25/08/2026
Forschung braucht Räume mit Klarheit. 🧑🔬
Mit dem Forschungsneubau des Instituts für Ernährungswissenschaft der Universität Potsdam entsteht auf dem Gelände des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung ein kompakter, dreigeschossiger und vollunterkellerter Baukörper mit Flachdach, der sich um einen kleinen Innenhof organisiert. Der Neubau verbindet die funktionalen Anforderungen eines modernen Laborgebäudes mit einer sensiblen Einbindung in den landschaftlich geprägten Bestand.
In seiner Setzung orientiert sich das Gebäude an den vorhandenen Baufluchten und rückt zugleich von der Grundstücksgrenze ab. So fügt es sich selbstverständlich in den bestehenden Baumbestand ein. Die Grundrissorganisation folgt dem Charakter eines technisch geprägten, flexibel nutzbaren Laborgebäudes: Um den Innenhof herum sind die Laborbereiche angeordnet, an der Westseite die zugehörigen Büroflächen. Vom Foyer aus werden zwei Haupttreppenhäuser sowie ein Aufzug in direkter Sichtbeziehung erschlossen und ermöglichen eine klare innere Orientierung.
Die architektonische Erscheinung wird durch eine differenziert gestaltete Lochfassade geprägt. Unterschiedliche Fensterformate bilden die verschiedenen Nutzungen im Inneren ab und nehmen zugleich Bezug auf die Gestaltungssatzung des Ortsteils Bergholz-Rehbrücke. Vorgesehen ist eine gelbgraue Klinkerfassade.
Auch das Freianlagenkonzept reagiert sensibel auf den Bestand: Geschwungene Wegeführungen orientieren sich am Wurzelraum der Großbäume, Gitterrostkonstruktionen schützen sensible Bereiche, und Regenwasser wird auf dem Grundstück versickert. Ergänzt wird das Konzept durch eine durchgängig barrierefreie Erschließung mit stufenlosen Zugängen, taktilen und kontrastierenden Elementen sowie einem Aufzug, der alle Geschosse verbindet.
📐 heinle wischer
🏗️ Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen - BLB