14/07/2022
Früher wurde ich oft gefragt, warum ich Polizistin geworden bin.
Oft hab ich die Frage schon nicht verstanden. Ja wie, warum? Ich kann halt besser mit Menschen als mit Materialien. Sonst wäre ich Handwerkerin geworden.
Ich hab´s vor ca. 21 Jahren einfach für eine gute Idee gehalten. Dachte mir, ist was anderes, macht halt nicht jeder. Ooooh, wie oft ich während des Studiums angesprochen wurde, ob ich die-oder-den bei der Polizei kenne... Da schwante mir schon, dass es wohl doch echt viele machen.
„Echt, Polizei? Cool, mein Neffe ist da auch. Kennst du einen Robin? Der ist so dein Jahrgang, dunkelblond, so der sportliche Typ.“
Oder: „Dann kennst du bestimmt Sabrina, so eine Blonde. Etwa deine Größe und Statur.“
Äh, neeee???
Und da kommste fertig gelernt in deine Wache und dann sind da SO VIELE! Und die sehen alle gleich aus. WIR ALLE sehen irgendwie gleich aus! Nicht nur wegen der Uniform (aber die unterstreicht es ungemein).
Es gibt da diesen einen Typus.
Quasi alle Varianten von hell- bis dunkelblond (das ist ja die totale Auslegungssache), und immer „so der sportliche Typ“. Oder der ehemals sportliche Typ, je nach Alter.
Überall Robins und Sabrinas. Und ich mittendrin.
Und während ich bei der Polizei laufen lernte, merkte ich schnell, dass ich eine nützliche Basis mitbrachte:
Ich hatte von Grund auf nicht allzu viele Erwartungen hinsichtlich des Guten im Menschen. Das scheint mir in meiner Kindheit abhanden gekommen zu sein...Da war ich nämlich nicht gerade bei „Wünsch dir was“... und irgendwann entsteht da so viel doofe, harte (falsche?) Realität in deinem Kopf... da ist dann eher nicht mehr soooo viel Platz für Glitzer und Träumereien.
Bei der Polizei war ich so von-Grund-auf-desillusioniert erst mal gut aufgehoben. Mich konnte so schnell kein menschlicher Abgrund ins Wanken bringen.
Alles irgendwie so… schrecklich vertraut.
Heute werde oft gefragt, warum ich Coach geworden bin.
Ich kann halt immer noch besser mit Menschen als mit... du weißt schon, zwei linke Hände.
Der Auslöser war zwar meine Erkrankung. Doch tief in mir hatte ich schon so lange den Drang nach einem Perspektivwechsel. Lust auf das Loslassen alter Muster, die mich regelrecht in meinem Fühlen, Denken und Handeln gesteuert haben.
Ich hatte so eine Sehnsucht danach, mich wieder wundern zu können! Mal wieder zu Staunen!
Zu lieben.
Die Frage „Was würde die Liebe antworten?“ wurde schließlich zu meinem Mantra.
Ich ging Freunden so lange mit meinem „Dreh´s um“ auf die Nerven, dass wir es gemeinsam mehr und mehr verinnerlicht hatten:
Alles hat auch immer etwas Gutes, und wenn es eine Lernaufgabe ist.
Klingt zu simpel? Vielleicht.
Wichtig dabei ist doch, dass der Blick auf etwas Positives gerichtet wird.
Dass wir uns an die wundervolle Essenz des Lebens erinnern.
Und schließlich wieder an Wunder glauben, um uns überhaupt wieder wundern zu können.
Welch ein Geschenk!
Es ist unser Geburtsrecht, ein wundervolles Leben zu leben, zu lieben und geliebt zu werden. Wir dürfen uns daran erinnern, wie das geht.
Das wünsche ich dir. Das wünsche ich uns.
Dafür reiche ich dir die Hand. Gebe Impulse, höre hin.
Helfe dir dabei, die Blickrichtung zu ändern.
Ich bin Coach geworden, weil ich genau DAS will:
Menschen an die Liebe und an das Wundervolle im Leben erinnern.
Ist der Weg dahin immer leicht?
Nein.
Aber er ist da, der Weg.
Und nur dem Gehenden schiebt sich dieser unter die Füße.
Ich bin bereit, wenn du es bist, my dear.
Love 🧡
Daniela