Unabhängige Futterberatung für Pferde - Laura Köhl

Unabhängige Futterberatung für Pferde - Laura Köhl 🐴 unabhängige Beraterin für Pferdefütterung und Fütterungsmanagement
🌱 individuell, wissenschaftlich, fair

📚🙌 Dunkle Zeit des Jahres = Fortbildungszeit ❗️Am 05. November bin ich beim Reit- und Fahrverein Alfter e.V. für einen z...
20/09/2023

📚🙌 Dunkle Zeit des Jahres = Fortbildungszeit

❗️Am 05. November bin ich beim Reit- und Fahrverein Alfter e.V. für einen zweistündigen Vortrag zum Thema "Equines Asthma" zu Gast ❗️

Atemwegserkrankungen bei Pferden sind heutzutage weit verbreitet und stellen ein bedeutendes Problem dar. Neben den Möglichkeiten zur Diagnostik von equinem Asthma beleuchten wir auch die Auswirkungen dieser Erkrankung auf das Wohlbefinden unserer Pferde. Wir erörtern die verschiedenen Aspekte der Therapie und diskutieren bewährte Managementstrategien im Bereich von Haltung, Fütterung und Training. Sowohl neueste wissenschaftliche Erkenntnisse als auch bewährte praxisnahe Ansätze werden präsentiert, um Pferdebesitzern ein umfassendes Verständnis für dieses Thema zu vermitteln.

Anmelden könnt ihr euch per Mail unter [email protected] oder mittels Anmeldeformular auf der Homepage des RuF Alfter (➡️ www.ruf-alfter.de) bis zum 29. Oktober.

Ich freue mich auf euch! 🤗

Heute will ich einfach nur Danke sagen! 🐴💕 Und dieser Dank geht an meine fantastischen Kunden! Ihr und eure Vierbeiner s...
19/09/2023

Heute will ich einfach nur Danke sagen!

🐴💕 Und dieser Dank geht an meine fantastischen Kunden! Ihr und eure Vierbeiner seid das Herzstück meiner Futterberatung und ich bin unglaublich dankbar für das Vertrauen, welches ihr mir entgegenbringt.

🌾🥕 Ich bin sind stolz darauf, jedem Einzelnen von euch beratend zur Seite zu stehen und euch bei der Optimierung der Fütterungs- und Haltungsbedingungen eurer Pferde zu unterstützen. Gemeinsam machen wir so die Welt eurer Pferde jeden Tag ein bisschen besser!

📚🚀 Eure Fragen, euer Feedback und euer unermüdlicher Verbesserungswille pro Pferd sind mein Ansporn, immer besser zu werden. Auch ich darf von euch lernen und gemeinsam wachsen wir manchmal dabei auch über uns hinaus.

💪❤️ Ich freue mich darauf euch und eure Pferde weiterhin auf eurer gemeinsamen Reise begleiten und fantastische Ergebnisse sehen zu dürfen. Ihr habt einen unermüdlichen Willen gepaart mit viel Durchhaltevermögen. Tretet ab und zu mal einen Schritt zurück, schaut, wie weit ihr schon gekommen seid und klopft euch selbst auf die Schulter.

👋🐴 Ebenso bin ich gespannt darauf noch viele weitere Menschen und Pferde kennenzulernen und mich an der ins Gesicht geschriebenen Erkenntnis der Pferdebesitzer zu erfreuen, nachdem ich eure Fragen rund um Fütterung, Haltung und Training beantwortet habe.

In diesem Sinne - eure Laura ❤️

25/05/2023

Die Aussagekraft von Haarmineralanalysen beim Pferd - Mythen und Realität

Haaranalysen werden oft als Diagnoseinstrument für den Nährstoffstatus von Pferden angepriesen. Es wird behauptet, dass diese Aufschluss über mögliche Mängel, Toxizitäten oder Ungleichgewichte im Körper liefern können. Doch wie aussagekräftig sind sie tatsächlich?

Die Methodik basiert auf der Annahme, dass Mineralien und Spurenelemente im Haar die allgemeine Nährstoffversorgung des Pferdes widerspiegeln. Durch die Untersuchung von Haarproben soll Rückschluss auf den Nährstoffstatus gezogen werden können.

Bekannt ist, dass die Zusammensetzung von Pferdehaaren regional unterschiedlich sein kann, abhängig von den Bodenwerten und dem Futterangebot. Ebenso können genetische Variationen zwischen Pferderassen zu Unterschieden in der Haarzusammensetzung führen. Dies bedeutet, dass zwei Pferde mit unterschiedlicher Zusammensetzung der Haare nicht zwangsläufig eine unterschiedliche Nährstoffversorgung aufweisen.

Hinzu kommt, dass Pferde Nährstoffe prioritätsbezogen nutzen. So verfügt der Körper des Pferdes über ein komplexes Regulationssystem, welches sicherstellt, dass die lebenswichtigen Organe und Gewebe zuerst mit Nährstoffen versorgt werden. Es ist daher fraglich, ob der Nährstoffgehalt im Haar eine zuverlässige Darstellung der tatsächlichen Nährstoffversorgung im Körper des Pferdes darstellt.

Eine kritische Betrachtung der wissenschaftlichen Literatur zeigt zudem, dass es nicht ausreichend Daten gibt, um Haaranalysen als verlässliche Methode zur Bewertung des Nährstoffstatus beim Pferd bezeichnen zu können. Studien, die durchgeführt wurden, um Referenzwerte für die Haarzusammensetzung zu etablieren, konnten keine eindeutigen Ergebnisse liefern.

Haaranalysen beim Pferd sollten daher mit Vorsicht betrachtet werden. Regionale Unterschiede, genetische Variationen, prioritätsbezogene Nährstoffnutzung sowie das Fehlen wissenschaftlicher Validierung und Referenzwerte stellen die Aussagekraft in Frage. Eine auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Rationsberechnung, die eine individuell angepasste Fütterung ermöglicht, und ist daher immer noch die zuverlässigste Methode, um sicherzustellen, dass das Pferd mit allen Nährstoffen versorgt wird, die es benötigt.

11/04/2023

There it is 🎉🎉 Meine erste Veröffentlichung 🥳

Ab sofort könnt ihr dieses von mir verfasste Merkblatt zum Thema Equines Asthma im Onlineshop des Tierwissenschaftliches Instituts von Unabhängige Futterberatung Conny Röhm zu einem selbst gewählten Preis
erwerben (➡️ https://twi.academy/produkt/informationsbroschuere-equines-asthma/). Der Erlös wird an den Klepperstall e.V. Pferdeschutzhof gespendet, der nach der Flutkatastrophe vor zwei Jahren vielen betroffenen Pferdebesitzerin unter die Arme gegriffen hat.

In dieser Broschüre bekommt ihr einen Überblick über die Ursachen von equinem Asthma sowie die Behandlungsmöglichkeiten und die daraus resultierenden Anforderungen an die Fütterung von Pferden, die unter equinem Asthma leiden. Insbesondere werden die beiden in der Praxis gebräuchlichen Behandlungsmethoden von Heu (Wässern & Bedampfen), die häufig bei der Fütterung von Pferden mit equinem Asthma Verwendung finden, gegeneinander abgewogen. So werden die Vor- und Nachteile der beiden Methoden beleuchtet, sowie die daraus resultierenden Bedürfnisse an eine bedarfsgerechte Pferdefütterung erörtert.

Schlundverstopfung - was ist das eigentlich? Bei einer Schlundverstopfung kommt es zu einer Passagestörung des Nahrungsb...
08/02/2023

Schlundverstopfung - was ist das eigentlich? Bei einer Schlundverstopfung kommt es zu einer Passagestörung des Nahrungsbreis in der Speiseröhre. Häufig zeigen betroffene Pferde 🐴Nasenausfluss mit Futter, halten den Kopf tief und husten 😮‍💨 oder schnauben. Durch Einatmen von Futterbestandteilen kann es im schlimmsten Fall zu Lungenentzündungen 🫁 kommen.

Eine akute Schlundverstopfung ist immer ein Fall für den Tierarzt 🥼🩺! Um es allerdings gar nicht so weit kommen zu lassen, können ihr selbst einiges beachten:

🌟Futtermittel mit Quellpotential - wie z.B. Heucobs, Rübenschnitzel, Lein- oder Flohsamen -ausreichend lange und mit genügend Wasser 💧 einweichen lassen (Tipp: schneller geht es mit warmem 🌡️ Wasser)

🌟 Bei hastig 💨 fressenden Pferden Strukturkomponenten wie Grünhafer oder Luzernehäcksel beimischen. Es empfiehlt sich hier mindestens 30% Strukturfutter in die Kraftfutterration beizumengen, um einen Effekt zu erzielen.

🌟Bei einigen Pferden kommen Aussackungen an der Speiseröhre vor, in denen sich der abgeschluckte Futterbrei sammelt. Dies führt dann häufig zu wiederkehrenden Schlundverstopfungen und eine dauerhafte, ausschließliche Weichfütterung kann von Nöten sein. Insbesondere Friesen scheinen dafür inzuchtbedingt genetisch 🧬 prädisponiert zu sein.

🌟 Und last but not least: Obst & Gemüse nicht kleinschneiden❗ Sollten bei eurem Pferd an den Weihnachtstagen Möhren🥕, Äpfel 🍎 oder Rote Beete im Trog landen – bitte im Ganzen füttern. Sollte das Gebiss eures Pferdes nicht mehr dafür geeignet sein, könnt ihr Obst und Gemüse mit einer Küchenreibe zerkleinern oder pürieren.

In diesem Sinne wünsche ich euch frohe Weihnachten 🎄– am besten ohne Schlundverstopfung, damit der Tierarzt eures Vertrauens auch ein ruhiges Weihnachtsfest hat 😉

Das Blutbild 🩸zeigt einen Mangel z.B. bei Zink, Kupfer oder Selen. Macht es Sinn jetzt das entsprechende Element über ei...
06/02/2023

Das Blutbild 🩸zeigt einen Mangel z.B. bei Zink, Kupfer oder Selen. Macht es Sinn jetzt das entsprechende Element über ein Monopräparat für einen gewissen Zeitraum ⏱️ zu füttern? Meine Meinung ist: Nein!

Ganz zu Anfang sollte die Frage stehen: Warum zeigt sich ein Mangel❔ Im Zuge der Ursachenforschung. sollte dann eine Rationsbilanzierung 🧮 erfolgen, um zu schauen, wie viel von was das Pferd überhaupt über sein Futter aufnimmt. Vielleicht liegt da der Hase schon im Pfeffer und bestimmte Elemente bleiben in der Ration unter Bedarf. Und wenn der Bedarf aus dem Grundfutter nicht gedeckt ist, ist er nicht gedeckt. Dann braucht das Pferd dauerhaft eine Zufuhr von bspw. Selen. Jeden Tag. Und nicht dreimal jährlich für sechs Wochen.

Kommt man hingegen zu dem Schluss, dass trotz Mangel im Blutbild bspw. Zink bedarfsdeckend in der Ration enthalten ist, kann es eventuell sein, dass die Resorption, sprich die Aufnahme eines Nährstoffes, gestört ist. Dies kann zum Beispiel vorkommen, wenn Entzündungen im Magen-Darm-Trakt bestehen oder wenn das Verhältnis ⚖️ bestimmter Nährstoffe zueinander in der Ration des Pferdes nicht stimmt.

Aber Achtung: Einige Elemente wie Kupfer oder Selen können für das Pferd zudem schnell toxisch ☠️ werden, wenn man diese unbilanziert neben evtl. mineralisiertem Müsli, Mineralfutter oder anderen Zusatzfuttermitteln füttert. Und selbst wenn die Dosis vielleicht erstmal nicht tödlich ist und das Pferd uns nicht sofort aus den Latschen kippt, gesund ist das dann trotzdem nicht ❤️‍🩹

Außerdem ist es gerade in der jetzigen Zeit, wo die Kosten 💸 für das edle Getier (und auch in allen anderen Bereichen des Lebens) in die Höhe schießen, unter Umständen auch wertvoll für das eigene Portmonee, wenn man nur die Futtermittel kauft und verfüttert, die das Pferd auch wirklich braucht 😉

Wenn man seinen Blick 👀 durch die Durchschnitts-Futterkammer eines Pensionsstalles schweifen lässt, sieht man die ein od...
03/02/2023

Wenn man seinen Blick 👀 durch die Durchschnitts-Futterkammer eines Pensionsstalles schweifen lässt, sieht man die ein oder andere Flasche Öl auf den Futtertonnen🛢️stehen. Von Hanf-, Sonnenblumen- über Lein- und Reiskeimöl ist alles dabei.

Aber warum wird Öl eigentlich in der Pferdefütterung eingesetzt? Öl besteht aus Fetten und Fett ist ein Energielieferant ⚡. Daher kommt Öl gerne bei mageren Pferden als Futterkomponente in der Auffütterung zum Einsatz. Aber auch Pferde, die aufgrund von Magen-Darm-, Muskel- oder Stoffwechselerkrankungen so wenig schnell verfügbare Kohlenhydrate wie möglich aufnehmen sollten (bspw. aus Getreide), aber trotzdem Energie benötigen, können von einer Ölfütterung profitieren. Oft finden wir Öl auch in faserhaltigen Sackfuttermitteln, um Stäube zu binden.

Alternativ kann man natürlich auch Ölsaaten wie Lein- oder Hanfsamen füttern. In Saatform liegt der Ölanteil dann bei ca. 40%. Bei der Fütterung unbehandelter, trockener Leinsamen sollte aufgrund des Linamaringehaltes, eine Vorstufe von Blausäure, eine Menge von täglich 30g (bei 500kg Sollgewicht) nicht überschritten werden❗

Aber welches Öl soll das edle Ross nun bekommen? Die Antwort ist: ein pflanzliches Öl 🌱, denn Pferde sind Pflanzenfresser. Und am liebsten kaltgepresst, da das Öl bei der Kaltpressung rein mechanisch aus den Ölsaaten gewonnen wird. Im Gegensatz dazu wird bei der Gewinnung von Öl durch Raffinieren zum einen Wärme genutzt, was zum Verlust hitzeinstabiler Verbindungen wie Vitamin E führt. Andererseits kommen Lösungsmittel zum Einsatz, um das in den Pressrückständen verbliebene Öl zu extrahieren.

Gelagert werden sollte das Öl an einem kühlen, dunklen 🌑 und trockenen Ort. Zudem sollten angebrochene Einheiten innerhalb von 3 Monaten nach Anbruch verbraucht werden, um ein Ranzig werden zu vermeiden.

Und im Zweifel macht ein Schlückchen Öl ein glänzendes Fell 😉

Unsere Hauspferde 🐴 gehören zur Gattung „Equus“ – aber haben sie deshalb dieselben Bedürfnisse? Grundsätzlich ja! Alle H...
01/02/2023

Unsere Hauspferde 🐴 gehören zur Gattung „Equus“ – aber haben sie deshalb dieselben Bedürfnisse? Grundsätzlich ja! Alle Hauspferde sind Lauf- 🏃🏼‍♀️, Herden- 👨‍👩‍👧‍👦 und Fluchttiere 👻 und ihre Verdauungsorgane sind auf Nahrungsaufnahme in kleinen Mengen mit nicht allzu langen Pausen ⏸️ ausgelegt. Im Gegensatz zu wild lebenden Pferden, die ihr Futter suchen und dafür längere Strecken zurücklegen müssen, steht sich das heutige Durchschnitts-Pferd am All-you-can-eat-Heu 🍽️die Beine in den Bauch. Das führt bei einem Großteil der Freizeitpferde zu einer ‚barocken‘ Mittelpositur und in der Folge u. U. zu metabolischen Erkrankungen. Und damit kommen wir auch zum Bedarf des einzelnen Pferdes. Und der variiert, egal, ob es sich um Energie, Eiweiß, Mengen- oder Spurenelemente dreht, von Pferd zu Pferd. Je nach Rasse, Haltung, Alter, Körperbau, Geschlecht, Größe, Gewicht und zu erbringender Trainingsleistung. Sicherlich spielen auch noch mehr Faktoren, die Einfluss auf den Bedarf bestimmter Nährstoffe haben, eine Rolle (z.B. Krankheit und Stress).

Grundsätzlich gilt folgende Daumenregel 👍🏻: Pferde mit schmalem Rumpf sind schneller satt als Pferde mit rundem Rumpf. Aber warum? Je größer der Rumpf, desto mehr Platz ist für den Verdauungsapparat und umso mehr Futter 🌾 passt rein. Und der Sättigungsgrad eines Pferdes steht und fällt mit der Füllmenge des Darms.

Aber auch die genetisch festgelegte Haarmenge 💇🏼 eines Pferdes hat Einfluss auf den Bedarf an strukturgebenden Elementen. So liegt der Bedarf eines Isländers mit 10cm Winterfell höher, als z.B. der eines Quarters, der nur leichten Flaum ausbildet.

Weitere Einflüsse auf den Bedarf sind die Stärke des Knochenfundaments 🦴, die genetisch festgelegte Menge an Muskulatur 🏋️, die ein Pferd ausbilden kann, oder aber auch die Kopfgröße und die damit verbundene Effektivität des Kauapparates 🦷.

Also schaut euer Pferd doch mal an und beantwortet euch die Frage – „Was habe ich für ein Pferd?“ 🐴☺️

30/01/2023

Leinsamen richtig zubereiten👩🏼‍🍳

Neigt euer Pferd bei stressigen Situationen zu Magenproblemen 🤕, könnt ihr es mit einem einfachen Hausmittel gezielt unterstützen. Grundsätzlich gilt es natürlich zuerst einmal die Ursache des Stresses ⚡ausfindig zu machen und im Idealfall zu beseitigen. Ist eine Beseitigung nicht möglich, wie z.B. bei der Eingliederung in eine neue Herde nach einem Stallwechsel oder bei durch den Tierarzt verordnete Boxenruhe aufgrund von Verletzungen, könnt ihr kurzfristig selbst Abhilfe ⛑️ schaffen. Und zwar mit der Gabe von Leinsamen, welche vor der Fütterung aufgekocht werden. Dabei machen wir uns die in den Leinsamen enthaltenen schleimbildenden Kohlenhydrate zu Nutze, die wohltuend für den Magen sind.

Für die Zubereitung braucht ihr Folgendes (Mengenangaben für ein Pferd mit 500kg Sollgewicht):
*Herd, Topf, Messbecher, Waage ⚖️
*ca. 80g goldenen oder braunen Leinsamen
*ca. 800ml Wasser💧
*evtl. verschließbare Aufbewahrungsgefäße

Nach Abmessen des Wassers und Auswiegen des Leinsamens gebt ihr beides zusammen in einen Topf und lasst die Mischung aufkochen. Das Verhältnis von Leinsamen und Wasser sollte dabei idealerweise 1:10 betragen. Während des Aufkochens regelmäßig umrühren, damit nichts anbrennt 🔥 und darauf achten, dass nichts überkocht (ich spreche da aus Erfahrung😉) Nach dem Aufkochen noch etwa 5-10 Minuten köcheln lassen, bis eine sichtbare Schleimbildung erfolgt. Anschließend abkühlen lassen und mit der gewohnten Ration zusammen handwarm füttern.

Um den Arbeitsaufwand zu minimieren, kann das Ganze auch für bis zu drei Tage vorgekocht werden, wenn eine anschließende Lagerung bei Kühlschrank-Temperatur gewährleistet ist. Bei Aufbewahrung im Kühlschrank wird der Leinsamenschleim relativ fest und sollte vor dem Verfüttern mit warmem Wasser ♨️ verflüssigt werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren! 🙃

Im Gegensatz zum Menschen findet man bei Pferden🐴 kaum Verdauungsenzyme im Speichel 💦. Trotzdem fängt der Verdauungsvorg...
19/01/2023

Im Gegensatz zum Menschen findet man bei Pferden🐴 kaum Verdauungsenzyme im Speichel 💦. Trotzdem fängt der Verdauungsvorgang im Maul an. Die Schneidezähne und Lippen des Pferdes sind für die Futteraufnahme zuständig und die Backenzähne 🦷 sorgen für die Zerkleinerung des aufgenommenen Futters 🌾, bevor dieses abgeschluckt wird und über die Speiseröhre zum Magen gelangt. Um eine einwandfreie Passage des Nahrungsbreis durch die Speiseröhre zu gewährleisten ist eine ausreichende Zerkleinerung und Einspeichelung wichtig (Stichwort: Schlundverstopfung!). Aber es gibt noch einen weiteren Grund. Denn nur, wenn der Nahrungsbrei eine einigermaßen homogene Masse bildet, kann er im Magen angekommen von der Magensäure gleichmäßig durchdrungen werden. So können Keime abgetötet 🦠 und Verdauungsenzyme aktiviert ✅ werden.

Findet hingegen eine unzureichende Zerkleinerung ⛔ statt, weil das Pferd bspw. Rampen oder Kanten an den Backenzähnen hat und dadurch die Kaubewegung nicht mehr physiologisch ausgeführt werden kann oder weil das alte Pferd ein seniles Gebiss hat, werden die eigentlichen Funktionen des Magens eingeschränkt. Dadurch kann es dann im Darm zu Fehlgärungen oder Passagestörungen kommen, die mit Aufgasungen oder anderweitigen Verdauungsproblemen wie Koliken oder Kotwasser einhergehen können. Zudem können auch Nährstoffe nicht in vollem Umfang aus dem Nahrungsbrei gelöst und resorbiert werden.

Was also tun? Schaut 👀 euren Pferden einfach mal ins Maul und beobachtet sie beim Fressen. Wie sehen die Zähne und das Zahnfleisch aus? Wie kauen eure Pferde? Fällt Futter aus dem Maul? Werden Heu-Röllchen ausgespuckt? Wenn ihr dies regelmäßig tut, ist das schon mal der erste wichtige Schritt ❤️

*Handling & Kosten* 🏋️💶Um Heu zu bedampfen ♨️, gibt es seit mittlerweile einigen Jahren kommerzielle Heubedampfer versch...
25/11/2022

*Handling & Kosten* 🏋️💶
Um Heu zu bedampfen ♨️, gibt es seit mittlerweile einigen Jahren kommerzielle Heubedampfer verschiedener Anbieter (z.B. Haygain, Heumaster, Heuking) auf dem Markt. Einige Pferdebesitzer verwenden jedoch selbstgebaute Heubedampfer ⚒️, die beispielsweise aus Müll- oder Regentonnen als Behältnis und Dampftapetenablösegräten bestehen. Nachteilig beim Bedampfen sind grundsätzlich die Kosten 💶, welche durch die Anschaffung des Heubedampfers, dessen Instandhaltung sowie die laufenden Stromkosten 🔌 entstehen. Auch ist nur die Verwendung von losem Heu, Heunetzen oder HD-Ballen möglich, um eine vollständige Durchdringung mit Dampf 💨 zu gewährleisten. Der Nachteil des Wässerns 💦 ist, dass das Heu aufgrund des hohen Gewichts durch das Vollsaugen mit Wasser schwer zu handhaben ist. Weiterhin ist zu beachten, dass das Einweichen nur dann ausreichend ist, wenn Heuballen aufgeschnitten und komplett mit Wasser bedeckt werden, damit das Wasser diese vollständig durchdringen kann.

Die Praktikabilität und Wirtschaftlichkeit beider Methoden für eine flächendeckende Anwendung ist daher begrenzt. Als Einsteller in Pensionsbetrieben ist aufgrund des erhöhten Zeitaufwands durch das Handling, den Verschleiß von Gerätschaften sowie den Verbrauch von Wasser oder Strom bei beiden Methoden mit nicht unerheblichen Mehrkosten zusätzlich zum normalen Einstellpreis zu rechnen.

*Fressverhalten*
Interessant ist auch, dass die Behandlung von Heu durch Wässern und Bedampfen Einfluss auf das Fressverhalten nehmen. Mehrere Studien haben gezeigt, dass Unterschiede im Fressverhalten zwischen nativem, bedampftem und gewässertem Heu bestehen, was sich in der Kaufrequenz und der Verzehrrate ⏱️ widerspiegelt. So ist die Verzehrrate bei gewässertem Heu geringer und die Kauintensität im Vergleich zu bedampftem und nativem Heu erhöht. Eine verlängerte Fresszeit 📈sowie eine erhöhte Kauintensität ↗️ ist grundsätzlich im Sinne einer artgerechten Fütterung zu begrüßen. Allerdings scheint dies aus einer geringeren Schmackhaftigkeit und erniedrigten Nährwerten aufgrund von Auswaschungseffekten zu resultieren Die stärkere Verringerung des Gehalts an wasserlöslichen Kohlenhydraten durch Wässern im Vergleich zum Bedampfen führt vermutlich dazu, dass das Heu weniger süßlich 🍯 schmeckt, sodass Pferde bedampftes und natives Heu dem sehr feuchten, gewässerten Heu bevorzugen.

Weiterhin gilt es zu bedenken, dass vor allem das Einweichen die haptischen und physikalischen Eigenschaften des Heus verändert, was ebenfalls Auswirkungen auf das Kauverhalten haben könnte. Nasses Heu ist nicht so spröde wie trockenes und muss daher im Kauvorgang intensiver bearbeitet werden, was zu mehr Kauzyklen führt. Bei der Aufnahme von bedampftem Heu hingegen ist eine verringerte Kaufrequenz im Vergleich zu nativem und gewässertem Heu zu verzeichnen. Bedampfen scheint somit die Akzeptanz im Vergleich zu gewässertem und nativem Heu zu erhöhen

Die scheinbar erhöhte Schmackhaftigkeit von bedampftem gegenüber nativem Heu könnte teilweise auf den nur leicht erhöhten Wassergehalt sowie die weichere Beschaffenheit des Heus durch die Behandlung und somit auf veränderte taktile Reize zurückzuführen sein. Zudem könnten es während des Bedampfungsvorgangs zu Strukturveränderungen aufgrund von biochemischen Reaktionen im Bereich der im Heu enthaltenen Kohlenhydrate kommen.

Im nächsten Beitrag erfahrt ihr mehr über die Reduktion von Staub und Mikroorganismen im Vergleich zwischen bedampftem und gewässertem Heu
🙂

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