31/07/2025
Folgender Artikel über unser Ballonteam ist in der Saarbrücker Zeitung erschienen:
Ballonfahrt über unsere Heimat
Ein lautes Zischen, ein warmes Gefühl am Hinterkopf und schon geht es senkrecht nach oben. Kein Ruckeln, kein Wackeln. Der Start ist ganz sanft. Die Welt unter uns schrumpft. Felder, Straßen und Häuser rücken zusammen wie auf einer Landkarte. Schon nach wenigen Minuten ist die Wiese in Limbach, auf der wir unseren Heißluftballon aufgebaut haben, nur noch als kleiner grüner Fleck erkennbar. Der Wind trägt uns Richtung Südosten. Und während die Piloten Stefan Bettinger und David Schneider ihrem Gefährt ordentlich einheizen, genießen wir die Aussicht.
Die Luft ist klar. In gut 1000 Metern Höhe können wir gefühlt unendlich weit blicken. Von meiner Korbseite aus erkenne ich die Orte Gresaubach, Steinbach und Thalexweiler. In der Ferne ragen die Schornsteine des Kraftwerks Bexbach empor. Es ist etwas eng in der schwebenden Gondel. Doch irgendwie schaffen wir es, zwischendurch die Plätze zu tauschen. Nun schaue ich auf das St. Wendeler Land. Die Autobahn 1 bietet eine erstklassige Orientierungshilfe. Dank ihr kann ich die Orte Hasborn-Dautweiler, Theley, Primstal und sogar Eiweiler ausmachen. Von dort schweift mein Blick auf den Bostalsee, der von hier oben wie eine Pfütze wirkt.
Als wir an Tholey vorbeifahren, bereiten die Piloten die Landung vor. Es geht abwärts. Sie peilen eine Wiese unweit des Marpinger Segelflugplatzes an. Die Welt unter uns gewinnt an Größe. Aus der flachen Landkarte formen sich wieder Häuser, Wälder und Felder. Unsere Fahrt endet etwas unsanfter, als sie begonnen hat. Der Korb streift den Boden, schaukelt ein paar Mal wild hin und her, ehe er schließlich zum Stillstand kommt.
Produktion: Sarah Konrad, Evelyn Schneider
zum Artikel: https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/st-wendel/ballonfahrt-ueber-unsere-heimat-von-limbach-nach-marpingen_aid-131795463