08/05/2026
Steuerschätzungsergebnis ist Warnsignal
Die neue Steuereinnahmenprognose zeigt vor allem eines: Die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland bleibt deutlich hinter dem zurück, was nötig wäre.
„Von einem dynamischen, selbsttragenden Wirtschaftswachstum sind wir derzeit weit entfernt. Die anhaltende Wachstumsschwäche, hohe Steuer- und Abgabenlasten sowie die überbordende Bürokratie setzen Handwerk und Mittelstand massiv unter Druck“, ordnet ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke die Ergebnisse der Steuerschätzung ein.
Politische Entscheidungen dürften nicht länger an den Realitäten von Handwerk und Mittelstand vorbeigehen. Niedrigere Steuereinnahmen dürften jetzt nicht dazu führen, dass ausgerechnet diejenigen noch stärker belastet würden, die schon heute den größten Teil der Steuer- und Sozialabgaben trügen.
Es brauche ein Reformpaket, das Wachstum ermögliche, Investitionen erleichtere und den Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähiger mache.
„Starke Schultern können grundsätzlich mehr tragen. Sie dürfen aber nicht so stark belastet werden, dass Investitionskraft und wirtschaftliche Dynamik erlahmen. Deshalb brauchen wir jetzt zügig Klarheit bei der Einkommensteuertarifreform“, so Schwannecke.
Aus Sicht des Handwerks stehen Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in der Verantwortung, innerhalb der Koalition rasch tragfähige Lösungen zu finden und entschlossene Reformen auf den Weg zu bringen.
„Andernfalls drohen nicht nur ausbleibendes Wachstum, sondern ein fortschreitender Verlust an wirtschaftlicher Substanz und Leistungsfähigkeit“, so der ZDH-Generalsekretär.
https://www.zdh.de/presse/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/handwerk-warnt-vor-weiterer-belastungsspirale/
Friedrich Merz Bundesfinanzministerium Lars Klingbeil Bundesministerium für Wirtschaft und Energie