31/05/2026
Wie baut man eine nachhaltige Premium-Holzhaussiedlung direkt an der Hochwasserlinie der Ahr, ohne die Bausubstanz zu gefährden?
Bei diesem anspruchsvollen Projekt in Bad Neuenahr-Ahrweiler traf visionärer Klimaschutz auf extremen Hochwasserschutz. Die Mehrfamilienhäuser wurden ab der Bodenplatte komplett im Holzbau errichtet (CO₂-neutral, ressourcenschonend, PEFC-zertifiziert).
Unsere Aufgabe? Rein die Bauüberwachung (Leistungsphase 8). Wenn Holzbau auf Wasser trifft, entscheidet die Millimeterarbeit auf der Baustelle über den langfristigen Werterhalt.
Die bautechnischen Highlights im Überblick:
💧 HQ100-Absicherung: Aufgrund der Nähe zur Ahr wurden die Gebäude bis zur Hochwasserlinie mit Flüssigkunststoff und Stahleinlagen wasserdicht ausgeführt. Fenster und Türen erhalten im Ernstfall mobile Hochwasserschotts.
🚗 Tiefgarage als Retentionsfläche: Ein hybrides Entlastungskonzept. Die Tiefgarage ist gezielt flutbar, zu den Wohngebäuden hin aber absolut wasserdicht abgeschottet – unter anderem durch Spezialtüren mit Treibriegeln und Sonderdichtungen (unsere „U-Boot-Türen“).
🔊 Komplexe Bauphysik: Trotz der massiven Abdichtungen wurden die erhöhten Anforderungen an den Schall- und Wärmeschutz zwischen den einzelnen Wohneinheiten lückenlos eingehalten. Das war eine echte Herausforderung im Holz-Mehrfamilienhaus.
Das Projekt beweist: Nachhaltigkeit und Hochwasserresilienz schließen sich nicht aus, wenn die hochkomplexen Schnittstellen in der LP5 gut durchdacht und in der LP8 kompromisslos überwacht werden.
🔗 Mehr Fotos und Details zum Projekt finden Sie über den Link in unserer Bio (oder in den Kommentaren).
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Haben Sie bei Ihren Projekten in kritischen Hochwasserlagen bereits ähnliche hybride Ansätze realisiert ? Oder vllt. ganz andere Ansätze umgesetzt?
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