Frank Rzeppa Familienforschung

Frank Rzeppa Familienforschung Qualifizierte Familienforschung spannend erzählt, verständlich geschrieben, wissenschaftlich fundiert

Heute in unserer direkten Nachbarschaft in Moabit: Die Verlegung von Stolpersteinen für 11 jüdische Verfolgte des Nazite...
08/03/2026

Heute in unserer direkten Nachbarschaft in Moabit: Die Verlegung von Stolpersteinen für 11 jüdische Verfolgte des Naziterrors. Große Anteilnahme der Nachbarschaft (gut 80 Personen). Einen großen Dank an die Initiatoren, die heute in dem Haus wohnen und den Chor, der die Verlegung angemessen musikalisch begleitet hat! Eine schöne Zeremonie und ein angemessenes Gedenken. Auch eine Mahnung für heute: Nie wieder dürfen wir menschenverachtende Politiker*innen an die Macht lassen, seien es (heutige) N***s, Faschisten oder andere!

Unangenehmer Erfolg einer Familienforschung:
12/12/2025

Unangenehmer Erfolg einer Familienforschung:

Aww.

Gestern: Ein schöner Besuch im sehr großen und modernen Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde - hier das großzügig gestalt...
28/11/2025

Gestern: Ein schöner Besuch im sehr großen und modernen Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde - hier das großzügig gestaltete und kommunikative Forum.

Eine gelungene Gedenk-Aktion gestern in Moabit: Stolpersteine putzen mit dem DGB-Kreisverband Berlin-Mitte. Vielen Dank ...
10/11/2025

Eine gelungene Gedenk-Aktion gestern in Moabit: Stolpersteine putzen mit dem DGB-Kreisverband Berlin-Mitte. Vielen Dank an die Organisator*innen!

Die Deportationen von jüdischen Mitbürger*innen. Sie geschahen in aller Öffentlichkeit. Sie waren bekannt, sie wurden ge...
10/11/2025

Die Deportationen von jüdischen Mitbürger*innen. Sie geschahen in aller Öffentlichkeit. Sie waren bekannt, sie wurden gesehen und sogar fotografiert. Das Projekt "Last seen - Bilder der NS-Deportationen" dokumentiert dies eindrücklich:

Hunderttausende Menschen wurden während der NS-Zeit aus Deutschland in Ghettos und Konzentrationslager verschleppt. Die Deportationen waren für alle sichtbar – und wurden auch fotografiert. Das Projekt seen will das dokumentieren.

Zu Gast im Maschinenraum des modernen Archivwesens: Abteilung Digitalisierung - im Rahmen einer spannden Führung durch d...
20/10/2025

Zu Gast im Maschinenraum des modernen Archivwesens: Abteilung Digitalisierung - im Rahmen einer spannden Führung durch das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem (https://gsta.preussischer-kulturbesitz.de).
Ich kann es nicht oft genug betonen: Alte Archivalien, modernes Archiv, hilfsbereites und freundliches Personal! ❤️

Eine schöne Festveranstaltung in Berlin: 100 Jahre Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen VFFOW (https://v...
20/10/2025

Eine schöne Festveranstaltung in Berlin: 100 Jahre Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen VFFOW (https://vffow.de)! Spannende Begegnungen und hochinteressante Vorträge sowie eine gelungene Feier zusammen mit unseren deutschen und polnischen Partnervereinen! Familienforschung + Völkerverständigung! Wunderbar!

Meine neue Werbepostkarte ist endlich da! Viele Nachgeborene fragen sich: "Was haben meine Vorfahren eigentlich in der N...
15/10/2025

Meine neue Werbepostkarte ist endlich da!
Viele Nachgeborene fragen sich: "Was haben meine Vorfahren eigentlich in der NS-Zeit oder im II. Weltkrieg gemacht?" Ich helfe die Antworten zu finden!

13/10/2025

Sehr gutes Museum!

Das Deutsche Historische Museum in Berlin ist Deutschlands nationales Geschichtsmuseum.

Ein aufklärender Post rettet meinen Historiker-Morgen! 🤗Allerdings: Rechtsextreme haben sich schon immer eine für ihre Z...
23/09/2025

Ein aufklärender Post rettet meinen Historiker-Morgen! 🤗
Allerdings: Rechtsextreme haben sich schon immer eine für ihre Ziele passende Geschichte selbst gestrickt, jenseits der historischen Fakten. DAS hat wirklich Tradition!

Sehr geehrter Banner-Besitzer,

mit ehrlichem Staunen habe ich Ihr Transparent „Willkommen in Cunnersdorf – Deutsches Dorf seit 1299“ betrachtet. Wirklich bemerkenswert, wie Sie 700 Jahre Geschichte in einem einzigen, aber falschen Schlagwort unterbringen.

Darf ich? Eine kleine historische Reise, ganz ohne Eintrittspreis:

1299 – kein „Deutschland“, sondern das Heilige Römische Reich, ein Flickenteppich aus Herzogtümern, Grafschaften, Reichsstädten und geistlichen Fürstentümern. Cunnersdorf lag im Einflussbereich des Markgrafentums Meißen. Von einem „deutschen Dorf“ sprach damals niemand. Die Bauern hier mussten eher Abgaben an den Burgherren oder die Kirche entrichten.

14.–15. Jahrhundert – die Region gehörte wechselweise unter die Oberhoheit verschiedener Wettiner Linien. „Identität“ hieß damals nicht „Deutsch“, sondern „Untertan von XY“. Und wehe, der Herr wechselte – dann war man plötzlich „von einem anderen Schlag“.

16. Jahrhundert – die Reformation kam. Erst Katholisch, dann Lutherisch. Plötzlich andere Gottesdienste, andere Riten, andere Zugehörigkeiten. Identität war Religion, nicht Nation.

17. Jahrhundert – der Dreißigjährige Krieg verwüstete die Region. Schwedische, kaiserliche, sächsische, böhmische Truppen marschierten durch. Wer gerade „Herr im Dorf“ war, wechselte schneller als Sie ein Banner aufhängen können.

18. Jahrhundert – Sachsen verbündete sich mal mit Polen, mal mit Frankreich, mal mit Österreich, später mit Preußen. Identität war wechselnde Machtpolitik, keine „deutsche Beständigkeit“.

19. Jahrhundert – erst 1871 entsteht das Deutsche Kaiserreich. Da war Ihr „deutsches Dorf“ schon fast 600 Jahre alt. Also: In Wahrheit existierte Cunnersdorf sehr lange ohne Deutschland.

20. Jahrhundert – zwei Weltkriege, NS-Diktatur, Zerstörung Dresdens, sowjetische Besatzung, DDR. Und danach die Bundesrepublik, Wiedervereinigung, EU-Mitgliedschaft. Jede Epoche brachte neue Gesetze, Herrschaften, Werte, Gesellschaftsbilder. "Identität" war immer im Fluss – und das ist normal.

Gesellschaft verändert sich. Herrschaften, Religionen, Staaten, ja sogar Grenzen. Die Idee, Cunnersdorf sei „schon immer“ ein „deutsches Dorf“, ist so haltbar wie ein Butterfass im Hochsommer.

Wenn es etwas gibt, das Ihre Dorfgemeinschaft wirklich „seit 1299“ auszeichnet, dann ist es die Fähigkeit, sich immer wieder anzupassen – an neue Strukturen, neue Ideen, neue Lebensweisen. Vielfalt und Wandel sind die eigentliche Tradition.

Ihr Banner aber tut so, als hätte Cunnersdorf in einer geschichtlichen Zeitblase existiert, als gäbe es einen unveränderlichen, „deutschen“ Kern. Historisch gesehen ist das schlicht falsch. Und ehrlich gesagt: auch ein bisschen peinlich.

Mein Vorschlag: Tauschen Sie das Banner gegen eines aus, das die Wahrheit feiert:
„Willkommen in Cunnersdorf – seit 1299 im Wandel. Offen, vielfältig, lebendig.“
Das wäre nicht nur korrekt, sondern auch zukunftstauglich.

Mit antifaschistischen Grüßen,
VEB - Meme und Sinnbildkarikaturen

PS:

1299 war die Amtssprache in Urkunden Latein, nicht Deutsch – da stand also eher „villam Conradesdorph“ o. ä. als „deutsches Dorf“.

Ein weiterer Hinweis: Falls Sie die Schwabacher Fraktur als Ausdruck von „Tradition“ betrachten – die wurde im NS-Staat erst großflächig verordnet und 1941 ironischerweise wieder verboten, weil sie als „Schwabacher Judenletter“ diffamiert wurde.
Auch hier also: historische Fehldeutung.

Phillip Scheidemanns demokratisches Vermächtnis ist unsere Verpflichtung: Wir werden uns die Demokratie in Deutschland n...
15/09/2025

Phillip Scheidemanns demokratisches Vermächtnis ist unsere Verpflichtung: Wir werden uns die Demokratie in Deutschland nicht noch einmal von Rechtsextremisten und ihren Steigbügelhaltern wegnehmen lassen!

„Es lebe das Neue!“
…, rief Philipp Scheidemann von einem Balkon des Reichstagsgebäudes in Berlin aus. Worte, die 1918 das Ende der Monarchie und gleichzeitig den Beginn der ersten gesamtdeutschen Demokratie markierten. Und auch wenn diese Staatsform für uns inzwischen nichts mehr „Neues“ darstellt, scheint es gerade in der heutigen Zeit nicht verkehrt zu sein, an ihre Bedeutung zu erinnern. 2007 haben die Vereinten Nationen den 15. September als Internationalen Tag der Demokratie ins Leben gerufen. Um den demokratischen Grundgedanken zu festigen. Um die Grundsätze zu fördern, aufrechtzuerhalten und zu verteidigen. Ein geeigneter Tag also, um auch Philipp Scheidemann zu gedenken, dessen Taufe im Kirchenbuch der Altstädter Gemeinde in Kassel zu finden ist.

06/08/2025

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Berlin
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