15/11/2024
Nicht ganz. Zwar hängt an dieser Eiche tatsächlich ein sogenannter „Gallapfel“, doch mit dem Apfel, den ihr im Supermarkt kaufen könnt, hat er nichts gemein.🍎Es handelt sich dabei um eine Wucherung z.B. an der Unterseite eines jungen Eichenblattes. Dort hat die Gallwespe ihre Eier gelegt, woraus die Larven schlüpfen. Der Gallapfel schützt und nährt sie. Wie die Gallbildung im Detail ausgelöst wird, ist unklar. Eine Variante besagt, dass die Larven mit ihrem Speichel das Blatt dazu bringen, solche Behausungen, die sogenannten Gallen, zu bilden. Eine zweite Variante, dass die Wespe selbst mit dem Stich ins Blatt bestimmte Botenstoffe freigibt, die das Wachstum des Blattes beeinflussen. Beide Optionen werden in der Forschung diskutiert. Vermutlich ist das Ganze ein hochkomplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Jetzt im Herbst, wenn der Baum seine Blätter abwirft, fallen sie sanft auf den Boden und die Larven verpuppen sich. Ganz schön clever, oder?🤓 Der Eiche selbst schadet das übrigens nicht.😊
Schaut also beim nächsten Waldspaziergang mal genauer in die Kronen der Eichen oder auf das Laub auf dem Boden. Vielleicht entdeckt ihr auch welche.🕵️♂️🕵️
(Foto: Wald und Holz NRW, Marlene Bömer)