28/07/2026
Wenn eine neue Autobahn entsteht, denkt wohl niemand zuerst an Fledermäuse. Doch gerade sie machen deutlich, wie eng Infrastruktur und Naturschutz zusammenhängen. Denn beim Bau der A44 tragen wir Verantwortung für die Tier- und Pflanzenwelt entlang der Trasse🦇🌿
Auf dem Abschnitt zwischen der Riedmühle und dem Wommener Dreieck schützen wir deshalb Fledermäuse mit speziellen Schutzzäunen. Die bis zu vier Meter hohen Konstruktionen leiten die Fledermäuse gezielt in sichere Flughöhen oder zu Querungshilfen wie Grünbrücken und Unterführungen. So lassen sich Kollisionen vermeiden und bestehende Lebensräume erhalten🚧🌳
Insgesamt haben wir dafür mehr als 4,2 Kilometer Fledermausschutzzäune errichtet. Damit diese ihre Schutzwirkung vollständig entfalten, müssen die Netzsysteme lückenlos verlaufen, exakt ausgerichtet und dauerhaft stabil verankert werden. Das verlangt präzise Planung und Umsetzung – insbesondere in anspruchsvollem Gelände, bei wechselnden Witterungsbedingungen und unter Berücksichtigung strenger Naturschutzauflagen📏⚙️
Zum Einsatz kommen unter anderem Bohrgeräte und Mobilbagger, mit denen die Fundamente und Stahlpfosten hergestellt werden. Anschließend montiert und verspannt das JR Team die engmaschigen Netze und kontrolliert jede Zaunlinie sorgfältig auf ihre Leitwirkung. Die Anforderungen an die Zaunanlagen gehen dabei teilweise noch weiter: In vielen Bereichen werden sie zusätzlich untergrabsicher für Schwarzwild und übersteigsicher für Wildkatzen ausgeführt. So helfen sie, gleichzeitig die Tierwelt und die Verkehrsteilnehmenden zu schützen🚜👷
Zum heutigen Welttag des Naturschutzes erinnert dieses Projekt daran, dass nachhaltiges Bauen auch bedeutet, Lebensräume zu bewahren und Infrastruktur so zu gestalten, dass Mensch und Natur miteinander bestehen können🌱🤝
📷 Josef Rädlinger Unternehmensgruppe / Dominic Eisenhart