03/05/2026
KI-Texte erkennt ihr an den – (Gedankenstrichen)
❣️BUUULLSH*T❣️
Genau dieser Punkt treibt mich seit Monaten zur Weißglut. Einen KI-Text kann man nicht nur anhand des Einsatzes von bestimmten Satzzeichen bestimmen. Da gehört schon mehr dazu! Und dass dann auch noch Schreibende verurteilt, ja sogar verunglimpft werden, sobald in einem Buch ein Gedankenstrich auftaucht, reicht für mich schon nah an Rufmord heran!
Ich habe – seitdem dieser Mist zum ersten Mal die Runde gemacht hat – immer wieder verunsicherte Autor*innen in meinen Lektoraten und Beratungen, denen ich erkläre, dass Gedankenstriche ihre Daseinsberechtigung haben. Stilistisch sichere Menschen verzichten auf dessen Einsatz, weil sie Angst haben, dass halb Bookstagram sie lyncht – weil im Text Gedankenstriche auftauchen.
Und natürlich kann man Gedankenstriche weglassen oder ersetzen. All die Gedankenstriche oben könnte ich durch Kommata ersetzen. Aber das Deutsche hat diese Langstriche nicht umsonst. Also lasst uns mal nachschauen, was der so kann.
Der Gedankenstrich, Langstrich oder Halbgeviertstrich (–) ist ein waagerechter Strich eines Halbevierts. 🤓 Mit ihm werden Teile eines Satzes getrennt oder hervorgehoben. Er kann anstelle eines Kommas, Punkts und sogar zwischen zwei Sätzen genutzt werden. Er kann in der direkten Rede als Auslassungszeichen eingesetzt werden. Es gibt soooooo viele Möglichkeiten diesen kleinen Strich in euren Texten zu nutzen!
Er ist ein Stilmittel. Also nutzt ihn, wenn ihr Bock drauf habt, und hört mir bitte damit auf, den zu verteufeln. Setzt euch damit auseinander, für was er eingesetzt werden kann und lasst uns den Gedankenstrich einfach gemeinsam von der KI wieder zurück erobern! ⛳️
🦉 Und wenn ihr dabei Hilfe braucht, meldet euch bei der Lektorin eures Vertrauens! ♥️
PS: Kein Teller und keine Küche kamen bei dem Video zu Schaden! 🤭