20/05/2026
Die Frage war nicht, wie viele Bäder ich brauche, sondern welche Beziehungen ich schaffe.
Die Entscheidung über Anzahl und Position von Bädern hat mich lange beschäftigt. Jede Wahl beeinflusst eine andere, und wenn du Räume isoliert planst, kommst du am Ende zu suboptimalen Lösungen.
Der Durchbruch kam durch einen Perspektivwechsel: Ich habe aufgehört, Räume einzeln zu planen, und habe angefangen, ihre Beziehungen zueinander zu verstehen.
Nicht verhandelbare Anforderungen sind definitiv der Anker. Bei mir war das ganz klar ein Hauptbad mit Dusche, Badewanne und WC beim Schlafzimmer im Erdgeschoss. Das war die Basis.
Raumpositionierungen schaffen wirklich Möglichkeiten. Die Position des Gästezimmers im Obergeschoss hat es mir ermöglicht, die ohnehin geplante Toilette um etwa zwei Quadratmeter zu erweitern und eine Dusche hinzuzufügen.
Beziehungen statt Einzelräume planen: Das Gästezimmer liegt direkt gegenüber des Gästebades, zusammen bilden sie einen separierten Bereich mit maximaler Privatsphäre für Besuch.
Das Ergebnis: Ein vollwertiges Gästebad statt einer Gästetoilette. Es funktioniert als Gästebereich, könnte als Kinderbad dienen oder bei Wohnraumteilung beide Einheiten versorgen. Diese Flexibilität ist durch das Verständnis von Raumabhängigkeiten entstanden.
Wie geht ihr bei der Grundrissplanung vor?