29/01/2021
Der Tod hat nicht das letzte Wort!
Das Jahr 2020 und auch der Beginn des Jahres 2021 sind für mich als Freier Redner eine große Herausforderung.
Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sind stark spürbar. Gesten die mit Berührung zu tun haben dürfen nicht sein und durch die Masken sieht man auch nicht die Gesichter der Trauernden.
Diese Umstände machen es schwerer die Verfassung und Regungen der Trauernden zu erspüren und es müssen neue Sensoren entwickelt werden.
Als Freier Redner habe ich im letzten Jahr überwiegend Trauerfeiern begleitet.
Diese Aufgabe ist mir sehr wichtig und ich bin dankbar die Trauernden in den schweren Stunden ein kleines Stück begleiten zu dürfen.
Bei einer Trauerfeier im Januar 2021 wurde etwas besonders deutlich: Der Tod hat nicht das letzte Wort! Das letzte Wort hat die Liebe, die über den Tod hinaus geht.
Und so ist es immer wieder ergreifend zu sehen, wie Trauerfamilien mit dem Tod eines lieben Menschen umgehen und wie sie ihn auf dem letzten Weg begleiten.
Da sind die Briefe mit letzten Worten, die mit in das Grab gegeben werden, da sind die Kerzen, die für die Verstorbenen angezündet werden uvm.
Und selbst wenn mir Menschen sagen, dass für sie nach dem Tod nichts mehr kommt, erlebe ich, wie da doch eine Hoffnung schlummert, ansonsten würden ja manche Gesten und Rhituale der Trauernden keinen Sinn machen.
Trude Herr hat es einmal so formuliert:
Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier.
Ja so ist es!
Und über allem bleibt die Liebe über den Tod hinaus.