23/12/2017
Bis heute sind Übersetzungen eines der wichtigsten Fundamente um uns Menschen über Grenzen hinweg zu verstehen und kennenzulernen.
Diese Errungenschaft hat die Welt schon seit Beginn der Menschheit bereichert.
Der Stein von Rosetta war der erste Schritt zur Entzifferung der Hieroglyphen
Auf dem Stein von Rosetta sind Inschriften gleichen Inhalts in drei Schriftsprachen eingemeißelt. Dies ermöglichte die Enträtselung der Hieroglyphen.
Er wurde 1799 in dem Dorf Raschid (Rosetta) nördlich von Kairo im Nildelta entdeckt und befindet sich seit 1802 im Britischen Museum in London. Mit dem Stein von Rosetta entstand die Ägyptologie, die Wissenschaft vom antiken Ägypten. Historiker konnten jetzt altägyptische Texte verstehen, die, in Stein gehauen, auf Tontafeln eingeritzt oder auf Papyrusrollen geschrieben, erhalten geblieben sind. Damit eröffnete sich auch die Möglichkeit, Darstellungen der Bibel mit ägyptischen Dokumenten zu vergleichen.
Von dem schwarzen Basaltstein fehlen Teile, jedoch ist das erhalten gebliebene Bruchstück mit 114 mal 72 Zentimeter Oberfläche relativ groß und eng beschriftet. Der Text stammt von altägyptischen Priestern. Im oberen Drittel steht die in Hieroglyphen abgefasste Version.
Hieroglyphen waren die für offizielle und religiöse Zwecke reservierten "heiligen" Schriftzeichen der alten Ägypter. Das mittlere Drittel nimmt die Fassung in demotischer Schrift ein, die für Alltagszwecke verwendet wurde. Darunter steht eine altgriechische Übersetzung. Die Entschlüsselung der Hieroglyphen ist hauptsächlich ein Werk des französischen Sprachforschers Jean-François Champollion, dem die Inschriften auf dem Rosetta-Stein 1822 zum Durchbruch verhalfen. Nach Fachveröffentlichungen kennt man heute 6000 der Schriftzeichen, die in unterschiedlichen Richtungen zu lesen sind.