25/07/2025
E-Autos sind nach 17.000 Kilometern klimafreundlicher als Verbrenner. Punkt.
⚡ Das sagt nicht Tesla. Nicht Greenpeace. Sondern das ICCT – jene Organisation, die einst den Abgasskandal aufgedeckt hat. In einer neuen Lebenszyklus-Analyse zeigen die Forschenden: Vollelektrische Autos stoßen im Schnitt 73 Prozent weniger Treibhausgase aus als vergleichbare Benziner. Und zwar über den gesamten Lebenszyklus – von der Produktion über die Nutzung bis zum Recycling.
🌞 Das ist eine enorme Verbesserung gegenüber 2021. Damals lag der Klimavorteil bei rund 49 Prozent. Heute sind es 24 Prozentpunkte mehr. Der Grund: Der europäische Strommix wird grüner. Aktuell liegt der Anteil erneuerbarer Energien bei 56 Prozent – und soll bis 2045 auf 86 Prozent steigen.
🚗 Weil Autos heute im Schnitt 20 Jahre auf der Straße bleiben, profitiert jedes neu zugelassene E-Auto zunehmend von sauberem Strom. Und wird mit jedem Jahr klimafreundlicher.
🔋 Natürlich startet ein Elektroauto mit einem Nachteil. Die Batterieherstellung verursacht etwa 40 Prozent mehr Emissionen als bei einem Verbrenner. Doch das ist ein temporärer Effekt. Laut Studie ist dieser CO₂-Rucksack nach rund 17.000 Kilometern abgetragen. Danach fährt das E-Auto in der Bilanz deutlich sauberer.
💨 Plug-in-Hybride und klassische Hybride halten mit dieser Entwicklung nicht mit. Ihre CO₂-Bilanz hat sich kaum verbessert. Plug-in-Hybride werden im Alltag schlicht zu selten elektrisch gefahren. Und auch wenn die Theorie vielversprechend klingt: Die Praxis ist oft ernüchternd. Die größten Einsparpotenziale liegen bei der reinen Elektromobilität – nicht im Mischbetrieb.
💧 Noch schlechter schneidet Wasserstoff ab – zumindest unter realen Bedingungen. Zwar wären theoretisch bis zu 79 Prozent Emissionsersparnis möglich. In der Praxis aber wird Wasserstoff in Europa fast ausschließlich aus Erdgas gewonnen. Die Folge: Statt eines Klimaeffekts bleibt nur ein schwacher CO₂-Vorteil gegenüber dem Verbrenner.
✌️ Die ICCT-Studie räumt auch mit gängigen Mythen auf. Etwa dem Vorurteil, dass Elektroautos über ihre Lebensdauer keine echte CO₂-Ersparnis bringen. Oder der Annahme, dass sich der Strommix während der Fahrzeugnutzung nicht ändert. Genau solche Fehleinschätzungen haben die öffentliche Debatte in den letzten Jahren verzerrt – und teilweise bewusst verunsichert.
👌 „Eine Lebenszyklusanalyse ist kein Wunschkonzert“, sagt Dr. Georg Bieker vom ICCT. „Sie muss reale Nutzung und den sich wandelnden Strommix abbilden – sonst taugt sie nicht als Entscheidungsgrundlage.“
⚡ Der Punkt ist: Wenn wir über Klimaziele reden, brauchen wir fundierte Daten – keine Wunschbilder. Und genau die liefert diese Analyse. E-Autos haben eine klare Klimabilanz. Und sie wird mit jedem Jahr besser.
Ob sich damit die öffentliche Debatte versachlichen lässt, sei mal dahingestellt. Möglich wäre es. Aber gegen Emotionen anzukommen, wird es schwer. Dennoch sollte man es nicht unversucht lassen. Oder?
Credits to Sebastian Henßler
Danke
Das Bild mit dem MG Elektro Roadster dient der Aufmerksamkeit.