31/01/2026
Die neue Bauordnung ist in den Landtag eingebracht worden. Der Entwurf sieht vor, dass zahlreiche Normen wegfallen sollen.
Laut Gesetzentwurf müsste man sich künftig an weniger Normen halten. 90 Prozent der DIN-Normen sollten nicht mehr beachtet werden, weil die nämlich oft nicht mehr die Regeln der Technik abbilden würden.
Das ist wieder mal ein Resultat daraus, dass hier Politiker am Werk sind, die in diesem Ressort nichts zu suchen haben.
Warum muss ein(e) Bundesbauminister(in) nicht wie in der Wirtschaft auch, ein entsprechende Ausbildung auf dem Gebiet vorweisen?
Das gilt im Übrigen für alle Ministerposten!
Seit über 30 Jahren bin ich in der Baubranche tätig und die Bauqualität hat nicht nur in den letzten Jahren stark abgnommen.
Durch Fachkräftemangel, weil die Bauberufe nicht attraktiv genug gemacht werden und durch Einsatz von Baustellenpersonal, die nicht mal ihren Namen schreiben können oder unsere Sprache beherrschen, sollen komplexe Gebäude fachgerecht errichtet werden.
Das gibt es in keiner anderen Branche.
Jetzt soll das Ganze noch ohne Regelwerke vollzogen werden, an denen man sich orientieren kann, um Schutz von Leben, Gesundheit und Sicherheit (Brandschutz, Standsicherheit, Schallschutz, Wärmeschutz...) zu gewährleisten.
Besser wäre statdessen:
- Fortentwicklung und Digitalisierung der Normen
- Mehr Transparenz und Nutzerfreundlichkeit
- Abbau von Überregulierung dort, wo sie nicht sicherheitsrelevant ist
- Erhalt der Mindeststandards, die Leben, Nachhaltigkeit und Qualität sichern
👉 Normen sind kein Hindernis für Innovation, sondern bieten einen Rahmen für sicheren Fortschritt