10/06/2025
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+++ Zum Heulen: Dynamos kleine Pinscher +++
Da wirft man mal wieder einen Blick auf die Wanderhütte am Radweg Richtung Obervogelgesang, an der an guten Tagen hunderte von Spaziergängern oder Radfahrern vorbeikommen, die entweder auf dem Weg nach Pirna sind, wahlweise von dort kommen und schöne Eindrücke mitnehmen sollten. Was bekommt man zu sehen? Einen tiefen Blick in den Abort der Gesellschaft.
Mittlerweile scheinen die kleinen asozialen Straßenköter, die sich fälschlicherweise als "Fans" eines derzeit einigermaßen erfolgreichen lokalen Fußballclubs betiteln, ihr missratenes Beinchen an jedem Laternenpfahl, an jeder Dachrinne und nun auch wieder an besagter Hütte zu heben, um dort ihre geistig dürftigen Markierungen für alle sichtbar zu hinterlassen.
Ausweislich der unzähligen Ritzungen und Schmierereien, der Grillreste, Kronkorken und Zigarettenstummel, die den mit viel Engagement durch KURTH Haus errichteten, zwischenzeitlich bereits einmal aufwendig reparierten Unterstand flächendeckend "zieren", handelt es sich wohl um so eine Art Gruselbild des leider geduldeten, gesellschaftlichen Zustands um uns herum.
Wir erinnern uns, vor einiger Zeit war die ursprüngliche Hütte Brandstiftung zum Opfer gefallen - soweit wir wissen, bis heute ungeklärt, wer dafür verantwortlich zeichnete. Der neue Bau, ohne großes Tamtam auf private Initiative errichtet, anschließend der Stadt Pirna gespendet. Der Umgang mit und die Pflege von solchen Geschenken dürfte kaum zu weiterer Großzügigkeit anregen.
Wäre es nicht auch deshalb ein dankbares Betätigungsfeld für Vereine, die sonst hinter jeder Ecke Gefahr für "Unseredemokratie" wittern und ständig den "gesellschaftlichen Zusammenhalt" beschwören, sich mit solchen anwidernden Umtrieben zu befassen? Jüngst erst wurde die Aktion Zivilcourage (AZ) von einer Mehrheit im Stadtrat erneut aufs Großzügigste finanziell ausgestattet. Wofür?
Der kürzere und auch effektivere Weg wäre allerdings, derlei Geld, statt bei "DemokratieCampi" der AZ zu verballern, gleich der Stadt zu belassen und für die Beseitigung solcher Schandflecken einzusetzen. Darauf zu bauen, dass erneut der Spender tätig wird, dürfte nachvollziehbar fehl gehen. Nicht nur das nahe Stadtfest sollte Anlass sein, den Unterstand schnellstens herzurichten.
Womöglich gibt es in Pirna aber auch richtige SG Dynamo Dresden-Fans, die sich in deutlicher Abgrenzung zu den Möchtegern-Fans aufmachen und die Hütte wieder herrichten. Vielleicht gibt die Stadt sogar eine oder beide Holzwände für eine professionelle Graffiti-Aktion frei, mit deren Ergebnis anschließend alle farbenfroh leben könnten. Beispiele dafür gibt es genug.