21/11/2024
Die Schlüsselkompetenz der Haushaltshilfen ist Einfühlungsvermögen
Der Ring für Familiendienstleistungen feierte sein 25jähriges Bestehen.
Bad Neustadt, 08.11.2024.
Bereits am Eingang zum fränkischen Hof konnte man auf dem Aufsteller lesen, dass die 76 selbständigen Hauswirtschafterinnen vom Ring für Familiendienstleistungen (FD-Ring) ihr 25jähriges Vereinsjubiläum feiern. Festlich dekoriert hatten sie hierzu den Festsaal in der Scheune. Zu den Gratulanten gehörten stellvertr. Landrätin Eva Böhm, Angelika Ochs vom Caritasverband, Oliver Kröner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (auch in Vertretung für die Hauswirtschaftsschule in Bischofsheim) und Pia Sonne-Lömar die 1. Vorsitzende vom HWF Bayern.
Sie unterstützen Familien in Notsituationen, betreuen die Kinder und machen mit ihnen Hausaufgaben oder backen gemeinsam, bereiten das Essen zu, pflegen die Wäsche, reinigen den Lebensbereich, pflegen den Garten, gehen zum Einkaufen oder mit zum Arzt und vieles mehr. Sie erledigen eben alle Aufgaben, die nötig sind, um die Abläufe in einer Familie aufrechtzuerhalten, wenn ein Elternteil wegen Krankheit, Schwangerschaft, etc. verhindert ist.
Vor 25 Jahren gründete sich der Ring für Familiendienstleistungen, mit maßgeblicher Unterstützung vom Maschinen- und Betriebshilfsring Rhön-Grabfeld und der Hauswirtschaftsschule in Bischofsheim. Die Gründungsmitglieder Ingrid Merkl, Claudia Geißler, Ingrid Damm, Christl Manger und Sigrid Reder sind heute noch im Verein.
Der FD-Ring deckt mittlerweile die Landkreise Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen, Arnstein, Haßberge, Gerolzhofen, Kitzingen, Ochsenfurt und Schweinfurt ab. Überall sind die ausgebildeten Fachkräfte unterwegs, um in Haus, Hof oder Wohnung den Menschen unter die Arme zu greifen, die sich in einer Notlage befinden.
Die 76 Mitglieder, allesamt Hauswirtschafterinnen, Erzieherinnen, Dorfhelferinnen oder Kinderpflegerinnen leisteten im vergangenen Jahr in über 317 Einsätzen über 17.000 Stunden im Rahmen der Haushaltshilfe bzw. in Einsätzen der zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen.
Stellv. Landrätin Eva Böhm zeigte sich begeistert vom breiten Angebot des Ring für Familiendienstleistungen und unterstrich die Notwendigkeit der Erbringung von Haushaltshilfeleistungen in den Familien. Im Namen des Landkreises Rhön-Grabfeld überbrachte sie ihre Glückwünsche zum Jubiläum.
Angelika Ochs Vorständin vom Caritasverband des Landkreises Rhön-Grabfeld sieht den Ring für Familiendienstleistungen als unschätzbare Stütze. Sie unterstreicht, dass der FD-Ring keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zum Angebot der Caritas ist. In vielen Haushalten ist die Caritas parallel zu den Hauswirtschafterinnen vom FD-Ring im Einsatz. Die von der Caritas angebotenen Schulungen werden ebenfalls vom FD-Ring genutzt und umgekehrt. Beides wird gebraucht der FD-Ring und die Caritas. Eine menschenwürdige Versorgung und Pflege kann nur gemeinsam erbracht werden, so Angelika Ochs.
Pia Sonne-Lömar, 1. Vors. vom Dachverband HWF Bayern ist stolz auf die Fachfrauen aus und für die Region, die seit 25 Jahren für- und miteinander zusammenarbeiten. Ohne gegenseitiges Vertrauen wäre der FD-Ring nicht denkbar. Achtsamkeit ist die große Stärke des Vereins im Umgang mit seinen Kunden.
Behördenleiter Oliver Kröner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ist die Nachwuchsgewinnung in der Hauswirtschaft ein großes Anliegen. Die Nachfrage im hauswirtschaftlichen Bereich kann nicht immer voll abgedeckt werden. In besonderen emotionalen Lebenssituationen unterstützen die hauswirtschaftlichen Fachkräfte des FD-Ring die Familien. Hier sind mehr als hauswirtschaftliche Dienstleisterinnen gefordert. Seiner Ansicht nach ist die Schlüsselkompetenz: Einfühlungsvermögen. Die 1. Vors. des FD-Ring Johanna Wurster und Einsatzleiterin Rita Brosch vom Maschinen- und Betriebshilfsring Rhön-Grabfeld führen eine Managerfunktion in der Vermittlung der 76 Fachkräfte aus. Die Hauswirtschaftsschulen in Bischofsheim, Kitzingen und Schweinfurt bieten die zweijährige Ausbildung im 2-Jahres-Turnus an. Neu im Angebot ist ein 10tägiges Unternehmensentwicklungsmodul für ausgebildete Hauswirtschafterinnen, um den Schritt in die Selbständigkeit zu erleichtern.
Die 1. Vors. Johanna Wurster bedankt sich bei Michaela Müller für die 17jährige Tätigkeit als 1. Vorsitzende des FD-Ring von 2004 bis 2021 und bei Christine Manger 1. Vorsitzende von 1999 bis 2004. Weiterhin bedankt sie sich insbesondere bei der Geschäftsführerin des Maschinenring Rhön-Grabfeld und bei Rita Brosch für die langjährige erfolgreiche und gute Zusammenarbeit. Ebenfalls erwähnt sie den wertvollen Dienst aller Vermittlerinnen in den jeweiligen Maschinenringbüros in den einzelnen unterfränkischen Landkreisen. Ohne diese wertvolle Arbeit, wäre der FD-Ring in den letzten 25 Jahren nicht so erfolgreich gewesen.
Zu guter Letzt überbringt Maschinenring-Geschäftsführerin Elke Schrenk die herzlichsten Glückwünsche an den FD-Ring im Namen des ganzen Maschinen-und Betriebshilfsring Rhön-Grabfeld. Der Kern des FD-Rings sind die Mitglieder, die mit viel Herzblut, Eigeninitiative und Einfühlungsvermögen die Familien in den jeweiligen Einsätzen betreuen.
www.fd-ring.de