlebensmodus gehen sollte - hinein in ein Leben, dem man nicht ständig entfliehen möchte. Ich kehrte also voll in die Elternzeit zurück und erweiterte meine Selbstständigkeit um die Dienstleistung "Haushaltshilfe und Alltagsentlastung". Die Gründe dafür? Ich konnte am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, Hilfe zu brauchen und wie es ist, jemanden zu suchen, der in der Lage ist, diese Hilfe zu bieten. Damit kann ich etwas zurückgeben. Und vielleicht für jemanden genau das sein, was meine Hilfe (danke Mama, danke Elke!) für mich war - in einer Zeit, wo ich kein Licht mehr sehen konnte.