Endboss

Endboss Wir sind ein interdisziplinäres Studio für Raumfragen und -antworten in allen Maßstäben.

27/08/2026

🅺🅶🆂 🅽🅴🆄🆂🆃🅰🅳🆃 🆂🅺🅰🆃🅴🅿🅰🆁🅺

Wegwerfen war die Alternative.

An der KGS Neustadt am Rübenberge steht jetzt ein Skatepark. Modern, klar, mit Lines, die funktionieren. Street-Basics, Flow, Details.

Das Besondere liegt nicht im Grundriss. Es liegt im Stein.

Die Granitstelen kommen vom La-Ferté-Macé-Platz. Beim Umbau wären sie entsorgt worden. Hochwertiger Granit, der schon einmal Stadt war. Jetzt ist er Curb, Ledge, Grindkante. Das Material gibt dem Park das, was Stahl und Beton nicht können. Sliden und Grinden mit dem echtem Streetfeeling.

Der ehemalige Brunnen am Platz war ein Wasserspiel aus glatten Granitpfosten: ein stilisiertes Stadttor am Rundeel. Initiiert von einer Bürgerinitiative. Kinder sind darin rumgepatscht. Seit 1990 trägt der Platz den Namen der französischen Partnerstadt. Die Partnerschaft selbst gibt es seit 1980, getragen von Vereinen und privatem Engagement.

Ein Brunnen wird abgebaut. Der Stein bleibt in der Stadt. Und fährt sich besser als alles, was man neu hätte bestellen können.

Weil die Stadt uns allen gehört. Auch das, was sie eigentlich wegwerfen wollte.



Film: Felix Hempel /
Edit/Animation/Musik etc.: Martin Schiffl
Skater: Lennie Burmeister & Lennies Kinder,

🅺🅶🆂 🅽🅴🆄🆂🆃🅰🅳🆃 🆂🅺🅰🆃🅴🅿🅰🆁🅺 Wegwerfen war die Alternative.An der KGS Neustadt am Rübenberge steht jetzt ein Skatepark. Modern...
26/08/2026

🅺🅶🆂 🅽🅴🆄🆂🆃🅰🅳🆃 🆂🅺🅰🆃🅴🅿🅰🆁🅺


Wegwerfen war die Alternative.

An der KGS Neustadt am Rübenberge steht jetzt ein Skatepark. Modern, klar, mit Lines, die funktionieren. Street-Basics, Flow, Details.

Das Besondere liegt nicht im Grundriss. Es liegt im Stein.

Die Granitstelen kommen vom La-Ferté-Macé-Platz. Beim Umbau wären sie entsorgt worden. Hochwertiger Granit, der schon einmal Stadt war. Jetzt ist er Curb, Ledge, Grindkante. Das Material gibt dem Park das, was Stahl und Beton nicht können. Sliden und Grinden mit dem echtem Streetfeeling.

Der ehemalige Brunnen am Platz war ein Wasserspiel aus glatten Granitpfosten: ein stilisiertes Stadttor am Rundeel. Initiiert von einer Bürgerinitiative. Kinder sind darin rumgepatscht. Seit 1990 trägt der Platz den Namen der französischen Partnerstadt. Die Partnerschaft selbst gibt es seit 1980, getragen von Vereinen und privatem Engagement.

Ein Brunnen wird abgebaut. Der Stein bleibt in der Stadt. Und fährt sich besser als alles, was man neu hätte bestellen können.

Weil die Stadt uns allen gehört. Auch das, was sie eigentlich wegwerfen wollte.



Film: Felix Hempel / Felix Hempel🎥🛹
Edit/animation/musik etc.: Martin Schiffl
Skater: Lennie Burmeister & Lennies Kinder, André Gerlich

Der Brandenburger Platz ist das Zentrum des Wohltbergs, wird aber aktuell nur einmal die Woche für den Markt genutzt. Öf...
11/08/2026

Der Brandenburger Platz ist das Zentrum des Wohltbergs, wird aber aktuell nur einmal die Woche für den Markt genutzt. Öffentliche Räume können mehr! 🌳✨

Jetzt kannst du deine Idee für einen belebten Brandenburger Platz von bis zu 500 € einbringen 💡💶 und sie über den Verfügungsfonds* der Nice Diele umsetzen.

Das sind die wichtigen Infos: 👇

🤝 Gesucht werden gemeinwohlorientierte und nachhaltige Ideen, die beispielsweise: das Gemeinschaftsgefühl in der Nachbarschaft stärken, soziale und kulturelle Angebote entwickeln und unterstützen, mehr Natur in den Stadtteil bringen 🌱, das Klima schützen und Orte zum Wohlfühlen schaffen 🪴, Zugang für alle ermöglichen … und vieles mehr!
💪 Die Nice Diele hilft Menschen dabei, selbstwirksam in ihrem Stadtteil zu werden. Du solltest deine Idee also selbst oder mit jemandem zusammen umsetzen können. Dabei unterstützen wir dich gern!
🫶 Uns ist wichtig, dass alle Menschen die Chance dazu bekommen, ihre Idee einzureichen. Wenn du also jugendlich bist, ein solches Projekt noch nie selbst gemacht hast, die Sprache nicht so gut verstehst oder anderweitig Hilfe brauchst – komm einfach auf uns zu. 📩 Du kannst uns eine Mail schreiben, uns anrufen oder zu den Öffnungszeiten bei uns in der Nice Diele vorbeischauen (mittwochs 14–16 Uhr, freitags 11–14 Uhr).
📣 Infoabend am Mittwoch, den 19.08.26, von 18–19 Uhr: Wir stellen den Verfügungsfonds nochmal vor, bringen Beispiele mit und beantworten eure Fragen. Anschließend können wir uns auch gerne zu euren Ideen austauschen! 💬💡
🔗 Alle Infos, den Projektantrag und die Förderbedingungen findest du auf unserer Website (Link in der Bio).

*💶 Ein Verfügungsfonds ist ein Geldtopf, den die Stadt für Projekte von zum Beispiel Bürger:innen, Initiativen und Vereinen zur Verfügung stellt.

Die Nice Diele ist ein Projekt von endboss im Auftrag der Wolfsburg und unterstützt durch die Fabi Wolfsburg

Wolfsburg gilt als die Reißbrettstadt Deutschlands. So klar die Trennung zwischen Auto- und Wohnstadt ist, so komplex si...
24/07/2026

Wolfsburg gilt als die Reißbrettstadt Deutschlands. So klar die Trennung zwischen Auto- und Wohnstadt ist, so komplex sind aber auch die Lebensrealitäten und sozialräumlichen Gefüge, die sich daraus in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt haben.

Seit März 2026 sind wir für die nächsten drei Jahre als Teil der strategischen Quartiersentwicklung der Stadt Wolfsburg mit der Quartiersarbeit am Brandenburger Platz im Stadtteil Wohltberg beauftragt. Die ursprüngliche Nutzung als Marktplatz findet hier nur noch einmal die Woche statt, die Kleingewerbe sind größtenteils leerstehend und durch eine vierspurige Straße vom Platz getrennt – der Strukturwandel macht aus monofunktionalen Räumen Relikte des modernen Städtebaus.

Mit unserem Projekt „Nice Diele“ setzen wir direkt vor Ort an und fragen uns gemeinsam, was wir eigentlich von öffentlichen Räumen wollen, wie der Brandenburger Platz ein gemeinschaftliches Zentrum des Stadtteils werden kann und wer was dafür tun muss. Dazu entwickeln wir in der ehemaligen Eisdiele, die jahrelang ein essenzieller Begegnungsort im Stadtteil war, einen Dritten Ort. Von hier aus werden wir uns zusammen mit Nachbar:innen und in Kooperationen mit lokalen Akteur:innen, Künstler:innen und Hochschulen auf den Platz und in den Stadtteil ausdehnen – räumlich, inhaltlich und über verschiedene Methoden und Ansätze. Aus bloßen Bedarfen und vereinzelten Perspektiven sollen in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und Sozialpädagoginnen Strategien entstehen, die konkrete Handlungsspielräume für die Stadtgesellschaft schaffen. Dabei verstehen wir uns als Möglichmacherinnen und Türöffnerinnen, die Ressourcen bereitstellen, Orientierung geben und Mut zum Ausprobieren fördern!

Die Nice Diele ist ein Projekt von endboss im Auftrag der Wolfsburg und in Unterstützung der Fabi Wolfsburg

Der Kiez-Kiosk ist Teil der Platzinfrastruktur und organisiert den Hintergrund: Strom, Stauraum, Versorgung. Er geht aus...
22/07/2026

Der Kiez-Kiosk ist Teil der Platzinfrastruktur und organisiert den Hintergrund: Strom, Stauraum, Versorgung. Er geht aus der Beteiligung hervor, um den Platz wetterunabhängig und verlässlich nutzbar zu machen. Vor allem ermöglicht er den Akteur:innen vor Ort, den Platz eigenständig zu bespielen – nicht als Eventfläche, sondern als dauerhaft nutzbaren Ort.

Positioniert unter dem Überstand eines Bestandsgebäudes, nutzt der Kiosk eine zuvor kaum wahrgenommene Restfläche, die lange als unattraktiv und unsicher galt. In Abstimmung mit den Eigentümern wurde dieser Bereich gezielt aktiviert und umgenutzt. Die Addition an den Bestand stellt besondere Anforderungen an den Brandschutz, die konsequent in die Planung und Umsetzung eingebunden wurden.

Aktuell wird der Kiosk vor allem von Mister Wilson e.V. bespielt – weitere Initiativen aus dem Kiez können dazukommen und den Ort für ihre Formate nutzen. So wird aus einem gemiedenen Ort ein selbstverständlicher Bestandteil der Platzstruktur: funktional, zugänglich, belebt. Die einfache Stahlkonstruktion ist reversibel angelegt. Die Fassade aus Polygood-Platten von POLYGOOD® by THE GOOD PLASTIC COMPANY♻️ aus recyceltem Kunststoff bringt zusätzliche Robustheit und einen klaren, lebendigen Akzent in den Raum, ohne den Platzcharakter zu überlagern.

Der Kiez Kiosk wurde in Zusammenarbeit mit Polyana geplant, von Karma Parks gebaut und wird aktuell von betreut. Der Kiosk ist mittwochs von 16:00-19:00 donnerstags von 16:30-19:30 und freitags von 16:30-19:30 geöffnet.

POST-AUTOCALYPSE // NOWWas früher Fläche blockiert hat, wird zu etwas, das von allen genutzt werden kann: zum Skaten, Si...
14/07/2026

POST-AUTOCALYPSE // NOW

Was früher Fläche blockiert hat, wird zu etwas, das von allen genutzt werden kann: zum Skaten, Sitzen, Rutschen, Rumhängen. Damit verschiebt sich die Bedeutung des Ortes: Was heute vom Auto dominiert wird, kann künftig von vielen und vielseitig genutzt werden. Diese skatebaren Skulpturen zitieren Fahrzeuge – und entziehen ihnen gleichzeitig und konsequent ihrer ursprünglichen Funktion.

Sie werden zu multicodierten Elemente im öffentlichen Raum – skatebar, ohne danach auszusehen und darauf festgelegt zu sein. Passend zum Grundgedanken des Shared Space, der hier langfristig entstehen soll: ein Angebot für Anwohner:innen und Passant:innen, für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Die „Autos“ zeigen an und machen sichtbar, was möglich ist: aus Parkraum wird Aufenthaltsraum, aus Verkehrsfläche geteilter Stadtraum.

Dass dieser Weg funktioniert und zu breiter Akzeptanz für Skaten im Innenstadtbereich führt zeigen Projekte in anderen Ländern wie die von LV 🌿 in Bordeaux und Gustav Svanborg Edén in Malmö bereits mit großem Erfolg. Außergewöhnliche Gestaltung als Schlüssel, um Skateboarding selbstverständlich in den öffentlichen Raum zu integrieren.

Unsere Skulpturen entstanden in Zusammenarbeit mit und wurden aus 100% recyceltem Kunststoff von POLYGOOD® by THE GOOD PLASTIC COMPANY♻️ gefertigt. Noch stehen sie auf einer ehemaligen Parkplatzfläche im Skatepark. Perspektivisch wandern sie – nach der Documenta – in den Shared Space auf eine Straße, die dem Autoverkehr entzogen wird. Das notwendige Straßeneinziehungsverfahren läuft. Und es dauert. Länger als gedacht. Weil es kompliziert ist – gerade wenn Parkraum zu öffentlichem Raum wird. Genau diese Geduld ist aber nötig, wenn wir unsere offensichtlich halbtoten Innenstädte transformieren und zu zukunftsfähigen Räumen machen wollen.

In diesem Sinne:
„Ich beobachtete wie eine Schnecke die Scharfe Schneide eines Rasiermessers entlang kroch…“ (Apocalypse Now)

Wir bleiben dran!.
📸 Patrick Dücker, Philip Scholz, Felix Hempel
🎥 Felix Hempel

09/07/2026

Skateboarden & zukunftsfähige Innenstädte? It’s a Match 💕

In der unteren Karlstraße entsteht gerade im Auftrag und in guter Zusammenarbeit mit der ein skate spot, der über das übliche monofunktionale Standardprogramm hinausreicht. Es geht um nicht weniger, als die Entwicklung zukunftsfähiger Innenstädte und wir freuen uns, dass in diesem Rahmen und mit den entsprechenden Fördermitteln, das Skaten als tragendes Element von Anfang an mitgedacht und integriert wird. In einer schrittweisen Entwicklung soll hier ein Shared Space entstehen - also ein Ort mit viel Aufenthaltsqualität und -möglichkeiten für die unterschiedlichsten Zielgruppen. Die Skate Szene ist und bleibt dabei ein zentrales Element. Es geht aber auch um Entsiegelung der Flächen, um Sitzmöglichkeiten, und ein erweitertes Kulturangebot auf dem Platz, in direkter Nachbarschaft zur , , und weiterer spannender Akteur:innen befindet.

Ein Anfang ist gemacht. Im ersten Schritt stehen temporäre skatebare Skulpturen auf dem Platz und ergeben, zusammen mit den recycleten alten Bodenplatten, neue Herausforderungen und Sweet Spots für die längst ansässige Szene.

, und zeigen, wie es geht - zusammen mit , der die Skulpturen auf Basis seiner künstlerischen Praxis und zwei Jahrzehnten Skateerfahrung mitentwickelt hat.

Weitergebaut werden soll übrigens, wenn alles klappt, 2028! Also dranbleiben!



Film von felixhempel Schnitt, Illustrationen und Musik von André Gerlich

KLACK KLACK KLACK KLACK.– so klingt es jetzt in der unteren Karlsstraße in Kassel!Wir feiern die erste Bauphase von „I d...
30/06/2026

KLACK KLACK KLACK KLACK.

– so klingt es jetzt in der unteren Karlsstraße in Kassel!

Wir feiern die erste Bauphase von „I don’t know what’s going on, but it’s a lot.“. Aus einem Parkplatz wird Schritt für Schritt ein Shared Space – und die neuen skatebaren Banks sind eine von vielen Maßnahmen, mit denen wir den Ort neu denken und nutzbar machen.

Hier wurde der Boden entsiegelt. Die herausgetrennten Asphaltplatten wurden jedoch nicht entsorgt, sondern gekippt und direkt vor Ort zu neuen skatebaren Banks umgebaut. Aus Bestand entstehen neue Lines, neue Möglichkeiten und ein anderer Blick auf den Raum.

Der Platz ist nicht fertig – und genau darin liegt sein Potenzial. Er wächst Schritt für Schritt mit den Menschen, die ihn nutzen. 🛹.
📸 Filip Rezac und Patrick Dücker

DESIGN FOR DEMOCRACY × D(in).I.Y.Sonderedition & Giveaway!Ein Skatepark, der bewusst nicht fertig gebaut wurde.Zwischen ...
10/06/2026

DESIGN FOR DEMOCRACY × D(in).I.Y.

Sonderedition & Giveaway!

Ein Skatepark, der bewusst nicht fertig gebaut wurde.

Zwischen DIY-Baukultur und DIN 14974 entstand die D(in).I.Y. – ein Handbuch für DIY-Skateparks, die bleiben dürfen. Jetzt könnt ihr eine limitierte Sonderedition gewinnen!

In der Ausstellung „Design for Democracy. Was Gestaltung bewirken kann!“ im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt (bis 09.08.2026) wird ein Projekt mit Skateboarder:innen aus Frankfurt RheinMain, dem Frankfurter Skateboardverein Concrete Skate e.V. und dem Planungsbüro endboss gezeigt.

Im Heinrich-Kraft-Park wurde ein Skatepark geschaffen, bei dem nur ein Teil professionell gebaut wurde. Der Rest bleibt offen, damit die Szene ihn selbst weiterentwickeln kann. DIY steht für Freiheit und Aneignung – öffentliche Skateparks müssen jedoch Sicherheits- und Planungsstandards erfüllen.

Die D(in).I.Y. vermittelt diesen Spannungsraum zwischen DIY-Kultur und DIN 14974. Sie richtet sich an alle, die DIY-Skateparks bauen oder bauen wollen, und zeigt Wege auf, selbstgebaute Obstacles und formale Anforderungen zusammenzubringen. So können DIY-Spots zu dauerhaften, sichtbaren Orten werden.

Viele der spannendsten Orte entstehen nicht durch perfekte Planung, sondern durch Aneignung: informell, experimentell und manchmal im Konflikt mit bestehenden Regeln. Gerade dadurch werden sie zu Orten von Öffentlichkeit, Gemeinschaft und neuer urbaner Praxis.

Für die Ausstellung wurde die D(in).I.Y. überarbeitet und als limitierte, handnummerierte Sonderedition mit Spezialposter neu aufgelegt. Gemeinsam mit dem Museum Angewandte Kunst verlosen wir 20 Exemplare.

WOFÜR BRAUCHST DU DIE D(in).I.Y.?

Was würdest du bauen? Wo fehlt ein Ort, den es eigentlich längst geben müsste?

Die interessantesten Antworten erhalten eine Sonderedition inklusive Poster per Post. Mitmachen könnt ihr hier in den Kommentaren oder vor Ort in der Ausstellung.



Eine Ausstellung im Rahmen der WDC 2026. Gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

🕳️🔜🏞️ Elsdorf liegt im Rhein-Erft-Kreis – direkt am Rand des ehemaligen Tagebau Hambach, dem größten Braunkohletagebau E...
21/05/2026

🕳️🔜🏞️

Elsdorf liegt im Rhein-Erft-Kreis – direkt am Rand des ehemaligen Tagebau Hambach, dem größten Braunkohletagebau Europas. Eine Landschaft wie eine offene Wunde: Über Jahrzehnte wurden hier Dörfer umgesiedelt, Wälder gerodet und fossile Zukunftsversprechen in den Boden gegraben. Gleichzeitig sollte genau dieser Ort unseren Wohlstand und die Energieversorgung sichern.

Nun soll aus dem gigantischen Krater einer der größten Seen Deutschlands werden. Bis der Wasserspiegel allerdings tatsächlich die Stadtkante erreicht, wird es Jahrzehnte dauern. Genau in dieser Übergangsphase stellt sich die Frage: Was passiert mit einem Ort, der noch nicht mehr und gleichzeitig noch nicht etwas Neues ist?

Im Rahmen der Ideenwerkstatt Zukunftsterrassen Elsdorf waren wir eingeladen, ein Narrativ für die Zwischennutzung des sogenannten Hafenbalkons zu entwickeln — einer künstlich aufgeschütteten Landmasse an der Tagebaukante. Gesucht waren keine weiteren Masterpläne, sondern Ideen für eine Zukunft unter unsicheren Bedingungen. Temporär, flexibel, offen.

Denn Zukunft fühlt sich heute selten wie ein Versprechen an. Fortschritt, Wachstum, Beschleunigung — klingt oft eher nach Abbruchkante als nach Aufbruch. Statt einer fertigen Vision interessiert uns deshalb eine andere Frage: Wie können Orte entstehen, die uns helfen, mit Unsicherheit umzugehen und Zukunft gemeinsam neu zu denken?

Unser Vorschlag: eine Bedenkstätte der Zukunft. Kein fertiges Gebäude, sondern ein offenes architektonisches Ökosystem am Rand des zukünftigen Sees. Ein Ort der kollektiven Zukunftsreflexion mit Bibliothek, Archiv und Observatorium. Ein Raum, in dem mögliche Zukünfte verhandelt, getestet und diskutiert werden.

Der Prozess beginnt mit einer Boje im Stadtraum — sie markiert den zukünftigen Wasserspiegel und wird zum Treffpunkt für Gespräche, Veranstaltungen und neue Ideen. Daraus entstehen Formate, Ausstellungen, Open Calls und langfristig eine wiederkehrende Zukunfts-Pentanale: ein internationaler Kongress für Zukunftsfragen mitten im Strukturwandel.

Nicht perfekte Utopien. Sondern Protopien.

Der Rand ist das neue Zentrum.
Zukunft ist kein Zielbild.
Sondern ein Möglichkeitsraum.

Adresse

Köthnerholzweg 13
Hanover
30459

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