23/07/2026
Letzten Sommer saß ich in einer Strandbar in der Normandie, der Himmel färbte sich rosa, und mein erster Griff ging zum Handy. Ich wollte den Moment festhalten, bevor ich ihn überhaupt gespürt hatte.
In diesem Sommer mache ich es anders:
Ich nehme mir in den Ferien bewusst weniger Social Media vor. Und während meines Urlaubs poste ich gar nicht. Die Apps bleiben zu. Kein Storytelling über das Frühstück, kein schneller Blick zwischen zwei Sätzen, keine innere Stimme, die fragt, ob das hier gerade postbar wäre.
Ich plane auch nichts vor, denn das würde mir noch kurz vor dem Urlaub zusätzlichen Stress bereiten.
Warum ich das erzähle? Weil ich täglich mit Frauen arbeite, die nach außen funktionieren und innen das Gefühl haben, ständig „on“ zu sein. Im Job, im Kopf, am Display. Genau diese Daueranspannung kostet die Klarheit, nach der sie sich sehnen.
Klarheit entsteht in der Stille. Im Moment, den ich nicht dokumentiere, sondern erlebe. In der Langeweile, die plötzlich Platz für einen Gedanken macht, den der Algorithmus sonst übertönt hätte.
Ich glaube nicht, dass ich Menschen Gelassenheit beibringen kann, während ich selbst alle paar Minuten nach Bestätigung greife. Also gehe ich voran.
Wenn du in den nächsten Wochen weniger von mir liest: Das ist kein Versehen. Das ist die Übung.
Und vielleicht ist es eine Einladung an dich, es auch einmal zu wagen. Was würdest du spüren, wenn das Handy für eine Woche unten bliebe?
Bis bald. Klar und gelassen ☀️🧘♀️