02/09/2026
Hessen legt bei der Besoldung nach und ein Teil des Geldes ist bei vielen bereits angekommen. 💰
Das neue Besoldungsgesetz hat am 1. September die zweite Lesung passiert.
Für Hessens Beamte, Richter und Versorgungsempfänger bringt das einige spürbare Veränderungen.
Rückwirkend zum 1. Juli 2026 steigen die Bezüge um 3,02 %, in den unteren Besoldungsgruppen mindestens um 110 € monatlich.
Ab Oktober 2027 sollen weitere 2,8 % folgen.
Hessen hat dabei nicht erst auf den Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens gewartet:
Die erste Erhöhung inklusive Nachzahlung für Juli wurde bereits mit den Augustbezügen im Vorgriff ausgezahlt.
Besonders interessant für Familien:
Die Zuschläge für das erste und zweite Kind steigen um jeweils 87 € auf 350 € pro Monat, rückwirkend ab Januar 2026.
Entsprechend konnten hier bereits größere Nachzahlungen zusammenkommen.
Auch strukturell tut sich einiges:
Die erste Erfahrungsstufe der A-Besoldung fällt weg, Berufseinsteiger starten künftig direkt in Stufe 2. Für Polizei und Justiz sind höhere Schichtzulagen vorgesehen.
Doch ein Punkt sorgt für ordentlich Diskussion:
Hessen führt ein Familieneinkünftemodell ein.
Dabei wird bei der Berechnung unterstellt, dass der Partner ein bestimmtes Einkommen erzielt, unabhängig davon, ob dieses tatsächlich vorhanden ist. Genau daran gibt es deutliche Kritik von Opposition und Gewerkschaften.
Unterm Strich:
mehr Geld, höhere Familienzuschläge und bessere Einstiegsbedingungen, gleichzeitig bleibt die Frage, ob das neue Alimentationsmodell verfassungsrechtlich Bestand haben wird.
Was sagt ihr:
Gutes Paket für Hessens Beamte oder macht das Familieneinkünftemodell die Sache wieder unnötig kompliziert?