01/06/2026
Der Geruch von Sommerregen ist etwas absolut Herrliches, findet ihr nicht auch? Aber was genau ist das eigentlich, das da so riecht? 🤔
🟢 Petrichor
Tatsächlich ist dieses Phänomen noch gar nicht so lange erforscht. Erst in den 60er Jahren wurde ein Begriff dafür entwickelt: Australische Forscher nannten es Petrichor, zusammengesetzt aus den altgriechischen Begriffen für "Gestein" (petros) und "die Flüssigkeit, die in den Adern der Götter fließt" (ichor).
🟢 Dufte Regenformel
Was wir da genau riechen, sind kurz gesagt drei verschiedene Faktoren.
1️⃣ Geosmin
In der Erde befinden sich Bakterien, die den Alkohol Geosmin produzieren. Dieser sorgt für den typisch angenehm-muffigen Geruch von Erde. Fallen Regentropfen auf trockenen Erdboden, wird das Geosmin in die Luft abgegeben. Kleinste Mengen in der Luft genügen, um von der menschlichen Nase wahrgenommen zu werden.
2️⃣ Ozon
Bei elektrischen Entladungen, wie zum Beispiel einem Blitz, werden zweiatomige Moleküle gespalten und neu angeordnet. Es entstehen Ozon-Moleküle, die durch Regentropfen zu uns gelangen und zum Geruch beitragen.
3️⃣ Pflanzen-Öle
Laut Forschenden steuert auch unsere Flora etwas zum Petrichor hinzu. Pflanzen geben bei sehr trockener Witterung ein gelbliches Öl an den Boden sowie Gestein ab, das dort absorbiert wird. Bei Regen steigen diese Gerüche wieder empor und bereichern den ohnehin schon wundervollen Petrichor. Und dies, ihr Lieben, ist vielleicht der schönste Reim, den wir hier je unabsichtlich produziert haben. 😄
🟢 Lebensspendender Duft
Wir Menschen nehmen Petrichor ungewöhnlich intensiv wahr, vermutlich weil wir seit jeher sehr abhängig vom Regen sind. Und ja, jede:r Gärtner:in freut sich nach einer langen Trockenheit umso mehr, wenn der Garten wieder aufatmen kann. Kein Wunder, dass dieser positive Geruch bereits in der Parfumindustrie Einzug fand.
Was verbindet ihr mit Petrichor?
Viele Grüße
🍀 Silke & das Team der Baumschule Horstmann 🍀