16/05/2022
Ihr fragt euch doch bestimmt auch warum es in der Poststraße 2 in Sömmerda (ehemaliges Arbeitsamt) nicht vorwärts geht. Kaum stehen Firmenautos vor dem Gebäude, auf dem Parkplatz, das Gerüst steht seit Monaten unbenutzt, an der Fassade tut sich nichts, die Außendämmung fehlt, Fenster und Türen fehlen, das Penthouse ist unfertig etc.
Hier ein paar Fakten:
Die Baumaßnahme sollte eigentlich eher losgehen, aber die Baugenehmigung lag noch nicht vor. Die beschränkte Ausschreibung wurde Anfang Februar 2021 verschickt, dadurch spätere Angebote, Vergaben .. Abgabe für unser Angebot war der 22.02.21 (ohne öffentliche Submission). Unser Vertrag kam dann am 25.03.21.
An dem Terminplan mit Baubeginn März 2021 wurde jedoch festgehalten, dadurch war die erste Baubehinderung vorprogrammiert.
Es folgten während der Bauphase weitere 15!! Behinderungs- und Bedenkenanzeigen aufgrund fehlender Planungsunterlagen, ausstehenden Entscheidungen, Freigaben, Vorleistungen und Widersprüchen in der Ausschreibung!!
Unser Leistungsumfang der Rohbauarbeiten, wo auch die Abbrucharbeiten, Abdichtung, Stahlbau, Mauerwerk, Beton- und Putzarbeiten dazu gehören, wurde ständig geändert, umgeplant, Teilleistungen gestrichen, neue Leistungen gefordert.
Weil die WOBAG das Los Stahlbau/Balkone nicht wirtschaftlich vergeben konnte, wurden uns einseitig weitere Stahlbauarbeiten in Größenordnung ca. 160.000 EUR aufgezwungen, die wir zu erfüllen haben.
Es war ein Trauerspiel. Die Ausführungspläne stimmten nicht mit dem Bestand überein. Die Pläne wurden über Monate nicht angepasst bzw. fortgeschrieben. Es fehlten freigegebene Schal- und Bewehrungspläne für die Betonarbeiten von Aufzug und Treppenhaus. Es erfolgte keine Koordinierung der Gewerke, keine Terminplanung, einfach drauflos bauen und Woche für Woche schauen was bei raus kommt. Gestörter Bauablauf nennt man das. Aber immer an den Fertigstellungsterminen festhalten!!
Mehrfach wurden Nachträge/Mehrkosten nicht bestätigt oder zurückgewiesen, so dass es immer wieder zu Verzögerungen kam.
Es wurden die Handwerker gegeneinander ausgespielt. Traurig, aber wahr.
Der absolute Höhepunkt war jedoch als die WOBAG im März von uns auf der Baustelle für die Montage gelagertes Material abholen lies. Korrigiere entwendet hat (im Volksmund gestohlen). Es wurden 13 to Profilstahl abtransportiert, im Gegenzug aber die Wiederaufnahme der Arbeiten gefordert!? Wie krank ist das denn? Auf so eine Idee muss man erstmal kommen.
Im März 2022 wurde unser Vertrag einseitig gekündigt.
Nun suchen Sie wohl einen neuen Deppen...
T E I L E N E R W Ü N S C H T !