27/02/2026
3 Jahre Selbstständigkeit.
Und ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob ich stolz sein soll… oder einfach nur dankbar, dass ich noch hier bin.
Viele sehen heute Fahrzeuge, Mitarbeiter, Aufträge, eine Firma, die läuft.
Was die meisten nicht sehen: den Weg dahin.
2017 bin ich als Quereinsteiger in diese Branche gekommen.
Nicht aus einem perfekten Leben heraus — sondern nach einer der schwersten Zeiten meines Lebens.
Schwere Erkrankung.
Achalasie.
Krankenhaus.
51 Kilo Körpergewicht.
Und danach Depressionen, wie ich sie niemandem wünsche.
Ich war früher Soldat. Sport war mein Leben. Disziplin mein Fundament.
Und plötzlich sitzt du da und musst dich erstmal wieder ins Leben zurückkämpfen.
Schritt für Schritt.
Irgendwann kam die Rohr- und Kanalbranche.
Dreckige Arbeit. Harte Tage. Lange Nächte.
Aber sie hat mir etwas zurückgegeben: Struktur. Sinn. Aufgabe.
Und dann kam 2023 die Entscheidung, die alles verändert hat:
Gründung.
Mit Angst.
Mit schlaflosen Nächten.
Mit echten Existenzsorgen.
Ich habe Abende gehabt, an denen ich geweint habe, weil ich nicht wusste, ob Aufträge kommen.
Ob die Bank mitspielt.
Ob ich Mitarbeiter bezahlen kann.
Ob ich mich komplett übernommen habe.
Angst vor Wachstum.
Angst vor Stillstand.
Angst davor zu scheitern.
Und während draußen eine Firma entstanden ist, hat privat vieles seinen Preis gehabt.
Viele sehen nur das Ergebnis.
Was kaum jemand sieht:
Wie viel Kraft so ein Weg kostet.
Wie sehr Unternehmertum auch Beziehungen belastet.
Wie oft man zwischen Firma, Verantwortung und Privatleben zerrieben wird.
Manchmal merkt man erst spät, was dieser Traum auch fordert.
Und trotzdem…
Heute — drei Jahre später — stehen hier Fahrzeuge mit meinem Namen drauf.
Ein Team.
Kunden, die seit Jahren Vertrauen schenken.
Menschen, die diesen Weg möglich gemacht haben.
Freunde.
Wegbegleiter.
Kunden, die geblieben sind, als noch nichts sicher war.
Dafür bin ich unendlich dankbar.
Diese Firma ist nicht aus Perfektion entstanden.
Sondern aus Rückschlägen, Angst, Zweifel — und dem Willen, trotzdem weiterzugehen.
Und wenn mich heute jemand fragt, ob sich der Weg gelohnt hat — dann sage ich:
Ich bin noch nicht angekommen.
Aber ich bin noch hier.