10/07/2026
☀️ Energiewende ja – aber bitte mit gesundem Menschenverstand!
Wir Dachdecker stehen voll hinter der Energiewende. Jeden Tag sanieren wir Dächer und schaffen die Grundlage dafür, dass Photovoltaikanlagen überhaupt installiert werden können.
Aber in letzter Zeit stellen wir uns immer häufiger eine Frage:
Wer soll diese Dächer in Zukunft eigentlich noch warten?
Immer öfter werden Dachflächen nahezu komplett mit Solarmodulen belegt – ohne Laufwege, ohne Wartungsflächen und ohne ausreichende Zugänglichkeit.
Muss später ein Dachfenster ausgetauscht werden?
Eine Lüftungsanlage gewartet werden?
Ein Klimagerät repariert werden?
Oder entsteht irgendwo eine Undichtigkeit?
Dann beginnt das Problem.
Für viele Arbeiten müssen zuerst Solarmodule demontiert werden. Das kostet Zeit, Geld und erhöht das Risiko von Schäden. Für Handwerksbetriebe wird die Arbeit unnötig erschwert – und für die Eigentümer werden spätere Reparaturen deutlich teurer.
Unser Wunsch an Politik und Planer:
Denkt die Dächer nicht nur für heute – sondern auch für die nächsten 30 bis 50 Jahre.
Photovoltaik ist wichtig. Aber genauso wichtig ist, dass Dächer auch künftig sicher begehbar, wartbar und instand zu halten sind.
Vielleicht wäre es sinnvoller, deutlich stärker auf große Freiflächenanlagen, Parkplätze, Industrieflächen oder andere geeignete Standorte zu setzen, anstatt jedes einzelne Dach bis auf den letzten Quadratmeter zu belegen.
Die Energiewende darf nicht dazu führen, dass Gebäude später kaum noch vernünftig instand gehalten werden können.
👉 Wie seht ihr das? Handwerker, Hauseigentümer, Planer oder Betreiber von PV-Anlagen – wir freuen uns auf eure Meinung.