17/06/2026
Warum der Bohrer nicht unbedingt das Problem sein muss.
Ein Kunde hat sich einen HSS-Bohrer bestellt.
Kurz darauf wollte er damit Löcher in Edelstahl bohren.
Das Ergebnis: Ein stumpfer Bohrer, lautes Quietschen und jede Menge Frust.
Genau solche Situationen erleben viele.
Von außen sehen Bohrer oft nahezu identisch aus. Die Unterschiede verstecken sich meist in Kürzeln wie HSS, HSS-R, HSS-G oder HSS-Co5. Für viele wirkt das wie reines Fachchinesisch.
Dabei entscheidet genau diese Auswahl darüber, ob ein Bohrer sauber arbeitet oder nach wenigen Sekunden unbrauchbar wird.
Besonders bei Edelstahl.
Das Material ist zäh, entwickelt schnell hohe Temperaturen und verzeiht Fehler deutlich weniger als viele andere Werkstoffe. Wird mit dem falschen Bohrer oder zu hoher Drehzahl gearbeitet, kann die Spitze ausglühen. Ist der Bohrer einmal blau geworden, ist er in der Praxis meist nicht mehr zu retten.
Mindestens genauso wichtig wie der richtige Bohrer ist aber die Anwendung.
Zu hohe Drehzahl, fehlende Kühlung oder der falsche Vorschub sorgen oft dafür, dass selbst hochwertige Bohrer deutlich früher verschleißen als nötig.
Genau darum geht es in der aktuellen Podcastfolge:
- Was die Buchstaben HSS-R, HSS-G, Co5 und Co8 wirklich bedeuten
- Wie du die vier Klassen an Farbe und Oberfläche erkennst, ohne ein Datenblatt
- Warum Edelstahl den falschen Bohrer in Sekunden ausglüht und der Bohrer danach Schrott ist
- Welcher HSS-Bohrer zu Festigkeitsklasse 8.8, 10.9 und 12.9 passt
- Warum Schneidöl entscheidender ist als WD-40 und was der Unterschied ist
Den Link zum "Verschraubt & Zugedreht" Podcast findest du in den Kommentaren.