01/11/2026
Schamhainâ ein alter Jahreszeitenwechsel.
Gestern Abend haben wir draussen unser Feuer entzĂŒndet und gemeinsam Samhain gefeiert.
Samhain stammt aus der alten keltischen Tradition und markiert den Ăbergang vom hellen zum dunklen Teil des Jahres. Die Ernte war eingebracht, die VorrĂ€te waren vorbereitet und die Menschen stellten sich auf den Winter ein.
Auch hier im Norden gab es eigene alte Traditionen rund um diesen Ăbergang. Die Menschen lebten viel stĂ€rker mit den Rhythmen der Natur, achteten auf die Jahreszeiten und wussten um die Bedeutung von RĂŒckzug, Dunkelheit und Ruhe.
In den nordischen Ăberlieferungen finden wir auch alte Opferfeste wie das ĂlfablĂłt und DĂsablĂłt. Sie erinnern uns daran, wie eng die Menschen einst mit ihren Vorstellungen von NaturkrĂ€ften und der unsichtbaren Welt verbunden waren.
FĂŒr uns ist dieser Abend eine schöne Gelegenheit, innezuhalten.
Dankbar zurĂŒckzublicken auf das, was wachsen durfte. Loszulassen, was wir nicht lĂ€nger mitnehmen möchten. An Menschen und Tiere zu denken, die uns begleitet haben. Und uns bewusst auf die ruhigere Zeit des Jahres einzulassen.
Vielleicht sollten wir uns öfter daran erinnern, dass nicht jede Zeit im Leben eine Zeit des Wachsens und BlĂŒhens sein muss.
Auch die Ruhe hat ihren Platz.
Auch die Dunkelheit gehört zum Kreislauf.
Und manchmal entsteht gerade dann etwas Neues, wenn wir einfach still werden.
Wir nehmen uns diesen Gedanken mit in den Winter.
Wie ist es bei euch? Nehmt ihr euch bewusst Zeit, um den Wechsel der Jahreszeiten zu feiern?