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14/10/2026

𝐃𝐚𝐫𝐦𝐬𝐚𝐧𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐌𝐢𝐤𝐫𝐨𝐛𝐢𝐨𝐦𝐭𝐞𝐬𝐭: 𝐖𝐚𝐬 𝐡𝐢𝐥𝐟𝐭 𝐰𝐢𝐫𝐤𝐥𝐢𝐜𝐡?
Warum schlafen die Deutschen mit offenem Fenster, obwohl sie sonst so viel Wert aufs Energiesparen legen? Vielleicht sollten wir gelegentlich den Darm fragen. Spätestens wenn wieder im Fahrstuhl ein Pups entwischt, wird aus einem unsanierten Darm eine peinliche Angelegenheit. Ist der Bauch zwischen Mahlzeiten viel zu prall gespannt? Dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen und statt Antiblähmittel (61 Mill. € Umsatz in Deutschland) lieber eine Darmsanierung zu versuchen.

𝐋𝐨𝐡𝐧𝐞𝐧 𝐌𝐢𝐤𝐫𝐨𝐛𝐢𝐨𝐦-𝐀𝐧𝐚𝐥𝐲𝐬𝐞𝐧?
Mikrobiom-Analysen werden gerade stark vermarktet. Es ist hier leider wie so oft: Ein Test bringt wenig, wenn sich nachher keine gezieltere Therapie ableiten lässt. Im Lancet, einer der angesehensten Wissenschaftszeitungen, gab es 2025 dazu ein Konsens-Papier von 69 Mikrobiom-Forschern. Die Tests ziehen weder eine validierte spätere individuelle Therapieempfehlung nach sich, noch zeigen sie, ob das Mikrobiom eine funktionierende Zusammensetzung hat.

Wahrscheinlich sind die einzigen, die davon profitieren, die Anbieter dieser Tests. Es reicht nicht, nur zu wissen, welche Bakterien im Darm leben. Eine Mitarbeiterliste verrät schließlich noch nicht, wie gut eine Fabrik arbeitet.
Heilpraktiker, die seit Jahrzehnten Darmsanierungen durchführen und pflanzenbetonte Ernährungsumstellungen empfehlen, sind hier erfolgreicher, auch ohne Test.

𝐃𝐞𝐫 𝐎𝐯𝐞𝐫𝐤𝐢𝐥𝐥 𝐯𝐨𝐧 𝐮𝐧𝐥ö𝐬𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐁𝐚𝐥𝐥𝐚𝐬𝐭𝐬𝐭𝐨𝐟𝐟𝐞𝐧
Wer einen empfindlichen, aufgeblähten Bauch hat, sollte genauer auf die Art der Ballaststoffe achten. Unlösliche Ballaststoffe wirken oft wie Schmirgelpapier auf einem empfindlichen Darm und können blähen. Der pauschale Rat „Essen Sie mehr Vollkorn und Kleie“ kann so nach hinten losgehen.

Lösliche Ballaststoffe wie Flohsamenschalen sind häufig der bessere Einstieg. Sie binden Wasser und können helfen, den Stuhlgang zu regulieren. Ein vierwöchiges Programm mit dem Verzicht auf hochverarbeitete Lebensmittel, zu viele Fette und überwiegend pflanzlicher Ernährung, zusätzlichen Ballaststoffen, und probiotischen Bakterien, kann echte Wunder wirken. Bei einem empfindlichen Darm sollten die zusätzlichen Ballaststoffe schrittweise gesteigert werden.

𝐏𝐫𝐨𝐛𝐢𝐨𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐁𝐚𝐤𝐭𝐞𝐫𝐢𝐞𝐧 𝐟ü𝐫 𝐝𝐞𝐧 𝐃𝐚𝐫𝐦
Probiotische Bakterien sind besonders bei Reizdarm erfolgreich. 16–20 % der Deutschen leiden unter Reizdarm-Symptomen. Allergien, Unverträglichkeiten, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Reizdarm oder entzündliche Darmerkrankungen haben enorm zugenommen. Jüngere sind öfter betroffen als Ältere, und man findet es geballt in Familien, bei denen Übergewicht und eine Ernährung mit vielen hochverarbeiteten Lebensmitteln vorherrschen. Seit Langem ist bekannt: Probiotische Bakterien verbessern Verdauungsbeschwerden und werden bei Reizdarm erfolgreich eingesetzt (Metaanalyse über 43 Studien).

𝐃𝐚𝐫𝐦𝐬𝐚𝐧𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐥𝐨𝐡𝐧𝐭
Eine Darmsanierung 1–2‑mal im Jahr steigert bei vielen das Wohlbefinden. Dabei erholt sich als Erstes die schützende Darmschleimhaut. Diese dient bei einer ballaststoffarmen Ernährung häufig als Nahrungsreserve für hungrige, schlecht gefütterte Bakterien. Bakterien im Dickdarm verwerten vor allem die verschiedensten Pflanzenstoffe. Fehlen diese, fressen sie sich in die Darmschleimhaut vor und können, wenn diese Notsituation länger anhält, sogar eine löchrige Darmbarriere (Leaky Gut) verursachen.

Mit löslichen Ballaststoffen fallen viele Symptome des Reizdarms weg. Was sich zusätzlich verbessert, ist häufig die Psyche. Gut gefütterte Bakterien produzieren mehr kurzkettige Fettsäuren, die antientzündlich wirken, und die Psyche nachweislich stimmungsaufhellend beeinflussen.

𝐒𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐒𝐢𝐞 𝐞𝐢𝐧 𝐠𝐞𝐬𝐮𝐧𝐝𝐞𝐬 𝐌𝐢𝐤𝐫𝐨𝐛𝐢𝐨𝐦 𝐎𝐍 𝐬𝐭𝐚𝐭𝐭 𝐎𝐅𝐅
Ihre Bakterien bestimmen, ob Sie zunehmen oder nach einer Diät schlank bleiben, Ihre Stimmung stabil bleibt oder ob Sie langfristig schwere Erkrankungen bekommen. 𝐈𝐦 𝐒𝐩𝐢𝐞𝐠𝐞𝐥𝐛𝐞𝐬𝐭𝐬𝐞𝐥𝐥𝐞𝐫 „𝐎𝐍/𝐎𝐅𝐅–𝐆𝐞𝐬𝐮𝐧𝐝𝐡𝐞𝐢𝐭"“ erfahren Sie konzentriert, was über das Mikrobiom wissenswert ist und wie Sie Ihre Darmgesundheit im Alltag einfach verbessern können?

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Quellen
(1) Serena Porcari et al. International Consensus Statement on Microbiome Testing in Clinical Practice. Lancet Gastr & Hepat- 2025; 10 (2): 154–167.
(2) Alexander C al. Efficacy of Prebiotics, Probiotics, and Synbiotics in Irritable Bowel Syndrome and Chronic Idiopathic Constipation: Systematic Review and Meta-Analysis. Am J Gastro. 2014; 109: 1547–61.

13/10/2026
Bald starten wir wieder. Wer möchte mitmachen oder ist interessiert ?
10/09/2026

Bald starten wir wieder. Wer möchte mitmachen oder ist interessiert ?

18/08/2026

Jeder sollte sein eigener Arzt werden. Diesen Satz sage ich seit Jahrzehnten.

Natürlich kann sich niemand selbst operieren. Es gibt Dinge, die gehören in die Hand eines Arztes, und dabei bleibt es. Wer akut krank ist, gehört behandelt.

Was ich meine, ist etwas anderes. Ich möchte, dass ihr versteht, was in eurem Körper vorgeht. Warum ein Wert steigt und ein anderer fällt. Was euer Körper braucht, und was ihm schadet. Denn in dem Moment, in dem dieser Groschen fällt, lösen sich erstaunlich viele Probleme von selbst. Nicht, weil jemand etwas verschrieben hat, sondern weil ihr wisst, woran es liegt.

Das ist mein Ansporn, seit über vierzig Jahren. Und das meiste davon gebe ich kostenlos weiter, hier auf Social Media, im Podcast und im Newsletter. Wer das Ganze kompakt und mit allem, was dazugehört, an einem Ort haben möchte, für den ist die Masterclass gedacht.

Deshalb ein Dank an jeden Einzelnen hier draußen, der ein Video teilt oder einen Beitrag weiterschickt. Mir geht es dabei nicht um Zahlen. Hinter jedem geteilten Video steht ein Mensch, der zumindest die Möglichkeit bekommt, seine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen.

Manchmal reicht ein einziger Satz zur richtigen Zeit.

Was mich nach all den Jahrzehnten aber am meisten freut, sind eure Rückmeldungen. Menschen, die berichten, was sich verändert hat, nachdem sie nur ein paar Dinge anders gemacht haben. Wie groß der Unterschied ist. Dafür bin ich dankbar.

Und dafür, dass ich so vielen von euch die richtigen Impulse mitgeben darf.

06/08/2026

Männer kommen spät. Meistens erst dann, wenn sie den Kopf schon unter dem Arm tragen. Frauen sind da vorausschauender, sie denken in Prävention. Und sehr oft sind es die Frauen, die für ihre Männer nachfragen.

In der neuen Folge nehme ich euch mit hinter die Praxistür. Rund 10.000 Patienten in fast vier Jahrzehnten.

Es geht um den Unternehmer, der mir eine akribisch geführte Tabelle mit all seinen Beschwerden überreichen wollte, und darum, warum ich ihn gebeten habe, sie vor mir zu zerreißen. Um die Karteikarten mit dem roten Reiter. Um den Kollegen, der mich bei der Ärztekammer angezeigt hat, weil ich keine Medikamente verschreibe. Und auch um die Fälle, bei denen ich nichts mehr tun konnte.

Dazu eure Fragen: Allergien und der Umweg über den Darm. Gluten bei Kindern. Eiweiß ohne Fleisch. Und die Frage, wie oft man seine Blutwerte wirklich messen sollte.

Ab sofort überall verfügbar. Auf YouTube, bei Apple Podcasts und auf Spotify.

Jetzt überall verfügbar.

https://youtu.be/LWr997mGz74?is=-IlXRVINdJd4Ys5w

🎧 https://open.spotify.com/episode/44HotVKTpP2aEmEUN26mDQ

🍎 https://podcasts.apple.com/de/podcast/spitzbart-schulte/id1878082968?i=1000780273109

24/07/2026

Einmal Durchatmen 🩷

10/05/2026

𝐕𝐄𝐑𝐅𝐀𝐋𝐋 𝐊𝐀𝐍𝐍 𝐌𝐀𝐍 𝐀𝐔𝐅𝐇𝐀𝐋𝐓𝐄𝐍
Noch vor wenigen Jahren hätte man für solche Aussagen viel Kritik geerntet. Heute zeigen Studien erstmals: Frühes Alzheimer könnte deutlich beeinflussbarer sein als lange gedacht.
Neue Bluttests erkennen Risiken Jahre früher. Und genau darin liegt die Chance: früh gegensteuern.

𝐇𝐞𝐮𝐭𝐞 𝐢𝐦 𝐊ö𝐥𝐧𝐞𝐫 𝐄𝐱𝐩𝐫𝐞𝐬𝐬:
ein großer Report über neue Bluttests, Lebensstilmedizin und konkrete Alltagstipps für Gehirn- und Gefäßschutz.
Vielen Dank an Andrea Kahlmeier für das Interview und den Buchtipp zum neuen Buch
🧠 „𝐌𝐚𝐬𝐭𝐞𝐫𝐩𝐥𝐚𝐧 𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧 𝐀𝐥𝐳𝐡𝐞𝐢𝐦𝐞𝐫“

05/05/2026

Viele Menschen sprechen über ihren Körper oft so, als wäre er eine Maschine, die kaputtgegangen ist. Etwas, das man jetzt reparieren muss, damit es wieder funktioniert.

Eine Tablette gegen das Symptom. Ein Eingriff gegen das Problem. „Bitte machen Sie mich wieder ganz.“

Ich verstehe das. Wir sind in einem System aufgewachsen, das genau so funktioniert. Wir haben in unseren Breiten kein echtes Gesundheitssystem. Wir haben ein Krankenversorgungssystem. Repariert wird, wenn etwas kaputt ist. Davor schaut kaum jemand hin.

Aber dein Körper ist keine Maschine. Er ist ein System.
Darm, Hormone, Schlaf, Bewegung, Ernährung, Stress, Mindset, die Menschen, mit denen du dich umgibst – nichts davon steht für sich allein. Alles greift ineinander. Und der Körper meldet sich. Lange bevor eine Diagnose auf einem Befund steht. Schlecht schlafen. Müde aufwachen.

Konzentration, die abreißt. Eine Verdauung, die nicht mehr rund läuft. Werte, die noch im „Normbereich” liegen, aber eben nicht im optimalen Bereich. Das sind Signale.

Das Problem ist nicht, dass wir krank werden.
Das Problem ist, dass wir viel zu spät hinschauen.

Mein Ansatz ist deshalb ein anderer.

Ich frage nicht nur: Was ist kaputt? Ich frage: Was sagt dir dein Körper schon jetzt? Wo läuft etwas in eine Schieflage, bevor daraus eine manifeste Krankheit wird?

Verstehen, statt reparieren.
Das ist Präventivmedizin in meiner Welt.

Und dann kommt der Punkt, an dem du selbst dran bist. Kein Arzt kann dich gesund machen, wenn du selbst nichts veränderst. Wir wissen heute fast alles über Schlaf, Ernährung, Bewegung, Stress, Regeneration. Wir sind Wissensgiganten und Umsetzungsdilettanten. Genau hier liegt der springende Punkt.

Du musst nicht perfekt leben. Es geht nicht um Extreme. Es geht um Regelmäßigkeit. Um wenige, ehrliche Entscheidungen, die du jeden Tag wieder triffst.

Schau hin. Achte auf deinen Körper. Nimm seine Signale ernst. Nicht aus Angst – aus Respekt vor dem System, das dich trägt.
Du hast mehr in der Hand, als du glaubst.

Dein Dr. Micha

Adresse

Rheinfelden
79618

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